Zum Haus der gerechten Hoffnung

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Freitag, 22. April 2011

Otto II der Emanzipierte Teil XII

 Hallo Odin


Du hast also gesehen, dass Otto der Grosse (I) Karl dem Grossen in nichts nachstand. Ganz im Gegenteil, er zog die  familiären Banden zwischen den germanischen Adelsfamilien fast noch geschickter als Karl d. Grosse. Otto erreichte eine innenpolitische Stabilität im gesamten Frankenreich, wie es sie zuvor noch nie gegeben hatte.
Auch den Kirchenstaat stimmte er günstig (nach einigen Querelen) und etablierte so die germanische Vormachtsstellung auch südlich der Alpen. Dem Kirchenstaat schenkte Otto  Pfründe im nördlichen Germanenreich, verlangte aber im Gegenzug von jedem Papst, dass er den kaiserlichen Treueeid schwören müsse. Otto drängte sich selber nie direkt auf, er überzeugte mehr durch seine geschickte Diplomatie, aber auch seine kluge strategische Kriegsführung. Er wurde König von Italien, setzte sich somit gegen die germanischen Langobarden durch und wurde schliesslich sogar zusammen mit seiner zweiten Frau (Witte des italienischen Langobardenkönigs) vom Papst zum Kaiser von Gottesgnaden gesalbt.
Hier siehst Du schon wie stark Otto seine Frau in sein Amt miteinbezog. Denn normalerweise liessen sich die mächtigen Männer ohne Frauen krönen. Vergleiche die ungehobelte Kaiserkrönung des grössenwahnsinnigen "aufgeklärte?" Napoleon mit der ottonischen Krönung. Napoleon stülpte sich die Kaiserkrone gleich selber über. Otto liess sich und seine Frau vor dem Papst kniend mit vollem Respekt gegenüber höheren Möchten krönen.

Nun gut, Otto der Grosse regelte seine Nachfolge auch viel klüger als Karl der Grosse. Bereits sehr früh ernannte er seinen Sohn Otto II als Mitkönig. Und führte ihn langsam an die Macht. Höhepunkt der ottonischen Machtausweitung war sicher die Vermählung Otto des II mit der byzantinischen Fastprinzessin Theophanu (der Name bedeutet übersetzt Gotteserscheinung). Theophanu wurde zur Mitkönigin und Mitkaiserin gesalbt. Hatte also an der Macht Teil, wie ihr Gatte auch. Als Beweis für die fast Gleichstellung von Mann und Frau auf höchster politischer Ebene füge ich ein Bild ein.


In der Mitte siehst Du Jesus Christus. Links Theophanu und rechts Otto der II. In der Mystik gilt die linke Seite als die weibliche, empfangende, passive, austragende und gebärende und die rechte Seite als die gebende, aktive.
Schön auch zu sehen, dass die Frau auf einem ganz ähnlichen Schemmel steht wie der Heiland, der Mann aber trampelt auf einem Menschen herum. Die milde Barmherzigkeit links, die rauhe Kraft rechts. Nota Bene Odin, du siehst hier ein mysthisches Paar.

Zurück zu Lück, ähmm Otto II.

Otto übernahm also ein einigermassen stabiles Erbe, aber eben nur einigermassen stabil. Denn im Osten lauerten die Slawen im Süden die Sarazzen und im innern des Reichs machtgiereige Herzöge.
Die Vermählung mit Theophanu sicherte die Verhältnisse in Süditalien, zwischen Byzanz und Westrom, aber sie schürte auch Aengste und Fremdenhass in deutschen Landen. Viele eingesessene Familien gelüstete es auch nach einer Königskrone, und eine byzantinisch-orientalische Coimperatorin war für viele Adelsfamilien im Frankenreich schlicht inakzeptabel. Die konversvativen Kräfte in Rom argwöhnten hart über den Eheentscheid Otto des I.

