Zum Haus der gerechten Hoffnung

Zum Haus der gerechten Hoffnung.

Zum Haus der gerechen Hoffnun

Zum Haus der gerechen Hoffnun

Samstag, 26. März 2011

Libyen und seine Anfänge

Hallo Odin


In Libyen wütet ein wahnsinniger Krieg. Wie immer in Kriegszeiten, sind die Informationen, welche wir aus den Regionen erhalten spärlich und stark gefiltert. Es macht sich deshalb bezahlt, vor allem die aufgearbeitete Geschichte Lybiens vor dem Krieg zusammenzufassen und zu schauen, was die möglichen Beweggründe für den Krieg sein könnten.

Libyen wurde von Phöniziern und sptäer Greichen besiedelt. Die Greichen gaben Libyen auch seinen Namen. Libyen wrude schlieslich auch römische Provinz. Und mit der Teilung Roms in Westrom und Ostrom wurde auch Libyen aufgeteilt in Tiropolitanien und die Kyrenaika. Libyen war auch mal germanisch, nämlich unter den Vandalen. Und einen grossen Einfluss hatten auch die diversen Berberstämme, welche die lokale Kultur prägten, vor allem in entlegenen Gebieten.






Ab 700n. Christus wurde dann ganz Nordafrika sukzessive islamisiert und von Arabern besetzt. Gerade in der Kyrenaika wurden die Araber von den ansässigen Koptenchristen sehr wohlwollend begrüsst, denn sie wollten durch diese befreit werden von den byzantinischen (oströmischen) Fesseln. Zunächst regierten die Ummayaden von Damaskus aus, dann eroberten die Abassyden 750 von Bagdhad aus (Irak) Libyen. Schlussendlich übernahmen dann die Shiiten, mit Sitz in derem neuen Machtzentrum Kairo, die Herrschaft über Libyen.
Du siehst lieber Odin, auch die Araber waren sich alles andere als einig. Und auch im Islam (wie in der christlichen Kirche) wurde Religion oft und gerne als billigstes Mittel zu rein machtpolitischne Zwecken misbraucht.

Um das Jahr tausend herum steissen dann aus dem Süden Beduinenstämme nach Norden und vertrieben die arabischen Herrscher. Es wird beschrieben, dass der ungehobelte Umgang der Berber mit dem Land Libyen, die fruchtbare Gegend definitv zu einer ariden Wüste machte (wieviel Legende dabei im Spiel ist weiss ich nicht, zumal man das Abholzen des ehemals bewaldeten Nordafrika den Römern zuschrieb, so habe ich es jedenfalls in meinem Geschichtsunterricht gelernt). Item, es fielen dann Angangs 11 Jh die Normannen in Sizilien ein. Und Libyen wurde wieder eine Zeit lang von Europäern verwaltet. Bereits kurze Zeit später spannten die Araber mit den Türken und den Beduinen zusammen und vertrieben die Europäer aus Libyen.

Das Königreich der Hafsiden lag im heutigen Tunesien. Es nahm in der Zeit der blutigen Kämpfe zwischen den Almohaden (Andalusien-Marokko) und der spanisch-katholischen Reconquista viele Araber aber auch Juden, welche aus Südspanien flohen auf. Dadurch machte das Königreich einen kulturellen Quantensprung (Literatur, Architektur) nach vorne. Als die Hafsiden nun zusammen mit den Türken und den Beduien Libyen zurückeroberten, waren sie auf dem Zenit ihres Machteinflusses angelangt. Einer der bedeutendsten  Lehrer , welcher sich in Tripolis in dieser Zeit ansiedelte, war Ahmad Zaruq.  Wärhend 300 Jahren sollten die Hafsiden Libyen regieren. Kulturell und wirtschaftlich sollte Libyen davon massiv profitieren.

Ab 1500 gab es auf der damals bekannten Welt zwei grosse Machtblöcke, welche in Dauerkonflikten verwickelt waren. Auf der einen Seite das katholische Spanien-Habsburg und auf der anderen Seite der immer stärker werdende Mann am Bosporus (das Otomanische Reich).

Eine kleine türkische Elite regierte das Land, von Istanbul aus. Denn die Ottomanen eroberten ganz Nordafrika. Die meisten Einwohner waren aber maghrebinische Araber und vor allem auch immer noch sehr viele Juden, welche eben aus Spanien dahin geflohen waren. Der Sultan von Konstantinopel war nun also Staatsoberhaupt von Libyen. Die Türken regierten mit eiserner Faust. Europäer wurden gefangen und als Sklaven gehalten, es blühte auch ein richtiger Sklavenhandel zwischen dem otomanischen Reich (Libyen) und dem Sudan. Der lokalen Bevölkerung ging es aber nicht schlecht, sie genossen viele Freieheiten.
Es gab diverse Revolten und Putschversuchen im Land. Ein Offizier Ahmed Karamnli putschte schlussendlich den Sultan von Tripolis. Ahmed wurde vom Sultan in Konstantinopel als neuer Befehlshaber Tripolitaniens akzeptiert. Die Karenayka war zwar auch im Einflussgebiet Ahmeds, aber hatte weniger Autonomie als Tripolis. (Ob Gadafi in Ahmed ein Vorbild sah, weiss ich auch nicht?). Unter Ahmeds Regierungszeit ging es Tripolitanien wirtschaftlich sehr gut. Das von Konstantinopel unabhängige Tripolitanien machte aber auch das Mittelmeer mittels Praterie unsicher. Es forderte von den Handelsschiffen immer höhere Tribute. Schlussendlich erklärte die USA deswegen Tripolitanien den Krieg und es kam zu zwei Auseinandersetzungen zu den barbaryen wars.




Die Berberstaaten (insbesondere Tripolitanien) verloren die Kriege. Napoleon besiegelte das Ende der Piraterie und somit war es auch um die boomende Wirtschaft in Tropolitanien geschehen. Schlussendlich nahmen die Osmanen Tripolitanien wieder unter ihre Fittiche und machten  der tripolitanischen Eigenständigkeit ein abruptes Ende.

Hässlich wurde es für die Einheimischen erst, als sich die Europäer auf dem nordafrikanischen Kontinent breit machten und diesen von Aegypten bis Marokko besetzten und skrupellos ausbeuteten. Unter den Osmanen herrschte eine gewissen Autonomie.





Tripolitanien und die Kyrenaika sind durch die grosse Syrtenbucht getrennt. Mit der italienischen Kolonisierung sollten diese Provinzen auch wieder getrennt werden.


1981 und 1989 wurde in der grossen Syrte zwei libysche Kampfflugzeugt von US-Flugzeugträgern abgeschossen. Und 1986 wurden von den USA zwei libysche Kriegsschiffe versenkt. War dies der Grund für Lockerbie?

Gadaffis Libyen ist der beste Sozialstaat Afrikas. Freie medizinische Versorgung. Wittwen- Alters- und Waisenrente. Das Prokopfeinkommen ist das höchste in Afrika. Die allgemeine Schulpflicht gilt vom 6-15 Lebensjahr. Weshalb also die Opposition?

Ist die Nato legitimiert Gadaffi zu stürzen? Weshalb übernimmt gerade Sarkozy die Führung?

Mehr dazu im Folgeblogg

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen