Zum Haus der gerechten Hoffnung

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Dienstag, 22. Februar 2011

Die deutsch-italienischen Langbärte Teil V

Hallo Odin

Die Langobarden waren richtige Ossis. Sie lebtren ursprünglich an der Elbe. Von der Lünburgerheide bis auf Höhe Dresden.

So wohnten sie in Germanien an der Elbe




Und so sahen ihre Residenzen einige wenige Jahrhunderte sptäter in Oberitalien aus.

La roca die Monselice in der Nähe von Padova

Die rohen Barbaren aus dem Norden kamen durch ihren Zug nach Süden mit der Kultur der Römer und sogar so entfernten Kulturen wie der persischen in Kontakt. Für die Germanen bedeutete dies ein enormer Entwicklungsschub. Das erste Bier wurde ja bekanntlich in Aegypten-Mesopotamien gebraut. Die Römer übernahmen das persische-ägyptische Getreidegetränk für sie blieb es ein barbarisches Getränk. Es war vor allem den Armen und Ungehobelten vorenthalten. Sie nannten es Cervisia nach der Göttin der Feldfrüchte Ceres. Die Römer selber tranken lieber Wein aus ihren bevorzugten Anbaugebieten in Italien aber auch Pannonien und vor allem tranken sie auch den süssen Tokajer. Besser gesagt die Römer tranken kaum reinen "Wein", man mischte und panschte was das Zeug hielt. Man schüttete Honig, Safran und andere Gewürze in den Wein. Der reine Wein war wahrscheinlich zu sauer (tanninlastig).

Die Germanen lernten also in Italien die Bierbraukunst und verachteten das Getränk zum Glück nicht. Ich öffne jetzt ein Pils und versuche die Geschichte der Langobardenkönige zusammenzufassen. Zielkönig Karl der Grosse. Prost.





Cleph ein langobardischer Herzog konnte das Erbe von König Alboin übernehmen, welcher ja von der eigenen Ehefrau ermordet wurde; das war 573 n.Ch. Die Möderin Rosamunde und ihr Liebhaber und Mitverschwörer flohen zum oströmischen Statthalter nach Ravenna. Dort wurden sie von diesem scheinbar vergiftet.

Unter König Cleph und den starken Herzögen wurden die noch römischen Italiener enteignet, ermordet und vertrieben. Jetzt errichte man ein langobardisches Königsreich, ganz nach langobardischem Volksrecht.
Bereits nach gut einem Jahr Regierungszeit wurde Cleph von einem Slkaven ermordet. 10 Jahre später wurde auf Druck Ostroms der Sohn Clephs Autari neuer König der Langobarden.

Autari festigte die langobardische Herrschaft. Aber die Franken und die Byzantiner machte ein Bündnis. Es kam zu Spannungen und zu Auseinandersetzungen. Das fränkisch-byzantinische Bündnis war gegen die Langobarden nicht erfolgreich. Autari konnte Frieden mit den Franken schliessen, das Langobardenreich blieb bestehen.

Agilulf bestärkte nun den Frieden mit den Franken. Er nannte ihn sogar ewigen Frieden. Als Zeichen verheiratete er eine seiner Töchter mit dem Frankenkönig Theudebert II. Einer seiner Verwandten wurde König von Bayern und einer Herzog von Asti. Anfänglich brandschatzte er Städte Ostroms und besetzte zusammen mit seinen Verbündeten den Slaven und Awaren Istrien. In der Folge wurde mit dem oströmischen Kaiser erneut Friedensverträge unterzeichnet. Ostrom legitimierte nun erstmals das Langobardenreich in Italien. Agilulf starb 615 als erster langobardischer König an einem natürlichen Tod nach 25 Jahren Amtszeit.


 Adaloald 603 kam an die Macht. Da er noch zu jung war, regierte seine Mutter für ihn. Er war mit der Frankenkönigstochter verheiratet. Der Bund mit den Franken war also gestärkt. Die Mutter war bestrebt die Langobarden zum Katholizismus zu bewegen. Adaloald wurde katholisch und auch getauft. Die meisten Langobarden blieben aber Arianer. Es kam zu keinen wesentlichen religiösen Spannungen zwischen Arianern und Katholiken während der Regentschaft Adalobalds. Das Oströmischereich versuchte einen erneuten Angriff auf die Langobarden, scheiterte aber und zahlte nun zum ersten Mal sogar Tribut an die Langobarden. Adalobald wurde krank (man spricht von einer Geisteskrankheit). Immer mehr Herzoge wandten sich offen gegen Adalobald und seine Mutter. Adalobald wurde gestürzt (sogar vergiftet?) es folgte sein Schwager Arioald (Herzog von Turin) als Regent der Langobarden 626.

