Zum Haus der gerechten Hoffnung

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Dienstag, 26. Oktober 2010

Don Delillo "The names"



Danke Don Delillo. The names ist ein fantastisches Buch. Es zeigt auf, für was man die Sprache brauchen kann. Es zeigt die Gefahr der Sprache. Die List, Manipulationsfähigkeit, Witz, Urteilsfähigkeit, Selbstfindungsfähigkeit, Selbstaufgabefähigkeit, Erotik, Aggressivität, Präzision der Sprache. Es zeigt die verbalen Grenzen des Individuums und der Gruppe. Es spricht von Mann und Frau, ohne zu verallgemeinern.
Und am Schluss bricht der Schamane durch und merkt, dass die Sprache ein grosser Hemmschuh ist. Und dass das Mit-dem-Herz-sehen, denken und auch sprechen sehr angsteiflössend sein kann.
Es zeigt auch, wie die Unfähigkeit zu kommunizieren zu einem Alptraum werden kann.

Sprache ist heimtückisch und es ist schön, dass ein Schriftsteller dies derart eindrücklich zugibt, ohne sich dabei selber aufzugeben oder zu verleugnen.

De Lillo sollte von jedem US-Politiker gelesen werden, nein von allen Weltpolitikern. Die meisten würden aber wahrscheinlich nicht über den Titel des Buches hinauskommen. Denn man lässt sich ja nur mit dem Cover photographieren, weshalb sollte man also den Inhalt kennen.

Danke nochmals Don Delillo.
ISBN 978-0-330-29751-6
Picador UK (Kent)

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