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Montag, 21. Februar 2011

Byzanz und die Germanenreiche Teil IV

Hallo Odin


Habe eben gerade volgende Headline im zürcher Tagesanzeiger gelesen.

Rüstungskonzerne legen trotz Finanzkrise zu


401 Milliarden Dollar Umsatz erzielten die 100 grössten Hersteller 2009. Das entspricht einem Plus von acht Prozent.
Seit dem 11. September 2001 musste die Rüstungsindustrie keine Rückschläge mehr in Kauf nehmen.

Wenn man in Geschichte herumwühlt, sollte man diese Headline immer in Hinterkopf behalten. Seit es das grosse internationale Bankengeschäft gibt, ist Krieg die beste Methode um grosse Umsätze für Kreditinstitute zu generieren. Banken leben von verbrannter Erde! Rüstungsindustrie-Wiederaufbauindustrie-Bodenschatzausbeutungsindustrie-billigst Produktionsindustrie und Banken geben sich im Krieg und nach dem Krieg die Klinke. Meist sind Kriegstreiber, Geschäftemacher und Friedensstifter dieselben Personengruppen. Der Reigen der liberalen Lichtträger, kennt keine Grenzen. Freiheit-Brüderlichkeit-Gleichheit ist zynische Bauernfängerei, die Realität ist Gewinne generieren auf Kosten der tumben (nicht erleuchteten) Masse. Prometheus (Luzifer) gibt das Licht nur den Seinen (33. Grad)


Nun aber zurück zu Jutstinian, der seinen verbündedten Germanen Theoderich im Westen verlor und plötzlich wieder ganz alleine sein Ostrom zu verteidigen hatte. Eine Aufgabe um die man ihn, nicht beneiden konnte. Zenon war die lateinische Welt näher als die bytantinisch-griechische. Umsomehr schmerzte es ihn, sein Westrom an die Germanen abtreten zu müssen. Der Hass auf das Barbarenvolk wird bleiben, Ostrom wird immer wieder Uebergriffe auf Weströmische Territorien machen (Süditalien, Trieste, Ravenna etc).





Justinian musste sich vor allem um die Ostgrenze gegen die "Perser" kümmern. Denn die Sassinidenkönige griffen immer wieder oströmische Städte an. Als sogar Antiochia von Chrosau (Sassinidenkönig) eingenommen war, war blutete das Herz Ostroms erneut stark, denn Antiochia war eine der ganz wichtigen kulturellen und wirtschaftlichen Städte Ostroms.
Die Sassaniden unter Chrosau schafften ein Bündnis mit den im Norden gelegenen Türken und konnten ihren Einfluss auf der arabischen Halbinsel ausweiten bis hinunter in den Yemen. Arabische Kriegersöldner standen sowohl im Dienst Ostroms als auch der Sassiniden. Chorsau verschaffte sich einen Vorsprung im Umgang mit den Arabern. Ostrom hatte im Gegenzug auch Germanen als gute Kriegssöldner, aber eben auch Spannungen mit den sich in Westrom niederlassenden Germanenstämmen. Die Perser hingegen haben sich mit den Arabern sehr eng verbinden können. Ostrom stand isolierte zwischen dem persisch-arabischen riesen Reich und den diversen Germanenreichen (Westgoten (Spanien), Burgunder (Burgund), Franken, Langobarden, Ostgoten). Ostrom, die kulturelle Hochburg der Zeit war unter Dauerbeschuss.




Persien war in mancherlei Hinsicht eine kulturelle Bereicherung für Europa. So hat man in Architektur (Fensterbau) Manufaktur, Medizin, Astronomie, Philosophie viel von den Persern lernen können. Baghdad gehörte etwa zum Perserreich. In Bgadhdad gab es die grössten Bibliotheken und Schulen der Zeit. Gelehrte Menschen aus dem ganzen Orient zog die Stadt Baghdad magnetisch an. Baghdad war eine offene multikulturelle Stadt.
Ostrom konnte von diesem Einfluss profitieren, musste sich aber gleichzeitig vor der Angriffslust der Perser schützen. Der Islam bestand noch nicht, es herrschte das Zoroasthertum, eine interessante Religion. Leider wurde auch diese Religion (wie die meisten Religionen) misbraucht um Andersgläubigen den Krieg zu erklären. Wie die Arianer (Westrom) gegen die Katholiken aufmarschierten, meinten die Zoroasther die Christen und Juden verfolgen zu müssen.  Schade, dass gerade die spirituelle Ansichten Menschen dazu bringen gegeneinander Krieg zu führen. Im Kern (Ziel) jeder glaubwürdigen Religion ist die transzendentale Jenseitserfahrung (Mysthik). In diesem Kern müssen sich logischerweise alle Religionen gleich sein? Wer Hass und Krieg predigt, ist Lichtjahre von diesem Kern entfernt.



