Zum Haus der gerechten Hoffnung

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Sonntag, 17. Oktober 2010

Sammelklagen

Hallo Odin


Peter Kurer ist Wirtschaftsjurist und verantwortlich für sehr viele Fusionen. Er hat in den 90er Jahren die rechtliche Basis gelegt, dass der Bankverein und die Bankgesellschaft fusionieren konnten (mussten Christophe Blocher und Ebner wollten das so). Zur grössten schweizer Bank der UBS. Zusammen mit Marcel Ospel hatte man Anfangs 2000 die absolut fatale Idee aus der UBS die weltweit grösste Investmentbank machen. Wir sind 8 Millionen Schweizer, lieber Odin und die studierten Juristen und Oeconomen muteten unserem kleinen Land die weltweit grösste Investmentbank zu. Das ist nicht nur grössenwahnsinniges Verhalten, sondern auch ein sehr gefährliches Unterfangen für unser Land. Niemand von diesen Herren hat daran gedacht was mit der Schweiz (uns Bürgern) geschehen würde, wenn die UBS einknicken würde?
Wer den Markt in den USA auch nur ganz leicht studierte, hat leicht voraussehen können, was für Risiken in den aufgeblähten Börsen und Immobilienmärken verborgen lagen. In mehreren mails habe ich 2005 und 06 bürgerlichen Parlamentarieren und Bundesräten geschrieben, dass eine grosse Wirtschaftskrise auf uns zukommen werden. Dass der Dollar und der Euro schwächeln werden, weil die westlichen Wirtschaftsländer ihre Risiken und spekulativen Geschäfte nur noch mit marginal kleinen realen Gegenwerten gedeckt hätten. Ich sagte damals, der Dollar und auch der Euro sei schon stei einigen Jahren das Papier nicht mehr wert und dass irgendwann mal ganz schnell der Stecker rausgezogen werden würde und dann jeder, der in Spekulationen verwickelt sei enorme Vermögensverluste wegstecken müsste. Ich dachte dabei an unsere Grossbanken aber vielmehr auch an Pensionskassen, Versicherungen, die sogenannten institutionalisierten Anleger. Jene Institutionen, welche unser AHV und Psensionkassengeld gewinnbringend?? anzulegen haben.

Ich wurde nicht jedoch, wahrscheinlich bewusst, nicht ernst genommen. Die Bombe ging dann hoch. Als bekannt wurde, wie grobfahrlässig einseitig die UBS in den US-Immobilienmarkt investiert hatten und sich in der UBS Gechäftsleitung niemand der Risiken bewusst war, schäumte ich vor Wut. Ich bin Laie und habe wenig Zeit mich mit Wirtschaftsproblemen zu beschäftigen. Und die Vollprofis haben in der Zeit, in der man die grösste Krise der Nachkriegszeit hat auf uns zurollen sehen können ( ich tat es ja als Laie auch), ein Hedgefondcasino eröffnet, wie du dem Dokfilm entnehmen kannst. Statt zu kontrolliern haben die intelligentesten UBS-Köpfe also ein eigenes HEDGEFONDSPEILCASINO eingerichtet.
Nach einigen Lügengeschichten von Marcel Ospel, der behauptete die UBS sei auf Kurs, kam dann bald die ganze Wahrheit ans Tageslicht. Und wir alle, lieber Odin, mussten in Form des schweizer Staatenbundes für die Risiken der UBS voll bürgen. 60 Milliarden wurden in das UBS Fiasko vom Staat investiert. Ich habe mich damals grün und blau geärgert und Doris Leuthard, welche Bundesrätin war, in fetten Lettern wiederholt via Christophe Darbellay ausrichten lassen, dass man nun gegen den Druck der USA standhaft sein solle. Man dürfe keine Kundendossiers aushändigen. Man dürfe auch keinen Vergleich akzeptieren. Wenn Ospel, Kurer, Wulfli, und auch die VR Peter Spuhler u.a. versagt haben, dann sollen sie vor Gericht  und für ihre grobfahrlässigen Handlungen und die mangelnde Aufsichtspflicht verurteilt werden. Gedlstrafen sind in meinen Augen für solche Leute nicht ausreichend, ich hätte erheblich Freiheitsstrafen erwartet.  Es kann nicht sein, dass einige wenige Menschen sich auf Kosten von Millionen von Menschen derart bereichern und keine Verantwortung übernehmen.
Lieber Odin ich habe mir bloss die Finger wundgeschrieben. Die Dossiers wurden herausgegeben, der Vergleich unterzeichnet. OSPEL, KURER, ROHNER und PETER SPUHLER kamen nicht vor Gericht. Wulfli ist ein unbeholfener CEO, der irgndwie in diesem Theater mitspielt, vielleicht nicht so berechnend wie Ospel, Kurer und Spuhler, aber er spielt eben trotzdem mit als CEO der ersten Stunde.