Otto versuchte seinen ärgsten ostfränkischen Rivalen Heinrich den Zänker  zu beschwichtigen. Heinrich der Zänker war ein direkter Nachkomme Heinrich I (erster Sachsenherzog, welcher deutscher König wurde!). Er war es, der den Weg für Otto den Grossen ebnete. Heinrich der Zänker liebäugelte also mit Königskrone. Otto II überliess Heinrich dem Zänker, um diesen zu beschwichtigen, die Königsburg Bamberg. Mit dieser Schenkung erhielt Heinrich auch eine Vozugsstellung (de fakto königsgleich) gegenüber den anderen sächsischen Herzögen. Doch Heinrich reichte dies nicht.
Als nun der Bischof von Augsburg starb, wollte Otto II die vakante Stelle sogleich mit einem ihm engen Vertrauten und Berater (Bischof von Fulda) füllen. Heinrich der Zänker verschwor sich aber mit dem Schwabenherzog Burchard III gegen Otto und ernannte gegen den Willen Otto II einen anderen Bischof. Ein Vetter Heinrich des Zänkers regierte fortan in Augsburg als Bischof, Otto musste das wohl zähneknirschend billigen. Als Burchard III starb überging er den Erbanspruch der Wittwe  Buchards und ernannte als neuen Herzob von Schwaben einen seiner Neffen. Das stiess vielen im Reich sauer auf.
Es war von Nachteil für OttoII, dass er nicht im Reich weilte. Auch auf drängen seiner Mutter (erste Frau Otto des Grossen) willigte er nicht ein zurück ins Reich zu kommen. Die Mutter wandte sich enttäsucht von ihrem Sohn ab und zog in ihre alte Heimat das Burgunderreich zurück.
Heinrich der Zänker bemerkte dies natürlich und versuchte erneut einen Umsturz, er wolle an die Macht. Er verbündete sich ausgerechnet mit den Erzfeinden des Sachsenreichs Polen und Böhmen.

Schliesslich musste Otto II dann doch mit einem Heer gegen Heinrich ziehen. Heinrich verschanzte sich in Regensburg. Er wurde aber vom ottonischen Heer besiegt und darauf sogelich exkommuniziert. Das war eine tiefe niederlage für Heinrich, welcher enttäsucht und wütend zum böhmischen Herzog Boleslaw floh.

Otto sah sich gezwungen einen Feldzug gegen Böhmen zu unternehmen, um Heinrich den Zänker ein für allemal zu entmachten. Im ersten Zug gelang Otto die Unterwerfung Boleslaws nicht. Erst im zweiten Anlauf konnte der Böhme besiegt werden. Heinrich der Zänker wusste nichts gescheiteres als Otto II in den Rücken zu fallen. Er viel von Böhmen mit Verbündeten (darunter auch der von ihm ernannte Bischof von Augsburg) ins Reich ein und besetzte Passau. Schlussendlich konnte Otto II Heinrich dann doch noch gefangen nehmen.
Der böhmische Herzog wurde mit Geschenken wieder freigelassen, Heinrich aber wurde bis zu seinem Tode in einem Kloster in Utrecht gefangen gehalten.
Klug war Ottos Gründung des Bistums zu Prag. So entkoppelte er die gefährliche Verbindung Regensbug (Bayern)-Böhmen. Er wollte keinen Zänker mehr in seinem Reich und die Böhmen sollten ihren eigenen katholischen Seelenfrieden haben.

Im Norden viel der Dänenkönig in die Nordmark ein. Denn der dänische König (Harald) hatte Norwegen unterworfen und meinte jetzt als grosser König dem jungen Otto keinen Tribut mehr zahlen zu müssen. Otto drängte Harald zurück und baute Burgen im Norden, seines Reichs. Doch die Beziehung zu Dänemark sollte frostig bleiben.

Im Westen hiess der Zankapfel, wie könnte es auch anders sein, LOTHRINGEN. Die aufsässige königsfeindlichen Herrscherdynastie wurde von Otto I vertrieben ins böhmische Exil. Nun als Otto II an die Macht kam, erhofften die Nachfolger, dass sie wieder aus dem Exil nach Lothringen zurückkehren könnten. Otto II machte aber dahingehend keine Anstalten, sondern besetzte vakante Stellen mit eigenen Familienmitgliedern. Damit versetzte er die Westfranken in Rage. Es kam zu einer kriegerischen Auseinandersetzung in die auch der Westfrankenkönig Lothar involviert war. Um Ruhe zu erhalten, wurde den Nachfolgern der lothrinigeschen Adelsfamilie schliesslich ihre Familiengüter wieder übergeben.
Damit war aber nicht genug. Der westfänkische König akzeptierte den von Otto ernannten Herzog in Lothringen nicht.
Es kam zu Provokationen des westfärnkischen Königs gegenüber Otto und schliesslich zu einem Feldzug Ottos gegen den Westfranken. Der ostfränkische Sieg wurde in Paris auf dem Montmartre ausgelassen gefeiert und die Lothringische Besatzung durch Lothar (den Franzosen ;-)) konnte so verhindert werden.

Nein Odin, weit gefehlt, der junge Otto konnte sich nicht zurücklehnen. Er hatte zwar seine Macht  nördlich der Alpen verteidigt und gefestigt, aber jenseits der Alpen in Italien standen schon die Sarazzen ins Haus und der Papst wurde auch bedroht.

