Zum Haus der gerechten Hoffnung

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Donnerstag, 17. Februar 2011

Das Land der Amazigh ist nicht Ceuta und Melilla

Lieber Odin




Alle Welt schaut plötzlich mit Argusaugen auf Nordafrika und den nahen Osten. Ganze Völker erheben ihre Stimme. Europa hat Angst vor Massenimmigration. Auf Lampedusa sind bereits tausende von Tunesiern gestrandet.

Odin ich bin oft und mit offenen Augen durch Dein Berberland gestreift. Ich habe gesehen und gehört, wie sich die arabischen, spanischen und französischen Kolonialherren benommen haben. Ich habe von Freiheitskämpfern gehört, die ihr Leben für ein freies Berberland hingegeben haben. Ich habe von den Foltergefängnissen Hassn II gehört, welcher mit absoluter Legitiamtion Spaniens und Frankreichs in brutalster Manier gegen das eigene Volk vorgegangen ist. Ich  habe gehört und gesehen, dass Dein Berberland bewusst vernächlässigt wurde. Dass es weder Schulen noch Wasser noch Elektrizität noch Arbeitsplätze gegeben hat. Ich habe gehört wie die arabische Bevölkerung die Berber als zweitklassige Menschen behandelt, vor allem misshandelt hat.  Ich habe gehört wie alle Berbertraditionen aufgegeben werden mussten und statt Schulen Moscheen,  statt Lehrer Imame auch in entlegene Bergdörfer geschickt wurden. Wie die Berbersprache und das Alphabet verboten wurden und die arabische Sprache und das orientale Alphabet der Landbevölkerung aufgezwungen wurde.

Ich habe erlebt, wie die heutigen Berber trotz grausamster Geschichte heute einen moderaten stillen Islamismus akzeptieren und hoch religiös ihr einfaches Leben akzeptieren. Ich spreche von den Berbern in den Bergdörfern nicht von den arabisierten Zentren wie Nador.
 Ich habe erlebt, gehört und gesehen, wie tausende junger Berbermännrt und auch Frauen auf den Feldern Europas unter miserablen Bedingungen ausgenutzt wurden. Ich habe erlebt wie Italien und Spanien mit den Arbeitern umgegangen ist. Ich habe die elenden Zeltsiedlungen an den Rändenr der grossen andalusischen und calabrischen Mafiaplantagen gesehen. Ich habe gesehen, dass es da keine Sanitäre Einrichtungen, kein Wasser, keine Elektrizität einfach gar nichts gibt. Ich habe gesehen, dass nordafrikanier mit Versprechungen auf einen grossen Lohn geködert wurden und dann ohne Papiere für fast Nichts die dreckigsten, mühsamsten Arbeiten verrichten mussten. Die sexuelle Ausbeutung kommt zum üblichen Terror noch dazu.

 Wenn Du im Grenzbereich Oujda-Algerien die Geschichten der vergewaltigten Frauen hörst, welche von Schlepperbanden quer durch Afrika gezerrt wurden, mit dem Versprechen, dass sie in Europa eine gute Arbeit erhalten werden, dann sträuben sich dir alle Haare im Nacken.

Wie kann ein Volk, dass derartige Ungerechtigkeiten täglich erlebt ruhig bleiben? Bei uns, lieber Odin, springt jeder zweite wegen Banalitäten zum Psychiater, oder holt sich einen Anwalt. In Deinem Heimatland haben viele Menschen keine wirklichen Rechte und gehen trotzdem in stoischer Anmut durch den harten Alltag. Die Polizei hüben und drüben (Marokko-Algerien-Spanien-Italien) weiss, dass es viele rechtlose Menschen gibt und sie benehmen sich dementsprechend primitiv. Bungabunga Partys der Politiker-Polizisten etc sind leider keine Seltenheit, man könnte kotzen vor Wut.