Hier habe ich für Dich einen guten Dokumentarfilm des sfr





Wenn man sich diese, erlaube mir die Wortwahl, Schweinerei vor Augen führt, dann ist es absolut nicht verständlich, dass der Bund auf eine Klage gegen die ehemalige UBS Führung verzichtet.
Bundespräsidentin Doris Leuthard liess verkünden, dass es ja immer noch die Möglichkeit von Sammeklagen gäbe.
Da hat die studierte Juristein und Bundespräsidentin aber ganz schon neben den Topf der Gerechtigkeit gereckt. Es gibt nämlich im schweizer Gesetz die Möglichkeit der Sammelklagen gar nicht.
Und zudem sind Sammelklagen etwa so dekadent anrüchig wie es Hedge Fonds auch sind. Uns ist der grässliche "STARjurist" Ed Fegan noch sehr gut bekannt, welcher Sammelklagen wegen nachrichtenlosen Vermögen von Holocoust Ueberlebenden und deren Nachkommen gegen die schweizer Banken einleitete. Sammelklagen sind juristisch-ethisch äusserst bedenklich. Denn immer enden sie in einem aussergerichtlichen Vergleich. Bei Sammelklagen geht es nicht um ein Urteil (Verurteilen des Schuldigen), sondern um das Feilschen um Geld. Der einzelne Kläger ist bloss eine Nummer und wird nicht angehört. Jeder einzelne Kläger muss aber dem Anwalt ein Honorar bezahlen. Der Anwalt vertritt also tausende von Klägerm gleichzeitig. Er erhält von jedem einzelnen Kläger ein grosses Honorar, muss sich aber nur um einen einzigen Fall kümmern. Er kann also mit einem Fall Millionen von Franken verdienen.  Ja, wenn er den Fall verliert erhält er das Geld trotzdem. Sammelklagen sind ein faules, stinkendes Advocatenspiel und haben gar nichts mit Gerechtigkeit zu tun.
 Natürlich richtet sich die Sammelklage immer gegen einen Konzern, somit ist man sicher, dass viel Geld zu holen ist. Und jene die Fehler begannen haben (die CEOS) , werden nie bestraft, sondern lassen ihren Fehler von den Aktionären ihres Konzerns bezahlen.
 Sammelklagen Doris Leuthard stinken nach Schwefel und haben nichts mit juristischer Ethik und Moral zu tun. Wer sich dafür als Jurist einsetzt, gibt zu dass er eine Hure des Geldes ist und nicht wirklich an der Juristerei interessiert ist.

Ich poste hier eine kleine Videosequenz, welche Kurer (Pilot), Ospel (Coplilot) und Wulfli und Rohner als Blindenhund ganz schön darstellt. Peter Spuhler und die anderen VR sind auf der Toilette, denn sie spielen im Cocpit gar keine Rolle.



Schau Dir den Doku an und urteile selber, ob der Bund nicht doch die Herren Ospel, Kurer, Wulfli, Rohner, Spuhler zur Verantwortung ziehen müsste.

Alles Gute

simorre

Hier siehst Du wie widerlich Christophe Blocher und Martin Ebner den Bankverein zerschlagen haben und Marcel Ospel als Hampelmann aufgebaut.

Die Konstrukteure der Krise sind Martin Ebner, Christophe Blocher, Marcel Ospel und Peter Kurer.




Von Rachel Vogt

Heute fordert Christoph Blocher die staatliche Kontrolle der UBS. Dabei ist er mit Kompagnon Martin Ebner Hauptschuldiger am Debakel.
Ist es späte Einsicht? Oder schneller Populismus? Christoph Blocher stellt das SVP-Parteiprogramm auf den Kopf. Er will eine Begrenzung der Boni und eine Staatsvertretung im Verwaltungsrat der UBS. Dabei war Blocher, Unternehmer, Milliardär, Exbundesrat, selbst Pionier im Kampf für einen unregulierten Markt und einen schwachen Staat.

