Zum Haus der gerechten Hoffnung

Zum Haus der gerechten Hoffnung.

Zum Haus der gerechen Hoffnun

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Sonntag, 18. Juli 2010

Die Schule ist unbewegt, bewegt aber uns.

Schule?
Bewegung?

Schule ist der Ort der Vorbereitung auf die Interaktion mit der Welt. Schule ist der Ort, der einem Wissen offenbart, mit welchem und durch welches man seine Taten bewusst und für andere nachlesbar oder nachrechenbar, geordnet nach den Regeln der Gesellschaft, gezielt in die Welt setzen kann. Schule ist der Grundstein, der einem zu einem unabhängigen Menschen macht und einem die Fähigkeit gibt für sich und andere Verantwortung zu übernehmen.
Schule ist immer ein grosser Augenöffner, sie vermittelt Dinge, die zwar bereits existieren, dem Kind aber noch nicht bewusst sind. Die Schule vermag aus naiven unwissenden Lämmern, starke verantwortungsbewusste Löwen zu machen.
Die Verantwortung  der Schule gegenüber der Gesellschaf ist folglich bedeutend. Gerade diese Verantortlichkeit kann eine grosse Last sein und birgt  ein grosses Frustrationspotential für viele Lehrpersonen in sich.
Denn die Welt scheint sich immer schneller und komplizierter zu drehen. Die Anforderungen und Ansprüche an die Ausbildner scheinen rassant und geradezu ins Unermessliche anzusteigen. Viele Lehrer, Eltern und Schüler fühlen sich verloren in einer Welt die zusehendes eine ohnmächtige Eigendynamik zu nehmen scheint.

Ich behaupte, dass dem aber gar nicht so ist. Ich behaupte, dass die Basis, die Grundlagen, immer dieselben sind. Denn die Natur  an sich, d.h. die äussere Welt, ist in ihrem Grundaufbau über Aeonen immer dieselbe geblieben und die menschliche Wahrnehmung und das Denken über Jahrtausende ebenfalls. Darauf und nur darauf sollte sich die Schule berufen. All die wirren und verwirrenden Gaukler (grünen Junker) in Privatwirtschaft, Universitäten, Poliik, Showbizz muss man unbedingt total  ignorieren. Es gilt zurück zu sich, dem eigenen klaren Denken, der eigenen Moral, der eigenen Ethik und dem eigenen verantwortungsvollen Handeln zurückzufinden. Es braucht weniger lästig, abstrakte Didaktikvorschriften, weniger obligatorische Fortbildungen, weniger Einmischung der Psychologen. Es ist absolut lächerlich und überhaupt nicht der Wahrheit entsprechend, dass soviele Kinder anormal zu sein scheinen, wie die "moderne" Schulspezialisten uns vorträllern. Wenn Didaktiker, Psychologen, Politiker und Pädagogen den Schulalltag bestimmen und der Lehrer (der die Verantwortung trägt) immer mehr zum Spielball zwischen den selbsternannten Schulexperten und  Eltern wird, kann er sich nicht mehr auf seine Hauptaufgabe, das Uebermitteln des Schulstoffes konzentrieren. Experten, Zwangsfortbildungen, unnütze Formulare, Arbeitsblätter  und Schulkommissionen ohne Fachkompetenz müssen ganz klar zurückgebunden werden, sie sind das Giftt, welches für die aktuelle Misere verantwortlich ist.

