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Dienstag, 31. Mai 2011

Adolf von Nassau, nichts von Bahamas Teil XXXIV

Hallo Odin


Der erste Habsburgerkönig ist tot. Nach Rudolf wollten die mächtigen Fürsten keinen der noch mächtiger als sie war als König. Albrecht, der Sohn Rudolf, wurde aus diesem Grund nicht zum König gewählt. Nach der letzten grossen Kaiserdynastie verwahrloste das Reich immer mehr. Viele lokale Herzöge und auch reiche Kaufleute und Geldverleiher rauften sich um Macht und Einfluss, der König wurde immer mehr zu einer erkauften repräsentativen, leicht manipulierbaren Puppe.

Die Kurfürsten suchten demnach einen schwachen, leicht beeinflussbaren Grafen. Die Nassauer hatten ihre Herrschaften in Wiesbaden und Idstein. Adolf von Nassau bot sich als williger Kandidat an. Die Kurfürsten forderten ettliche Zugeständnisse von Adolf, bevor sie ihn 1292 wählten. Insbesondere der Nachfolger des von den Habsburgern geschlagenen Böhmenkönigs Ottokar, Wenzel forderte, dass Albrecht (der Habsburger) seine Herzogtümer wieder ans Reich abtreten müsse. Adolf, die Kurfürsten und Papstpuppe, willigte ein.

Doch es kam anders. Adolf liess dem Habsburger Albrecht die östlichen Länderien (heutiges Oesterreich) als Lehen, Albrecht gab dafür die Reichsinsignien dem König ab. Damit waren die Habsburger aus Süddeutschland und der Schweiz nun fest im Wienersattel, aus dem sind sie bis heute nicht gestiegen.
Adolf regierte mit harter Hand und führte einige Neuerungen ein. Insbesondere forderte er saftige Steuern für die Reichslehen, was eigentlich gerecht war, die selbstherrlichen Fürsten und insbesondere Kurfürsten aber zünftig gegen Adolf aufbrachte.

Frankreich versuchte das Burgund und Flandern vom Reich zu erobern. Zum Schutz vor Frankreich schloss Adolf ein Bündnis mit Eduard I von England. Er kassierte von England für dieses Bündnis eine stattliche Summe Geld. Schliesslich rüstete sich das deutsche Reich für den Krieg gegen Frankreich, der Papst intervenierte aber heftig, so dass es noch nicht zu einem Krieg kam.

Dafür rumorte es plötzlich im Innern des Reichs. In Thüringen rangen Familienmitglieder um die Herrschaft. König Adolf mischte sich ein und riss (resp. kaufte es ab) Thüringen an sich. Mit dieser Tat schnitt er aber die Interessen gleich mehrere Kurfürsten und Erzbischöfe.
Hinter dem Rücken Adolfs wurde deshalb ab 1297 einen Plan zu dessen Absetzung geschmiedet. Wenzel, der König von Böhmen und Albrecht, der Habsburger, legten ihre Streitereien bei. Albrecht sollte der neue König des deutschen Reiches werden. So spann man hinter dem Rücken des stark beschäftigten König Adolfs einen Putschkomplott.
Darauf klagten die Reichsfürsten und Bischöfe König Adolf aus mehreren (nichtigen) Gründen an. Eigentlich ist es unmöglich über einen König zu richten, denn der König selber war ja oberster Richter. Die Königswähler fanden aber, wenn sie schon einen König wählen können, dann seien sie auch berechtigt diesen wieder abzusetzen. Sie argumentierten weiter Friedrich II sei ja auch vom Papst abgesetzt worden, das war ein weiteres Argument.
Schliesslich wurde 1298 Adolf abgesetzt und Albrecht gewählt. Adolf gab nicht klein bei, es kam noch zu einem Gefecht zwischen Adolf und Albgrecht bei Göllheim, in welcher Adolf fiel.

Ein König wird von den Königsmachern abgewählt, sowas hat es zuvor noch nie gegeben. Du siehst wir nähern uns einer neuen Zeit. Viele alte Traditionen wurden mit Füssen getreten, brutale Machtpolitik ging vor Verantwortungsgefühl, Ehre und Sitte. Ist das heute auch noch so?? Dazu werden wir später kommen Odin.

servus

Dein simorre

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