«Robin Hood der Kleinaktionäre»

Rückblende in die neunziger Jahre, eine grosse Zeit für Christoph Blocher und seinen langjährigen Freund und Geschäftspartner Martin Ebner. Beide hatten bereits einige Jahre zuvor ihre Unternehmen gegründet beziehungsweise übernommen: Ebner die BZ Bank, die Blochers Hausbank wurde. Blocher die Ems-Chemie. Und beide wollten mehr.
Ebner hatte in den USA studiert und von dort den Traum mitgenommen, sehr schnell zu sehr viel Geld zu kommen. Und er hatte bei den angelsächsischen Investmentbanken ein neues Finanz­instrument kennengelernt - die riskan­ten und lukrativen Derivate - ­sowie das System, sich mit fremdem Geld in solide, aber etwas träge Unternehmen einzukaufen, vom Management einen Umbau der Firma und höhere Renditen zu fordern und die Aktienpakete danach bei steigenden Kursen wieder zu verkaufen. Er importierte einen Schlachtruf, der die Schweiz mehr als ein Jahrzehnt prägen sollte: Shareholder-Value. Grösstmöglicher Gewinn für Aktionär­Innen. Eine hohe Eigenkapitalrendite, also viel Gewinn pro eingesetztes Kapital, ist die grosse Verheissung. Es gibt keine unanständigen Gewinne mehr - nur unanständig niedrige.
Martin Ebner, der blonde, blasse, kühle Aussenseiter, wollte seine ­Vision nicht irgendwo umsetzen, sondern bei der mächtigsten Bank des Landes, der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG). Sie wollte er entern. Ebner kaufte mit Blochers Hilfe im grossen Stil Aktien auf, Ende 1993 besass er knapp zehn Prozent sämtlicher SBG-Aktien. Als er zum gewichtigsten Grossaktionär geworden war, startete er einen verbissenen Kampf, der drei Jahre dauern sollte. Er warf dem Management Misswirtschaft, Unfähigkeit und Betrug an den Aktionär­Innen vor. Er forderte einen kleineren Verwaltungsrats Eine Steigerung der Effizienz. Eine Maximierung des Gewinns. Den Umbau der traditionellen Universalbank in eine Investmentbank. Er nannte all das die «Revolution der Eigentümer», sich selbst sah er als «Robin Hood der Kleinaktionäre».
Die SBG unter dem damaligen Präsidenten Nikolaus Senn wehrte sich zäh. Sie hatte viel zu verlieren: das Kleinkundengeschäft, Eigenkapital, Stabilität, die Kontrolle und Tausende von Angestellten. Ebner erwartete eine Eigenkapitalrendite von 15 bis 20 Prozent - die Grossbank wies zu jener Zeit gerade mal 7,5 Prozent aus. Kaum ein Schweizer Unternehmen erreichte zu jener Zeit eine höhere Quote. Senn warf Ebners Freund Blocher, der mehrere Jahre im Verwaltungsrat gesessen hatte, raus und konnte sich schliesslich bei den AktionärInnen knapp durchsetzen. Doch die SBG war vom jahrelangen Kräftemessen und Rechtsstreit geschwächt. 1998 wurde sie fast kampflos von Marcel Ospels Bankverein übernommen: Die neue Bank hiess UBS. Ebner verdiente dabei Hunderte von Millionen Franken.
Bei der Fusion gingen weltweit 13 000 Stellen verloren, allein in der Schweiz 7000. «Lange galt es als chic, möglichst viele Mitarbeiter zu haben. Die Fusion ist die schmerzhafte Korrektur, aber für alle Mitarbeiter der beiden Banken wohl der beste Weg», kommentierte Christoph Blocher von aussen. Es sei der «sozialste Führungsstil», gegenüber Mitarbeitenden «offen und ehrlich» zu sein - er meinte damit die Tatsache, dass die Entlassungen kurz vor Weihnachten ausgesprochen wurden.
Ebner selbst blieb ein Aussenseiter - nur die beiden Unternehmer und SVP-Grössen Christoph Blocher und Walter Frey bekannten sich öffentlich zu ihm. Seine Unternehmensphilosophie aber war salonfähig geworden.
Der damalige Bankverein-Finanzchef und spätere UBS-Konzernchef Peter Wuffli etwa erklärte kurz vor der ­Fusion, im Jahr 2002 werde man eine Ei­gen­kapitalrendite von sagenhaften zwanzig Prozent erreichen. Und Blocher sagte, es sei wirklich ein Fehler gewesen, dass Bankverein und Bankgesellschaft «zu wenig Gewinn erwirtschafteten». Weiter: «Die Aufgabe eines Unternehmens ist es, genügend Eigenkapitalrendite zu erwirtschaften.»
Plötzlich waren alle begeistert, alle wollten sofort höhere Renditen: Pensionskassen, Manager, die Finanzpresse, die KleinanlegerInnen. «Das einzige Risiko beim Aktiensparen», sagte Ebner, «ist, nicht dabei zu sein.» Das Eigenkapital wurde runter-, das Fremdkapital raufgefahren. Das Spiel wurde richtig gross. Die Unternehmen, die in den achtziger Jahren in die Breite gewachsen waren, wurden aggressiv umgestaltet: Sie wurden auseinandergenommen, Unrentables wurde verkauft, anderes mittels aufgelöster stiller Reserven fusioniert. Jetzt waren die Unternehmen wie Hochleistungssportler: leistungsstark - und extrem anfällig.

