Zum Haus der gerechten Hoffnung

Zum Haus der gerechten Hoffnung.

Zum Haus der gerechen Hoffnun

Zum Haus der gerechen Hoffnun

Donnerstag, 8. Juli 2010

Un Voyage fait pour Amal et Odin, avec amour.

In kühnen  Bogen schlängelt sich die Passstrasse den wilden Hängen entlangt.




Stolz gezahnte Felsenbänder schützen, wenn die Lüftrichtung gut gesonnen, vor Wind. Wenn der Sylphengeist aber übel will, werden sie, weil  oft parallel gelegen, ganz im Gegenteil zum eisig, streng beissenden, alpinen Windkanal. Der Schein trügt, es gibt keine Sicherheit in der Natur, aber erhabene Schönheit.




Nach mehr oder wenier mühsamen und kräftezehrenden Austieg wird man reichlich belohnt. Man staunt nicht nur der Aussicht wegen. Die Luft ist dünner, der Boden so kar und noch vor kurzem lag der Schnee oft meterdick. Und doch schiesst eine Pracht aus gerade diesem unwirklichen Boden, dass es einem die Sinne nur so durcheinander wirbelt. Die Natur hegt Hoffnung in Zeiten, wo der Mensch schon lange aufgegeben hätte.


Die Rose der Alpene reckt und streckt sich mit Leichtigkeit empor, als seien ein grimmiger acht Monate dauernder Winter ein Hauch von Nichts. Welch Hoffnung da keimt, mit Wonne zu schaun, hat überdauert die Nacht und Starre der dunklen Zeit.

Ach und da schau her, ein Stern sogar, vom klaren Winterhimmel gefallen, durch den Schnee geschmolzen im Alpenfrühling wieder auferstanden. Sieht höllisch gut aus, weil vom Himmel gefallen?


Nektar ist ein göttliches Gesöff, auch für Schmeissfliegen, welche auf Margritilis stehen.


Da reitet ein Teufel gar den Fels? Wenn man dem Namen der blauen Pflanze traut, so müssen die blauen satanische Krallen sein.


Mein Kopf wird ob dem Namen heiss, muss mal wieder in die Ferne gucken, mir ist nach Abkühlung und Entschwefelung. Es braust und zischt verdächtig frisch, ich heb das Haupt und gönne mir eine optische Bergdusche. Trübe Gedanken, Angst und Schweiss sind weggespült, der Geist erquickt und frisch voll Tatendrang, dank herrlichem Bergquell.






Und geht man näher ran und sieht die einzelnen Tropfen wild tanzen, so wird einem bewusst wie lebendig Wasser ist. Es spendet nicht bloss Leben es ist bereits Leben. Jedes Sein ist in Bewegung. Jedes Sein besteht aus immer wieder teilbaren Untereinheiten. Verückt, was in so einem Schluck Wasser alles steckt.




Woher kommt das Kühle, wenn doch die Sonne scheint. Noch höher schweifen meine Augen, bis mir der Atem stockt. Da der weisse thronende Riese, träg-gefroren, kaum in Bewegung, ein Gletscher halt.




Muss wieder runter ins Tal, nach Hause gehn.



Hab Dank liebe Schöpfung für diesen Tag und dass ich hinter jedem Ding einen Engel gesehn.

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