Arioald: Arioald war Arianer was dem Glauben der Langobarden entsprach. Er zog mit den verbündeten Franken gegen die Slawen, resp. die Awaren. Pannonien (Ungarn, Oesterreich, Rumänien) war besetzt von slawischen Stämmen, vor allem den starken Awaren. Die Awaren, so nimmt man an, waren ein zentralasiatisches Reitervolk (die Römer (auch Herodot) nannten die im Norosten ihres Reichs gelegenen Barbaren Skythen). Die Sprache der Awaren ist nicht klar, einige sagen es handle sich um finnisch-ugiurisch, andere meinen es sei eine turkmenische Sprache gewesen. Jedenfalls waren die kriegerischen Awaren eine enorme Bedrohung für Ostrom, die Franken und die Langobarden. Eine Zeit lang musste Ostrom und die Germanen den Awaren sogar Tribut zahlen, um den Frieden zu wahren.
 Die Beziehung des Langobardenreichs zu Ostrom änderte sich während der Regentschaft Ariobalds nicht, es gab keinen Krieg und Ostrom bezahlte Tribut.
 Arioald bezichtigte seine Frau des Ehebruchs und liess sie drei Jahre einkerkern. Der Legende nach hat seine Frau nach dem Tod Arioalds Rothari geheiratet und ihn so zum König verholfen.

Rothari kam 636 an die Macht. Auch er schloss seine Frau (die Wittwe seines Vorgängers) fünf Jahre im Kerker ein. Gundeperga (so hiess die Ehefrau) wurde dann auf geheiss des Frankenkönigs freigelassen. Rothari war Arianer, Gundeperga Katholikin. Rothari liess offen Herzöge, welche gegen ihn waren ermorden. Zudem brach er den Frieden mit Ostrom und eroberte Genau und andere Gebiete in Norditalien. Er eroberte auch grosse Teile Süditaliens von den Byzantinern und Ravenna (Exarch Ostroms) fiel ebenfalls.

Die Karte zeigt die Machtverhältnisse in Italien schön. Das Bild habe ich auch Wikipeida geklaut.



Rothari hinterliss erstmals eine Gesetzessammlung der Germanen auf Latein (Codex Rothari) und seinen Sohn Rodoald, welcher ab 652 regierte.  Rodoald regiert nur einige Monate, weil er eine verheiratete Frau verführte und von dessen Ehemann ermordet wurde.

Aripert: Folgte auf den Thron. Er war ein bayrischer, römerfreundlicher Katholik. Was vielen arischen Herzögen nicht gefiel. Er strebte den Frieden mit Byzanz an und wollte das Königsreich seinen beiden Söhnen übergeben. Es gab einen Aufstand und Grimoald entthronte die beiden Könige.

Grimoald 662 : Grimoald kämpfte wieder gegen Ostrom. Und errang gegen ein oströmisches Herr von 20`000 Mann, welche von Sizilen aus im langobardischen Süditalien einfielen, einen Achtungserfolg. Er musst sich auch gegen interen Revolten (Herzog von Friaul) durchsetzen. Er tat dies mit diplomatischem Geschick.

Garibald kam als Sohn von Grimoald an die Macht. Er war aber noch ein Kind. Er wurde vom Schatten seines Vaters eingeholt. Denn einer der beiden von Grimoald gestürzten Königssöhne kam nun aus dem awarischen Exil zurück, er hiess Percarit.

Percarit: Percarit war im Gegensatz zu seinen Vorgängern wieder katholisch und romfreundlich. Er zwang die Juden zur katholischen Taufe. Und liess Klöster erbauen auf langobardischem Boden. Er konnte während seiner Regentschaft den Frieden halten und vor allem eine ganz gute Beziehung zu Ostrom bewirken. Auf ihn folgte sein Sohn.

 Cunincpert: Unter Cunincpert wurde der Katholizismus Staatsreligion. Arianische Ausständler schlug er nieder. Er konnte die zerstrittene katholische Kirche wieder einigen. Seine Trunksucht und Raserei werden in verschiedenen Quellen beschrieben. Er starb 700.

Liutpert: War auch ein Kinderkönig. Sein Vater Ansprand übernahm für ihn das Regierungsgeschäft. Der Herzog von Turin erhob sich gegen den Kinderkönig. Sein Sohn Aripert II zog gegen Liutpert. In der Schlacht von Padua liess er Liutpert ermorden und Ansparnd konnte über die Alpen nach Bayern fliehen. Die Familie Ansprands wurde von Aripert auf bestialische Art und Weise geschändet.

Aripert II: Aripert konnte zwar den Frieden mit den Franken und dem byzantinischen Reich halten. Aber auch er wurde Opfer eines Exillangobarden. Ansprand kam mit einem Heer aus dem bayrischen Exil zurück und besiegte Aripert II, welcher auf der Flucht im Ticino ertrank.

Ansprand: Starb bereits wenige Monate nach seiner Thronbesteigung.

Ich brauche jetzt eine Pause......


Hier das erste germanische Heldenlied, das in dieses Zeit passt.