Kantonsvermögen an die Börse

Allen voran verbreiteten Blocher und Ebner während der neunziger Jahre Angst und Schrecken bei den Schweizer Unternehmen. Sie übernahmen gemeinsam Firmen, sie sassen in den gleichen Verwaltungsräten, predigten den Shareholder-Value. Sie zwangen die ABB dazu, massiv Eigenkapital und Arbeitsplätze abzubauen. Alusuisse wurde ins Ausland verkauft. Auch Sandoz, Roche, Rieter, die Winterthur- und Bâloise-Versicherungen, die Credit Suisse gerieten unter Druck. Blocher und Ebner griffen auch den Staat an: Sie wollten die AHV privatisieren und an die Börse bringen. Von seinem Wohnkanton Schwyz forderte Ebner, das Kantonsvermögen in Aktien anzulegen.



Der Schweizer Finanz- und Industrieplatz wurde vollkommen umgebaut. Nicht nur bei den Banken setzten sich Ebners Ideen durch. Sondern überhaupt bei den Unternehmen. Sie richteten ihren Blick nun nicht mehr in erster Linie auf ihr Kerngeschäft, sondern auf die Börse - aus börsenkotierten Unternehmen wurden eigentliche Finanzinstitute. Sie leerten ihre Schatztruhen und wurden selbst zu Playern in der weltweiten Hochfinanz. Bei Blochers Ems-Chemie etwa machten die Erträge aus Börsengeschäften zeitweise mehr als die Hälfe des Gewinns aus. Die NZZ nannte die Ems-Chemie damals «eine Art Investmentfonds».



Doch die neue Strategie hatte verheerende Folgen: Die Blase wuchs, weil immer mehr Geld möglichst profitabel und damit risikoreich angelegt wurde. Der Finanzplatz war längst nicht mehr trennbar von der Realwirtschaft. Als die Finanzblase 2002 platzte, verloren viele Unternehmen über die Hälfte an Wert. Tausende Arbeitsplätze ver­schwan­den, bei Zehntausenden von Kleinanleger­Innen und bei den Pensions­kassen wurden Milliarden vernichtet.



Das Ende einer Freundschaft



Mit ihnen ging ihr «Robin Hood» unter: Ebner verlor sein gigantisches Vermögen und seine Macht. Nur Chris­toph Blocher hatte sich mit seinen Milliardengewinnen rechtzeitig vom Börsenhype verabschiedet. Mit 200 Millionen Franken musste er Martin Ebner retten, mit dem er einst reich geworden war (Blocher kassierte beispielsweise in fünf Jahren knapp zwanzig Millionen Franken für ein paar Verwaltungsratssitzungen in Ebners Anlagevehikel Pharma-Holding). Danach waren die beiden nicht mehr befreundet.



Trotz des Crashs von 2002 blieb das System unverändert: Die tiefen Eigenmittel blieben, der Zwang zu hohen Renditen, die enorme Verschuldung. Als letzten Herbst die aktuelle Krise ausbrach, hatte die UBS auf 100 Franken Bilanzsumme gerade mal 2 Franken 10 Rappen Eigenmittel. Das bedeutet: Bei einem Verlust von nur zwei Prozent war die Bank faktisch bankrott. Sie musste vom Staat gerettet werden. Gewinne privatisieren und Kosten auf den Staat überwälzen, das war das Programm von Martin Ebner und Christoph Blocher. «Wenn der Staat sich in die Wirtschaft einmischt», sagte Blocher vor rund zehn Jahren, «gibt es bald nur noch arme Leute.» Arm werden Leute aber, das zeigt die Krise nun, wegen des Wirtschaftssystems, das Blocher mitkonstruierte.


Ja wenn man ganz tief in der Spiegel unserer Gesellschaft schaut kommt man sich ausgenutzt und besudelt vor. So sehe ich dese Herren CEOS und Verwaltungsräte beängstigend nahe bei der Vision des alten Goethe.



und man darf sich auch nicht wundern, wenn da und dort ein Kämpfer aufersteht, der alleine durch die öden Landen zieht.



Zum Schluss sei Dir noch gesagt, lieber Odin

man soll es und darf es nicht überziehen. Böses mit Bösem zu vergelten ist schlimmer als das Böse allein, deshablb gilt bescheiden und besonnen zu sein.

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