 Ich habe aber auch die Hoffnung gesehen, welche Mohammed VI insbesondere dem Rif geschenkt hat. Ich habe gesehen, dass die letzten 15 Jahre in Strassen, Stromversorgung und Schulen investiert wurde. Ich weiss aber, dass gerade das Problem der Wasserversorgung noch nicht gelöst ist. Ich habe gehört, dass Mohammed VI sich selber als halber Berber bezeichnet, das ist doch schon mal ein gutes Omen.
 Gute Ansätze sind vorhanden. Ich sehe viele junge Menschen, welche sich ausbilden und weiterbilden. Ich kenne Menschen welche den Schritt ins Ausland für ein Studium gewagt haben und nach dem Studium mutig zurückkehren, um etwas aufzubauen. Das ist ganz wichtig. Denn Freiheit gibt es nur dann, wenn die Ausbildung und der Lebenstandard dem europäisch-amerikanischen angeglichen werden kann.  Ich kann es verstehen,  dass die Autokraten, welche das Volk in Nordafrika lange kurz gehalten haben und keine andere Aufgabe hatten, als die Grenzen zu Europa zu sichern, vom Sockel geholt werden. Ich kann die Wut auf die Oligarchenklasse bestehend aus Regierungsgünstlingen verstehen. Nur bringt der gewaltsame Umsturz  kaum die erhoffte Verbesserung. Denn nach einem blutigen Volkmassenwutausbruch, den wir Revolution nennen, bleibt oft, wenn der Blutrausch gestillt ist, eine gähnende Leere, Lethargie und Orientierungslosigkeit. Leider wird dieses Vakuum dann oft von genau denselben Menschen, welche bereits vor der Revolution an der Macht waren mit andrem Gesicht wieder eingenommen.
 Sanfte Wandlung ist der einzige richtige Weg, der zum Ziel führt. Sanfte Wandlung bedeutet, dass man ein persönliches, aber auch ein gesellschaftliches Ziel verfolgt und zwar langfrisitg. Ein Ziel dass es immer wieder neu zu definieren gilt und das über Generationen andauert. Ein Ziel, das man nie erreichen kann, weil es darin besteht, das persönliche und gesellschaftliche Leben immer noch besser, perfekter gestalten zu wollen. Selbstsicherheit, Aufrichtigkeit, Intelligenz, Schlagfertigkeit, sehr gute Ausbildung, Mut, Durchahltewillen, aber auch Akzeptanz und Fairness gehören in den Rucksack eines jeden, der diesen schweren Weg gehen will. Natürlich ist es einfach einen gewaltsamen Umsturz zu planen und sich während und nach dem Umsturz möglichst viel Geld und Privilegien in die eigenen Taschen scheffeln zu können. Leider bringt dies aber gar keine positive Veränderung für das Land mit sich. Und leider muss ich auch eingestehen, dass die Mehrheit der Menschen sich egoistisch und kurzsichtig benehmen, auch in Zeiten des Umstuzres. Davon darfst Du Dich aber nicht ablenken lassen. Dein Weg ist nicht der Weg der Massen, sondern Dein persönlicher Weg, für den nur Du die volle Verantwortung trägst.

Die wahre Revolution braucht Zeit. Es muss eine freie, liberale Generation heranwachsen. Eine Generation die am Aufbau einer gerechten demokratischen Gesellschaft interessiert ist. Schnellschüsse bringen gar nichts. Der Wandel Richtung Demokratie kann gerade im Maghreb gut gelingen, denn eine arbeitswillige und gut ausgebildete Jugend ist die beste Voraussetzung dazu. Es gibt schon heute fähige und gut ausgebildete maghrebinische Vorbilder in Frankreich, Belgien, Niederlanden, Deutschland, Spanien, Italien und auch der Schweiz. Diese Diaspora von Maghrebienern muss jetzt die Verantwortung übernehmen und man muss das Ziel freie demokratische Wahlen auch in Marokko, Algerien und Libyn anstreben.
Der Teufel liegt in den extremen Familienbanden resp. Mafia, welche von Spanien und Italien aus kontrolliert wird und der allgegenwärtigen Korruption.
Trotzdem, ich bin überzeugt, dass man daran arbeiten kann. Ich habe viele sehr gute Erfahrungen gemacht ausserhalb der Grossstädte des Maghrebs. Die Menschen sind arbeitssam, dankbar und offen. Man mit einem solchen Volk sehr wohl einen gesunden, toleranten, stabilen zukunfstorientierten Staat bilden. Ein Staat in dem die Kabylen, Chleuh und Araber miteinander friedlich arbeiten und uneingeschränkt die eigenen Traditionen pflegen können.