Der Lehrer muss seine Kernaufgaben ungestört und mit künstlerischer Freiheit ausüben können. Das Ziel ist ein ganz Klares. Der Schüler muss lernen sich in der Alltagswelt unserer Gesellschaft selbständig behaupten zu können. Er muss die Verbindung von seiner Innen- zur Aussenwelt machen können.
 Das bedeutet, dass die Begriffslehre der Schlüssel für die Bewusstseinsentwicklung und Interaktion mit der Welt ist. Der Baum, als Beispiel, muss orthographisch Korrekt geschriebe werden und Grammatikalisch logisch im Satz eingefügt werden.   Der Schüler muss lernen was unter den Begriff Baum fällt, er muss das Wort mit Sinn, Inhalt füllen können. Zudem muss er den Umgang mit dem Begriff Baum kennen. Wie und wo wächst er, was kann man aus ihm gewinnen etc etc. Es musss also die Sprache und der Inhalt der Begriffe gelehrt werden. Das ist der eine Pfeiler. Der zweite Pfeiler ist der Umgang mit der Zahlenwelt. Die Zahlen sind wie die Buchstaben Grundelemente der abstrakten Kommunikation mit anderen Menschen. Der Schüler muss die Regeln der Abstraktionen kennen und sich ihrer bedienen könne, um sich klar, deutlich d.h. möglichst unmissverständlich und korrekt auszudrücken. Er muss z.B. wissen, dass ein Punkt nur als Idee existieren kann, da er keine Ausdehnung hat und nicht teilbar ist. Er muss die Welt des Zählen fehlerfrei beherrschen.

Wenn sich ein Lehrer auf diese Kernkompetenzen begrenzt, kann er nichts falsch machen. Denn das Lehren der Abstraktionen ist klar und eindeutig und deren Benotung auch.

Es ist nicht Aufgabe, des Lehrers familiäre Probleme zu lösen, auch ist es nicht primär Aufgabe des Lehrers zu individuell auf Kinder einzugehen. Vielmehr ist eine klare Struktur und klare Zielfassung gefragt. Der Lehrer darf sich nie dem Druck der Eltern, Experten oder anderen Institutionen beugen, sonst ist seine Autorität dahin.
Die Kreativität des Kindes soll im Spiel mit den Abstraktionen selbstverständlich auch gefördert werden. Nur lässt sich diese Kaum benoten. Welche Zeichnung ist am schönsten, welcher Aufsatz am besten. Hier kann es nie Gerechtigkeit geben, deshalb sollte dies auch nicht benotet werden. Für Schüler, wie ich auch einer war, welche mühe mit Mathematik, Grammatik und Orthographie haben, dafür aber eine galoppierende Fantasie mag die Grundschule hart und schmerzlich sein. Aber es macht sich sehr wohl bezahlt nach sechs Jahren einen solid gepackten Grundschulsack mitzubringen für die höheren Schulen.
Wie kann ich physikalische Gesetze berechnen, oder chemische Prozesse in Zahlen beschreiben, wenn ich die Regeln der Mathematik nicht kenne. Was bringt es Latein, Französisch viele andere Sprachen zu lernen, wenn ich mich in meiner Muttersprache sehr schwer tue? Was bringt es französische Literatur zu lesen, wenn mir der deutsche Kanon total fehlt? In einer immer mit mehr Informationen bepackten Welt ist es wesentlich sich ganz starke und unumstössliche Fundamente anzueignen.

Die Welt sprüht nur so von akademischen Gauklern. Sie ist randvoll mit Finanzanalytikern (lic. oec. HSG) welche bloss Halbgaares und wirres Zeug von sich geben, weil sie die Grundlagen nicht kennen, oder aber Menschen, welche nicht sattelfest sind mit ihren falschen Reden über den Tisch zu ziehen. Es wimmelt von Fachidioten, welche eine Mikrohorizont haben, unpraktisch sind und den Blick fürs Wesentliche total verloren haben. Sie schmeissen mit giechisch- lateinischen Floskeln um sich, ohne zu wissen was sie im Kern von sich geben. Es sind lächerliche akademische Gecks, keine Vorbilder, eine Schande für Land und Volk.

Mir sind Berufsleute, welche ihren Beruf von der Picke auf kennen, welche sich stolz und gekonnt mit ihrem täglichen Tun identifizieren können, viel lieber als hochdiplomierte Schwadronierer. Dass ein PD Titel keinen besseren Chirurgen macht, ist eine weitherum wohlbekannte Tatsache.
Der Alltag ist bestimmt durch Sattelfestigkeit in den Grundlagen, der letzte Schrei, die heroische akademische Supertat ist nicht von Belang und wird total überbewertet.

