Zum Haus der gerechten Hoffnung

Zum Haus der gerechten Hoffnung.

Zum Haus der gerechen Hoffnun

Zum Haus der gerechen Hoffnun

Donnerstag, 19. Mai 2011

Barbarossa unter dem Saleph. Teil XXIV

Hallo Odin

Mitten ins Kriegsgewühl, mitten ins Leben und doch muss der Barbarossa-Hengst schön brav von hinten aufgezäumt werden!!

 Barbarossa kam auf dem dritten Kreuzug um,  im Taurusgebierge im damaligen Kleinarmenien. Er soll an einem akuten Herzversagen gestorben sein. Andere behaupten, dass Barbarossas Pferd im Fluss Seleph (kur vor der Stadt Seleukia) scheute und den Kaiser abwarf, welcher dann im eiskalten Bergwasser ertrank.



Hier siehst Du eine Uebersichtskarte der politischen Verhältnisse, wie sie zur Zeit  Barbarossas eben im nahen Osten waren. Die Arabisierung war noch eine relative junge Bewegung und es gab deshalb auch sehr häufigt  Konflikte zwischen den verschiedenen muslimischen Regionen. Im Norden siehst du das Reich der Rum-Seldschuken. Die Seldschuken waren die dominante Grossmacht im nahen Osten der damaligen Zeit. Die Dynastie der Seldschukenfürsten ging aus nomadischen türkischen Stammeshäuplingen hervor. Vor dem 8 Jahrhundert bewirtschafteten sie als Nomaden die weiten kasachischen Steppen. Wenige Stämme taten sich aber zusammen, wurden sesshaft und bildeten den Kern der Seldschuken. Bereits  drei Generationen später war der Iran und Irak unter den Seldschuken und als sie auch Ostrom besiegten, fiel die  Provninz Anatolien ebenfalls an die türkischen Nomanden. Das Grossseldschukenreich war in seiner Blüte, sollte aber wenig später zerfallen in diverse Sultanate. Eines davon war das Sultanat der Rum-Seldschuken.



Damit Du Dir einen Eindruck vom  Seldschukenreich machen kannst habe ich das Bild Osman I eingefügt. Osman I war der Gründer des osmanischen Reiches, welches als Fortsetzung der seldschukischen Dynastien angesehen werden kann.

Barbarossa ist aber nicht im Reich der Seldschuken umgekommen,.sondern in Kleinarmenien. Wie Du sehen kannst, grenzt Kleinarmenien an das byzantinische Reich, sowie die Grafschaft Edessa und das Fürstentum Antiochia. Diese drei Regionen waren für die Christen von äusserster Wichtigkeit, denn hier begann eigentlich die christlich apostolische Missionierung. Antiochia und Ephesus waren grosse und wichtige Ur-christliche Zentren. Dies urchristlichen Regionen, welche den direkten Zugang zur heiligen Stadt Jerusalem für die Ost- und Westkirche sicherstellten, mussten von den Christen, so meinte der Papst, mit aller Härte verteidigt werden. Sie durften  um keinen Preis an die Seldschuken oder andere muslimische Barbaren fallen, so war der Grundtenor der damaligen Christen.
Nun die Seldschuken waren nicht die einzige Gefahr. Es lauerten auch noch die Assasinen. Um die Assassien (auf Französisch heisst noch heute Mörder-Assassin), ranken sich sehr viele Legenden. Denn die Assassinen waren über geheime Bruderbünde sehr gut organisiert. Meine Interpretation der Dinge ist, dass die Assassinen weniger religiöse Djihadiseten waren, sondern patriotische Freiheitskämpfer. Viele junge Anhänger kamen aus klassischen arabischen Ländern (Syrien, Irak, Golfstaaten). Man wollte sich das Eindringen der europäischen Christen aber auch das Ausbreiten der Seldschuken vom Halse schaffen. Die Assassinen sahen sich um ihren Boden und natürlich auch Reichtum betrogen. Die Wut war enorm gross, die jungen Freiheitskämpfer waren bereit mit allen Mitteln wild und heftig zu kämpfen. Es war ihnen lieber als freie Männer einen Ehrentod zu sterben, als unter seldschukischer oder christlicher Knechtschaft leben zu müssen.
Dass die Assassinen ismailitische Geheimbündler gewesen seien glaube ich nicht. Denn die Ismailiten waren eine fast schon gnostisch-neuplatonische (ähnlich dem Sufismus) ganz friedliche und tolerante Bewegung. Die Mehrheit der Sunniten und auch Teile der andersgläubigen Schiiten verleumdeten die Ismailiten, weil sie eben nicht den fundamentalistisch-muslimischen Glauben mit ihnen teilten. Deshalb wurde den Ismailiten assassinischen Mordtaten untergejubelt.
Der Sultan von Aegypten Saldin konnte die Assassinen für sich gewinnen, das war ein grosser Trumpf,  deshalb sollte er auch Jerusalem von den Christen erobern.