Ich habe aber auch die zwei Schandfelcken Melilla und Ceuta besucht. Ich mit meinem Pass, konnte ohne Probleme immer leicht passieren. Ich habe aber selber erlebt wie die Marokkaner wie Vieh von den spanischen Autoritäten behandelt wurden. Ich habe die billigst Arbeiter auf  Baustellen in Ceuta und Melilla gesehen. Junge Mädchen welche von Polizei und Behörde Spaniens schamlos ausgenutzt wurden.
Wie muss es einem Marokkaner die Sprache verschlagen, wenn er die Hügel Ceutas zum ersten Mal erklimmt. Er wähnt sich in einem Land wo nur Milch und Honig fliesst. Und sieht, dass genau in diesem scheinbar perfekten Land, die eigenen Landsleute aufs brutalste erniedrigt und ausgenützt werden.
Es ist schiere Provokation, welche da betreiben wird. Es ist nicht gut, dass eine Stadt wie Ceuta oder Melilla auf dem Boden Afrikas in derart provokativer Art hingklotzt ist. Diese Schandstädte stören den inneren Freiden, den maghrebinischen Frieden. Denn diesen Prunk in einem armen Land zu sehen, tut weh. Im  eigenen Land als Fremder behandelt zu werden ist noch schlimmer. Es ist nicht gut, den Spiegel der alten Kolonialherrschaft derart krass vorgehalten zu kriegen. Diese Provokation muss aufhören. Ceuta und Melilla sollten an Marokko zurückgegeben werden, sofort. Jetzt ist die Zeit sehr gut, denn Marokko ist deutlich weniger verschuldet als der europäische Falschspieler und Hochstapler Spanien. Es wäre an Spanien Melilla und Ceuta abzutreten, denn sie können die beiden Städte gar nicht mehr finanzieren.






Ab del Kader ist eine Legende, man kann sie gut oder schlecht finden. Sie steht aber für das Einstehen für Freiheit und Unabhängigkeit und der Beibehaltung von Würde und Stolz.

 Die Erniedrigung, welche gerade die Berber in den letzten Jahrhunderten erdulden mussten war unglaublich. Ich erinnere an die plündernden und vergewaltigenden Kolonialheere Frankreichs und Spaniens, welche viele Berber immer wieder in Hungersnöte und Krankheit trieb. Ein freier Maghreb, welcher den Berbern ihre Sprache und Traditionen lässt und den Kindern echte Zukunftsaussichten gibt, wäre sehr wünschenswert und sollte von den ehemaligen Kolonialmächten Italien-Spanien-Frankreich auch unterstützt werden. So wie Deutschland bereits Milliarden Reparationen an Israel bezahlt hat, wäre es auch an obgenannten Staaten Wiedergutmachung für den geschändeten Maghreb zu leisten.
 Nicht Gewalt und Fanatismus sollen Motor für die Umgestaltung politischen und wirtschaftlichen Strukturen sein, sondern Toleranz und Weitsicht, getragen von der Liebe für das wunderschöne Land und die Nachkommen, welche es dereinst übernehmen werden.

Ich hoffe sehr, dass ein friedliches und freies Land der Amarzigh möglich sein wird. Von Tanger über el Hoceima bis nach Oran. Träumen darf man ja.




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Diese leidvollen Geschichten dürfen siche nicht mehr wiederholen. Es muss eine neue Zeit anbrechen, die Zeit der Rückkehr.

Alles Gute

2-Tamurt (My land)

geschreiben von Ali Akkache



This is the lament of a son for his mother country, when he sees her changed beyond recognition by kidnapers and feels forced to emigrate.

In you, there is nothing left for me

But my heart has always been yours

I feel all the problems distressing you

Your burdens have become mine,

Weighing me down

As if I carried a heavy load



Today I am breaking with you

Since you do not seem to know me

Today I am breaking with you

I have no choice left but to leave



Just as a man and a woman leave each other

I cut the ties with you my land, as a son leaving his parents

Just as brothers sometimes do

Like a tree whose roots are torn from the Earth



If I separate from you, it is only today

You yourself have ignored me since long ago

Ever since you were taken, I have lived in you as a stranger



They kidnapped you like a bride

But you never reached the house of your groom

Yesterday’s takeovers dilute us today



In you, I was born

In you, I played

In you, I fell and got up

In you, I learned to hope, and learned impatience

In you, I learned to love, and learned to hate



How full were my eyes

When you prospered

When you were the envy of all

Replete with fine palaces

How empty now my eyes, with only dreams of past glory

You are so vast, but where can I walk in you now, what place is left for me?.



What is left in you today

Is hunger and violence

Death is knocking at the door

It has already taken so many

Each day brings more graves to dig

So many, we’ve lost count



We live to see the lopping off heads

Blood is mixed with tears

The only sound is the lamentation of the old

The only sight is the swollen ranks of orphans

Hatred has taken hold of us

How can we shake off the curse?



A day will come

When ancestors will rise from their graves

They will stand together

And they will blame you



A day will come

When those who have taken you, my land

Will one day face justice



A day will come

When the heads that fell

Will face the hands that cut them off



A day will come

When the light will overcome the darkness

And shine throughout you, my land



A day will come

When from separation we will reunite



A day will come

When you will recognize me and I you



My land

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