EINSCHUB FUER DICH ODIN. WICHTIG. ACHTUNG. WICHTIG

Es ist mir völlig egal wer wo regiert. Ich werde Dich nie im Stich lassen.
Se si e sentito solo, e come un ucello che in volo si ferma e guarda giu...non mai sarai solo.



Und hier noch ultima luna von Lucio Dalla. Mach Dir die Mühe und übersetze den Text, denke nach über den Sinn und Unsinn deiner persönlichen, aber auch der regionalen und überregionalen Geschichte.








So, Otto muss sich also den Problemen in Italien stellen. In Rom wurde ein Gegenpapst ernannt. Otto reiste mit Frau und seinem Sohn Otto III nach Italien. Er vertrieb den Gegenpapst, welcher nach Byzanz floh. Weshalb floh der Papst ausgerechnet in das Herkunftsland der Gemahlin Ottos? Weil es in Byzanz einen Regierungswechsel gab, lautet die Antwort. Die alte Herrscherfamilie, zu der auch Theophanu gehörte, wurde gar verfolgt. Nun war es also wichtig, dass Otto vor allem in Süditalien seine Macht durchsetzen konnte. Denn die Sarazzen (Araber) und Byzantiner wollten ihre Pfründe in Süditalien zurückerobern.
Otto stiess zügig nach Süden vor und eroberte Stadt um Stadt. In Salerno feierte er Weihnachten. Byzanz musste Otto als Herrscher Italiens anerkennen. Aber in Sizilian lauerten die Araber. In Reggio die Calabria (am Stiefelspitz) kam es zu einer vernichtenden Niederlage für Otto. Das Heer Ottos wurde fast ganz von den Sarazzen aufgerieben.

Die Niederlage machte auch im Norden die Runde. Ottonenfeindliche Herzöge kamen in Schwaben und Bayern an die Macht und in Prag wurde ein Tscheche zum Bischof ernannt. Otto liess seinen Sohn Otto III sofort zum König salben und im traditionellen Krönungsort Aachen krönen. Ottos Sohn war damals dreijährig. Die Lage war erneut angespannt.

Es kam zu einem grossen Slawenaufstand. Die Aboridten waren ein elbslawischer Stamm im Bereich des heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Die Slawen fielen ins Reich ein und verwüsteten das Bistum Oldenburg, sowie Hamburg und schliesslich auch Brandenburg.
Nun kam es noch dicker für die Ottonen. Otto der II starb an Malaria (?) 987. Sein Erbe war ein minderjähriges Kind. Die Herzöge in eigenen Land (Schwaben-Bayern) waren ihm nicht freundlich gesinnt und im Osten standen die Slawen vor Magdeburg der Grabstätte Otto des Grossen.

Ob das gut ausgehen kann Odin??

Voila, noch die Worte zu Lucio Dallas ULTIMA LUNA. Setz Dich hin und übersetze das Lied, es lohnt sich!

La 7a luna
era quella del luna-park
lo scimmione si aggirava
dalla giostra al bar
mentre l'angelo di Dio bestemmiava
facendo sforzi di petto
grandi muscoli e poca carne
povero angelo benedetto.

La 6a luna
era il cuore di un disgraziato
che, maledetto il giorno che era nato,
ma rideva sempre
da anni non vedeva le lenzuola
con le mani sporche di carbone
toccava il culo a una signora
e rideva e toccava
sembrava lui il padrone.

La 5a luna
fece paura a tutti
era la testa di un signore
che con la morte vicino giocava a biliardino
era grande ed elegante
né giovane né vecchio
forse malato
sicuramente era malato
perché perdeva sangue da un orecchio.

La 4a luna
era una fila di prigionieri
che camminando
seguivano le rotaie del treno
avevano i piedi insanguinati
e le mani senza guanti
ma non preoccupatevi
il cielo è sereno
oggi non ce ne sono più tanti.

La 3a luna uscirono tutti per guardarla
era così grande
che più di uno pensò al Padre Eterno
sospesero i giochi e si spensero le luci
cominciò l'inferno
la gente corse a casa perché per quella notte
ritornò l'inverno.

La 2a luna
portò la disperazione tra gli zingari
qualcuno addirittura si amputò un dito
andarono in banca a fare qualche operazione
ma che confusione
la maggior parte prese cani e figli
e corse alla stazione.

L'ultima luna
la vide solo un bimbo appena nato,
aveva occhi tondi e neri e fondi
e non piangeva
con grandi ali prese la luna tra le mani
e volò via e volò via
era l'uomo di domani l'uomo di domani.

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