Nun die Aufgabe war klar, was ein guter christlicher Kaiser oder König von Gottes Gnaden sein wollte musste in den Befreiungskrieg im heiligen Land eingreifen.
Das galt auch für Barbarossa, auf dem Ritt in den Krieg gegen die Muselmannen ist er aber von seinem Pferd gefallen und gestorben und dies auf noch christlichem Gebiet in Kleinarmenien.
Die armenische Kirche ist eine ost-christliche Kirche, welche geographisch von islamischen Staaten umgeben war Konflikte waren also vorprogrammiert. Die Spannungen sind auch in unseren Tagen noch vorhanden. Wen es interessiert, der google mal unter dem Konflikt zwischen Armenien und Asarbeidschan um Bergkarabach nach.

Wir werden noch genau dazu kommen, trotzdem greife ich bereits vor. Das osmanische Reich sollte mächtig und stark werden und sich halten können bis zum ersten Weltkrieg. Der Druck auf  das osmanische Reich wurde aber insbesondere durch den Commonwealth (das British-Empire) und Russland enorm gross und dies natürlich aus wirtschaftlichen Gründen. Denn der Handelsweg ins schwarze Meer geht an zwei strategisch wichtigen Meerengen vorbei, welche von den Türken kontrolliert wurden, dem Bosporus und den Dardanellen.
Die Dardanellen liegen zwischen der Aegäis und dem Marmarameer und der Bosporus zwischen dem Marmarameer und dem schwarzen Meer. Zur Zeit der Industrialisierung und mit Entwicklung der schweren Dampfschiffe, wurde  die  Frachtschifffahrt zur Lebensader aller grosser Nationen. Insbesondere die damalige Weltmacht Grossbritannien (d.h. die reich gewordenen Händler und Banker) setzte alles daran, dass die Türkei alle Schiffe frei durch die Meeresengen zirkulieren lassen mussten. Ehre, Ethik und Moral durften ab sofort kein Hindernis mehr sein auf dem Weg Richtung freien, greznenlosen, globalen Markt. Wie konnte man also die Osmanen in die Knie zwingen? Einen offenen grossen Krieg gegen die Türken wagten weder die Russen noch die Westmächte, also setzte man auf die Strategie Destabilisierung von innen.



Hier siehst Du das Frachtdampschiff Columbus, es wurde ca. 1920 auf der Danziger Werft gebaut.

Es gab sogar Funk, an Bord.

                                                
In der Türkei lebten Anfang 20 Jh.  etwa 1.7 Millionen christliche Armenier, was etwa 10% der anatolischen Bevölkerung entsprach. Die Armenier lebten friedliche mit den Osmanen zusammen. Sie durften ihre Sprache sprechen und es gab armenische Schulen. Den christlichen Glauben durften sie ebenfalls frei ausüben, wie auch die Nachbarn der Armenier in Ostanatolien, die Kurden ihre Traditionen frei ausleben durften. Armenier und Kurden konnten genauso wie die Muslime Karriere im osmanischen Reich machen. Sie konnten zu denselben Ehren gelangen wie ein Türke auch. 1878 unterzeichnete sogar der osmanische Sultan im Berliner Vertrag (zur Beendigung der Balkankriese) den Artikel 61, welcher von der Türkei ausdrücklich den Schutz der Armenier vor kurdischen Uebergriffen forderte.


