Zum Haus der gerechten Hoffnung

Zum Haus der gerechten Hoffnung.

Zum Haus der gerechen Hoffnun

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Samstag, 24. April 2010

M(H)erzstillstand



Bum-ts-Bum-ts-Bum-ts-Bum-ts-Bum............


Was dann?


Ein Leben lang hast Du geschlagen. Ich hab Dich nicht bemerkt. Mal ein nervöses Zucken, dann warst Du wieder, für mein Empfinden, völlig weg.


Mein Leben lang hast Du in mir ins Leere geschlagen.


Ich hab Dich nie geschont. Bin steilste Leitern hochgejagt bis zum Ende. Höchstleistungen hab ich von Dir erpresst und Dich dabei kaum je wahrgenommen.


Bum-ts-Bum-ts-Bumb-ts-Bum-ts-Bum-ts und immer schneller. Dein Rhythmus war mir egal. Die Bank, die Partei, die wichtigen Freunde bestimmten meine wesentlichen Zyklen.


Bum-ts-bum-ts-bum-ts-bum-ts wie oft wolltes Du mich wecken, mir leise was Warnendes flüstern? Ich, ich blieb stets taub auf beiden Herzohren.



Bum-ts-Bum-ts-Bum eine Zäsur und weg. Du schlägst nicht mehr, eine Falltür klappt um, der Boden ist jäh weggerissen. Eben noch ganz oben, sink ich tief, in stille und weise Länder, viel tiefer als es Hypnos je vermochte.


Ich treibe Durch mich, meine Vergangenheit, durch all meine Schatten. Ich ziehe unendliche Kreise. Die Zeit steht, weil du, mein Metronom, den Takt nicht schlägst. Der Raum ist weg, weil du meine Pumpe, kein Volumen schaffst.


Es ist absolut still, doch unendlich schallend bunt und geistig Laut.


Jäh ganz brüsk wirst Du wieder angetrieben. EIN SCH MERZ.


Willst Du das? Will ich das? Wollen wir beide zurück? Keine Widerrede, wir müssen, das Amt es ruft und das ganze Land schaut zu.


Bums-ts-bums-ts-bums-ts-bums. Da bist Du doch wieder und doch ganz anders.


War ich tod oder tot und was mit Dir?


Keine Zeit zum Reflektieren, fertig komm, die Scheinwerfer der Welt sie warten grell. Schweiss auf meiner Stirn ist es Angst, Fieber, Schwäche oder sinds Alpschattenerinnerungen?


Maskenbildner daher, schmiesst Farbe darauf, kiloweise, zentnerweise nein tonnenweise! Bunt, breit, grell, funkelnd, und vor allem meterdicke Schichten!!
Fettig muss sie sein die triefende Schminke, sie darf nie bröckeln! Niemand schaut mir mehr unters Gesicht.
Ich kenn das Spiel, der nichtigen Worte, ich kenn die Szene, das ganze Theater. Hier gibts so selten echten, aufrichtigen Applaus und doch müssen wir wieder täglich spielen, immer weiter.
Ein Stich im Rücken, wer krümmt mich krumm, hab ich noch Grat? Sieht man den Buckel mir nicht an?
Ich brauche nur drei Stunden Schlaf, sagte Doch jünst ein schlafmittelgedopter Berufskollege. Mir gehts gut, habe nur eine kleine Magenverstimmung, log er eine vernichtende Lüge nach seiner darmgewaltigen Operation.
Ich, wenn er der Königsredner auch noch so Unschönes vorgegeben hat, kann nicht schwächer sein? So streck ich mich halt mit samtem Buckel.


Könnt ich bloss zugeben, wie mir ist, nur ein Hauch davon, mir würde es soviel leichter um Dich mein liebes Herz.
Aber sie zerissen schon meine zarte Prosa, mein Herz, sie würden es auch mit meiner Leidensgeschichte tun? Ich kann keine Rücksicht nehmen, ich hänge an zu dicken Fäden, bin gar nicht frei. So lieg ich schlaff in straffen Tauen, sind alle nicht zu kappen.

Verzeih mir, ich hab Dich nicht geschont, Deine Warnungen in Luft geschlagen. Verzeih mir ich knie vor Dir und flehe Dich an, verzeih mir mein Herz ich darf Dich auch in Zukunft nicht verschonen. Muss weiterspielen, bis zum bitteren Ende.
Ich liebe Dramen nicht, auch nicht die klassischen und stecke doch ganz mitten drin. Ich liebe die Wonne, den süssen Genuss, trotzdem estickend schwer herrscht rostiger Verdruss.


Mein Herz gebrochen, mein Wort schon lange. Man kann nichts gipsen, auf dem Röntgenbild sehe man nicht mal eine Fissürchen, sagen die modernen NICHTschamanen. Ich sei medizinisch gesund, seelisch fühle ich mich aber nicht lebendig.
Ich bin zerbrochen, nicht an Dir mein Herz, sondern an einer Welt voller Geltungssucht und Lüge?


Ich sitze auf dem alten wackeligen Stuhl, alleine, dick geschminkt, kennst Du die Szene?
Schau hier mein Bild und ich versprech von nun an hör ich auf zu Dir.




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