IN der Schule muss also gelernt werden, dass die Basis, Sprache und Mathematik, das eherne Fundament für eine sichere Zukunft darstellen. Und, dass all die Diplome und Zertifikate, welche man sich teuer erkaufen muss, absolut unwensentlich sind. In der Schule muss gelernt werden, dass es wichtig ist den Beruf zu ergreifen, der einem auch liegt. Es muss deutlich erklärt werden, dass es dumm ist zu studieren, nur weil man viel Geld verdienen will und in der Gesellschaft einen hohen Status erlangen möchte. Viele sinds, die nicht aus Freude lernen, sondern weil sie ein Diplom, eine Zertifikat einen Titel erlangen wollen.
In höheren Schulen, nach der obligatorischen Schule, sollte es Aufgabe sein, solche Systemshmarrotzer kurzerhand von der Schule zu bannen. Haufenweise gibt es jene, welche studieren, ohne den Sinn des zu Lernenen zu verstehen. In Scharen existieren jene Studenten, welche auswendig lernen, ohne mit dem Herzen die Essenz der Lehre zu berühren. Es geht ihnen um Karriere und um Titel, nicht um die Sache. Manch einer, der Bücher liebt, deren Seiten küsst und das Knistern der Blätter als hoch sinnliche Musik empfindet, ist so sensibel, dass er die herzlosen Scharen nicht aushält. Sich wegdrängen lässt und eine Karriere fahren lässt. Als Lehrer ist es Aufgabe die sensiblen, kreativen, offenen und tiefgründigen Seelen zu schützen und zu motivieren. Die egomanischen Wichtigtuer hingegen aber ganz klar in den Senkel zu stellen.
Der akademichen Welt sind die mutigen und kreativen Querdenker von einst abhanden gekommen, stromlinienförmige Schnorrer, seelenlose Marktschreier, karrierengeile (publikationswütige) Egomanen sind den alten Dozenten, denen die Studenten und der Inhalt der Lehre noch wichtig war, gewichen. Das ist eine ganz scheussliche Entwicklung an den Hochschulen. Die Lehrstühle der Hochschulen sind politisch besetzt und von der Privatwirtschaft gesteuert. Die reine unabhängige, ungehinderte Lehre wird immer mehr an den Rand gedrückt. Events, Publikationen, Nobelpreise und andere Oberflächlichkeite sind wichtig, die Grundlagen werden mehr schlecht als recht weitergegeben. Der akademische Star wird gefeiert, erbärmlich ist in meinen Augen eine Welt die sowas zulässt.

Vielen die aus Liebe lernen und auch lehren möchten vergeht, ob all der pseudoakademischen Geckerei und dem hohlen Standesdünkel, den dummen diplomierten Sprücheklopfern, die Freude und die Lust. Wie Rilkes Panther hocken sie hinter Gitterstäben und lassen all die Dr. Vasellas, Blochers, Spuhler, T. Bohrer und andere Dres Fausti ihren Teufelsreigen tanzen.
Ruhig und undekoriert tun sie ihr Tageswerk, ihre Genialität nehmen in stiller Bescheidenheit mit ins Grab. Dagegen muss die Schule auf allen Stufen etwas tun.


Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe



so müd geworden, daß er nichts mehr hält.


Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe


und hinter tausend Stäben keine Welt.






Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,


der sich im allerkleinsten Kreise dreht,


ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,


in der betäubt ein großer Wille steht.






Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille


sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,


geht durch der Glieder angespannte Stille –


und hört im Herzen auf zu sein.



ES MUSS AUFGABE DER SCHULE SEIN.
1: Die Grundlagen zu lehren.
2: Möglichst, jene zu motivieren, welche Spass und Freude an der Sache zu haben.
.
 L isola ch non c e existiert in unserem Kopf. Wir können alles aus dieser Insel schöpfen, was wir wollen. Wir müssen  uns aber dazu die Grundlagen der abstrakten Verständigung aneignen. Die Schule ist der Schlüssel dazu, und wenn sie uns nebst dieser Basis auch noch Hoffnung und Zuversicht mit gibt, dann kommt es gut, dann können wir unser Leben mit Freude in Angriff nehmen.

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