Das Hildebrandslied


Das Hildebrandlied ist um die Zeit der Völkerwanderung (zwischen 400 und 600 uZ) entstanden. Es wurde mündlich tradiert und ist das älteste überlieferte germanische Heldenlied. Im Kloster Fulda wurde es um 810 von 2 Mönchen abgeschrieben und dabei christianisiert. Es enthält lateinische Bibeltexte und wurde für das niederdeutsche Missionsgebiet aufbereitet.

Geschichtlicher Hintergrund ist der Untergang der Burgunder (437) durch Dietrich von Bern (Theoderich von Ravennna, Ostgotenkönig) und der Tod des Hunnenkönigs Attila.

Handlung: Hildebrand flieht vor Odoaker und kehrt zu seiner Familie nach Italien zurück. Dort trifft er auf ein fremdes Heer, für das sein Sohn Hadubrand kämpft. Hildebrand gibt sich als Vater zu erkennen, aber Hadubrand glaubt ihm nicht und weist seine Geschenke zurück. Es kommt zum Kampf.

Hier bricht das Lied ab. Es ist überliefert auf der ersten. und der letzten Seite eines Buches, als diese beiden Seiten voll geschrieben waren, fehlte dem Chronisten der Platz, um den Schluß aufzuschreiben. Da das Hildebrandslied aber im Stil eines Sterbeliedes geschrieben ist, kann angenommen werden, daß der Vater den Sohn getötet hat

Gefolgschaftstreue, Ehre, Ruhm, Blutrache sind die germanischen “Tugenden” die das Lied besingt.






Ik gihorta dat seggen,

dat sih urhettun ænon muotin,

Hiltibrant enti Hadubrant untar heriun tuem.

sunufatarungos iro saro rihtun.

garutun se iro gudhamun, gurtun sih iro suert ana,

helidos, ubar hringa, do sie to dero hiltiu ritun,

Hiltibrant gimahalta [Heribrantes sunu]: her uuas heroro man,

ferahes frotoro -, her fragen gistuont

fohem uuortum, hwer sin fater wari

fireo in folche, ........................



......................... 'eddo hwelihhes cnuosles du sis.

ibu du mir enan sages, ik mi de odre uuet,

chind, in chunincriche: chud ist mir al irmindeot'.

Hadubrant gimahalta, Hiltibrantes sunu:

'dat sagetun mi usere liuti,

alte anti frote, dea erhina warun,

dat Hiltibrant hætti min fater: ih heittu Hadubrant.

forn her ostar giweit, floh her Otachres nid,

hina miti Theotrihhe enti sinero degano filu.

her furlaet in lante luttila sitten

prut in bure, barn unwahsan,

arbeo laosa: her raet ostar hina.

des sid Detrihhe darba gistuontun

fatereres mines: dat uuas so friuntlaos man.

her was Otachre ummet tirri,

degano dechisto miti Deotrichhe.

her was eo folches at ente: imo was eo fehta ti leop:

chud was her... chonnem mannum.

ni waniu ih iu lib habbe'...

'wettu irmingot [quad Hiltibrant] obana ab hevane,

dat du neo dana halt mit sus sippan man

dinc ni gileitos'...

want her do ar arme wuntane bauga,

cheisuringu gitan, so imo se der chuning gap,

Huneo truhtin: 'dat ih dir it nu bi huldi gibu'.

Hadubrant gimahalta, Hiltibrantes sunu:

'mit geru scal man geba infahan,

ort widar orte. ......................

du bist dir alter Hun, ummet spaher,

spenis mih mit dinem wortun, wili mih dinu speru werpan.

pist also gialtet man, so du ewin inwit fortos.

dat sagetun mi seolidante

westar ubar wentilseo, dat inan wie furnam:

tot ist Hiltibrant, Heribrantes suno'.

Hiltibrant gimahalta, Heribrantes suno:

'wela gisihu ih in dinem hrustim,

dat du habes heme herron goten,

dat du noh bi desemo riche reccheo ni wurti'. -

'welaga nu, waltant got [quad Hiltibrant], wewurt skihit.

ih wallota sumaro enti wintro sehstic ur lante,

dar man mih eo scerita in folc sceatantero:

so man mir at burc enigeru banun ni gifasta,

nu scal mih suasat chind suertu hauwan,

breton mit sinu billiu, eddo ih imo ti banin werdan.

doh maht du nu aodlihho, ibu dir din ellen taoc,

in sus heremo man hrusti giwinnan,

rauba birahanen, ibu du dar enic reht habes'.

'der si doh nu argosto [quad Hiltibrant] ostarliuto,

der dir nu wiges warne, nu dih es so wel lustit,

gudea gimeinun: niuse de motti,

hwerdar sih hiutu dero hregilo rumen muotti,

erdo desero brunnono bedero uualtan'.

do lettun se ærist asckim scritan,

scarpen seurim: dat in dem sciltim stont.

do stoptun to samane staim bort chludun,

heuwun harmlicco huitte scilti,

unti im iro lintun luttilo wurtun,

giwigan miti wabnum







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