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Samstag, 19. Februar 2011

Deutschsein Teil II

Hallo Odin

Wie im Vorblog gesagt, befinden wir uns 476 nach Christus, als der römische Kaiser Romulus Augustus vom germanischen Fürsten Odoaker geputscht wurde. D

Ein Militärputsch besiegelte das Ende Westroms, aber was für ein Militärputsch. Westrom taumelt unter dem Einfall verschiedener Germanischer Stämme und der Hunnen. Der letzte Kaiser, welcher von Zenon (oströmischer Kaiser) legitimiert wurde war sein Neffe Julius Nepos. Der Heermeister Orestes bleibt lange sehr loyal. Obwohl er mit der Machtübernahme liebäugelte, aber da stand ihm der Barbarensoldat Odoaker (Anfüher der Barbaren Soldanten in römischen Diensten) im Weg.
 Als Westgallien an die Westgoten fiel und Nepos sich der ausichtslosen Lage bewusst wurde floh er, wie stark ihn Orestes dazu gedärngt hat ist nicht sicher. Orestes musste sofort reagieren, um das Machtvakuum zu füllen. Und setzte seinen Sohn Romulus Augustus (ein Kinderkaiser 10LJ) als Nachfolger des letzten von Ostrom legitimierten Kaisers Nepos auf den Thron. Der Kindeskaiser blieb im sicheren und entfernten Ravenna und Orestes konnte anstelle des zu jungen Kaisers die volle Macht übernehmen. Die Kassen waren aber leer. Orestes konnte den germanischen Söldnern den versprochenen Lohn nicht geben und auch kein Land in Italien abtreten. Nun verweigerten die Soldaten, unter Leitung des Germanenfürsten  Odoaker den Gehorsam, es kam zur Machtübernahme durch Odoaker. Orestes floh, konnte aber in der nähe von Piacenza von den Truppen Odoakers gestellt werden. Orestes wurde von Odaker ermordet. Nun zogen die siegreichen germanischen Söldner angeführt von Odoaker nach Ravenna, um Augustulus zu entmachten. Sie fanden ihn, verschonten ihn und bezahlten sogar Geld für seinen künftigen Unterhalt. Damit wäre die germanische Sanftmut bewiesen, denn die Römer wären, hätten sie die Germanen besiegt, sicher nicht so gnädig mit ihnen umgegangen. Vielleicht war es auch nur klug, denn Romulus war der letzte römische Caesar, ab jetzt sollten Germanen in Italien die Macht übernehmen. Die Germanen taten gut daran das römische Volk nicht mehr als notwenidig reizen.

  Damit war das Ende Westroms besiegelt. Odoaker schickte die Insignien des gefallenen weströmischen Kaisers nach Konstantinopolis der Hauptstadt Ostroms, weil er sich nicht zum Kaiser krönen wollte. Odoaker wurde vor allem König der germanischen Söldner. Zenon akzeptierte Odoaker als Verwalter Italiens und Odoaker akzeptierte im Gegenzug den Machteinfluss des oströmischen Kaisers  von in Italien.



 Odoaker durfte selber Münzen prägen und Steuern und Zölle eintreiben. So kamen die Germanen bald zu viel Geld. Klugerweise übernahm Odoaker auch römisches Recht und beliess die römische Verwaltung. Als König vergab er völlig verarmten germanischen Söldnersoldaten Land. Viele liessen sich in Italien nieder und kehrten nicht über die Alpen nach Hause zurück.
Von den Vandalen übernahm er Sizilien, ohne Krieg zu führen. Darauf besetzte er die dalmatinische Küste (heute Kroatien früher KK-Monarchie, denn wer einmal Blut geleckt hat, kann das trinken kaum lassen. Kaiser Zeno war zornig ob der unrechtmässigen Besetzung Dalmatiens. Er hetzte deswegen die Ostgoten gegen Odoaker auf. Odoaker machte darauf demonstrativ seinen Sohn zum Gegenkaiser (weströmischen Kaiser). Mit dem König der Ostgoten (Theoderich) erreichte er einen Vergleich. 
Doch bereits wenige Tage nach Unterzeichnung des Vergleichs wurde Odoaker von Theoderich ermordet. Weshalb wohl??





Bemerkenswert ist, wie Willensstark die Germanen waren und wie schnell sie die anfängliche römische Uebermacht mit List, Anpassungsfähigkeit und Kühnheit haben überwinden können. Die Supermacht Rom war natürlich ab 300n.Ch. unter innenpolitisch und aussenpolitischem Dauerbeschuss. Zur Zeit Odoakers war Rom ausgebrannt, verarmt und deren Führer heillos miteiander zerstritten.

Ich werde mich im nächsten Teil an Theoderich und seien Ostgoten wagen. Hier eine Vorschau. Das Mausoleum Theoderichs in Ravenna ist in fast jedem deutschen Geschichtsbuch zu sehen.






Moralischer Nachtrag:

 Man muss aufpassen mit der Heroisierung der germanischen Grosstaten. Denn Krieg ist eigentlich immer eine Todsünde, nicht? Trotzdem müssen wir unsere Vergangenheit kennen. Denn weise agieren und reagiern kann man nur, wenn man seine Geschichte kennt.

Hier noch ein Video aus dem englisschprachigen Raum (Kanada/USA).  Welches die letzten Jahre Roms und den Streit zwischen Orestes und Odoaker um die Macht Westroms zeigt.

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