Einige Impressionen:






 
 
So nun aber schleunigst zurück zu den Germanen in Westrom.
 
Justinian erklärte dem Vandalenreich den Krieg. Mit einer grossen Flotte zog er gegen den Vandalen Gelimer. Karthago und das Vandalenreich fielen 533n.Ch. Gelimer wurde nach Konstantinopel gebracht und nach römischer Sitte dem Volk vorgeführt. In einem Triumpfzug zogen die siegreichen Truppen durch Konstantinopel und das Volk bespuckte den geschlagenen Germanenkönig.
Justinian setzte in der Provinz Africa einen römischen Präfekten ein und erklärte sich als Sieger über alle Germanen. Der Traum vom neu erstarkten römischen Imperium schien Realität zu werden. In der berühmten Gesetzessamllung, dem Codex justinianus, sammelte Justinian die römischen Gesetze. Sie sollten die Basis bleiben bis weit übers Mittelalter hinaus für die moderne Gesetzesgebung. Selbst in dieser Sammlung rühmt er sich als Sieger über die Germanenstämme.
 
Nun zog Justinian ab 534n.Ch auch gegen die Goten los, ermutigt durch den Sieg gegen die Vandalen. Justinian hatte mehrere fähige Generäle. Diese fielen in Italien ein und kämpften gegen die Ostgoten während mehreren Jahren. Schlussendlich wurden die Ostgoten besiegt und die oströmischen Generäle regierten Italien als oströmische Provinz. Auch gegen die Westgoten in Spanien war Ostrom erfolgreich und eroberte sich grosse Teile zurück. Gleichzeitigt musste Justinian aber die einfallenden Slawen (Bulgaren) und Sassaniden abwehren.
 
Als aber kaiser Justinian starb, kam es in Italien es sogleich wieder zu Kriegen, denn die besiegten Germanen (insbesondere Langobarden) ruhten nicht. Die im Nordosten des ehemaligen römischen Reiches an der Donau angesiedelten Langobarden marschierten ins eben erst durch die Oströmer eroberten Italien ein. Die Bevölkerung Italiens war nach all den Kriegsjahren ausgehungert und leistete kaum Widerstand. Vom Glanz des alten Roms war nichts mehr übrig. Die Langobarden eroberten Rom. Alboins (Langobardenkönig) erste Frau war eine Schwester des Frankenkönigs.  Der Langobardenkönig Alboin soll von seiner zweiten Frau ermordet worden sein.
 
 
 
Nach dem Tod Alboins teilte sich Italien in drei Teile. In den nördlichen langobardischen Teil einen mittleren Teil mit mehreren Herzogtümmern und einen südlichen byzantinisch dominierten Teil.
 


Westrom war erneut unter barbarisch-germanischer Dominanz und Ostrom nach dem Tod Justinians geschwächt. Persien hingegen mauserte sich zu einer stabilen Grossmacht, welche es verstand die arabischen Berberstämme für ihre Politik einzuspannen.

Um Dir die kulturelle Grösse Persiens näher zu bringen, habe ich Dir ein persisches Epos gepostet. Persien (der Iran) war und ist immer noch eine Wiege der menschlichen Kultur. Lass Dich von den arabischen Buchstaben nicht abschrecken, die Sprache Persiens (Farsi) wird auch heute noch mit arabischen Buchstaben geschrieben. Farsi ist aber keine semitische, sondern eine indogermanische Sprache. Die wahre Krippe der menschlichen Kultur ist nicht Mesopotamien (der grüne Halbmond, sondern wahrscheinlich Indien. Religion-Philosophie-Architektur und eben sogar die Sprache kam aus dem indischen Subkontinent.
 
simorre
 

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