Nebst Bismarck, siehst Du hier Disraeli und irgendwo auch den Sultan, beim Berliner Kongress 1878

Insbesondere Grossbritannien und Russland versuchten die Türkei zu schwächen. Bewusst versuchten diese Grossmächte den inneren osmanischen Frieden zu stören. Die armenische-christliche Minderheit im osmanischen Reich wurde von Russland und Grossbritannien aufgewiegelt Opposition gegen die Türken zu machen. Den Armenieren wurde offen versprochen, dass bei einem Sieg gegen die Türkei, die Armenier ein freies unabhängiges international anerkanntes Land Armenien erhalten sollten.
Ab 1880 wurden antittürkische armenische Parteien gegründet, darunter die Glockepartei, welche zur terroristischen Methoden griff und gezielt türkische Beamte umbringen liess. 1890 wurde die armenische Dschanakpartei gegründet (welche vollgepumpt mit Geld aus Grossbritannien) zum offenen Vollkskrieg gegen die Türkei aufrief. Hier siehst Du wie die Geldelite in der City London, ganz gezielt Terroristen unterstützte. Saddam Hussein war genauso eine britische Terrorpuppe, wie eben die Dschanakpartei auch.
Die Kurden, blieben Regierungsloyal und hofften, falls die Armenier vertrieben würden, deren Territorien in Beschlag nehmen zu können. Sie organisierten deswegen ihrerseits Kampftruppen gegen die Armenier (unterstüzt durch westliches Geld und natürlich auch die Türken). Es kam regelmässig zu blutigen Uebergriffen, welche von der türkischen Behörden nicht offen gefördert (heimlich aber schon), aber auch nicht verhindert wurde. Die Westmächte, welche ihre Kampfschiffe vor türkischem Hoheitsgebiet zirkulieren liessen, schauten dem tragischen Abschlachten zu, ebenfalls ohne einzugreifen.
Und wie das so ist, Odin, wenn der Hass einmal gesät ist und die ersten Kriegsweisen zur Schau ausgestellt werden, entwickelt sich erst recht eine richtige Hassspirale. Es kam zu immer grausameren Uebergriffen der Kurden auf die Armenier, zu richtiggehenden Massakern. In diesen Auseinandersetzungen zwischen Armeniern und Kurden in Ostanatolien kamen schätzungsweise 100`000 Armenier um, viele wurden vertrieben und obdachlos. Und die Welt schaute zu, denn dieses Abschlachten von wehrlosen Menschen gehörte zum strategischen Speil der Westmächte (FR, GBR, USA und Russland).
Russland und Grossbritannien unterstützten den sinnlosen Kampf der Armenier gegen die türkisch-kurdische Uebermacht weiter. Als die Jungtürken an die Macht kamen, träumten diese anfänglich von einem pantürkischen friedlichen Reich mit Einbezug von Asarbeidschan, Turkmenistan und Usbekistan. In diesem Reich hätten auch die Armenier und Kurden problemlos mitleben können, so sah es die initiale Vision der Jungtürken voraus. Der internationale Geldaldel wollte aber nicht Frieden, sondern Krieg.
Der abgesetzte Sutlan versuchte die Macht wieder an sich zu reissen. Im Verlauf dieser innertürkischen Machtkämpfe wurden erneut 10`000 von armenischen Sündenböcken massakriert. Frankreich, Grossbritannien, Russland sahen dem grausigen Spiel, von ihren Kriegsschiffen aus kalten Blutes zu, ohne einzugreifen. Eigendlich war es genau das was sie wollten. Die Türken gingen aufeinander los und zerstörten sich gegenseitig und begannen einen Ggenozid vor den Augen der Westmächte. Den man nach dem Krieg als ewiger Mundkorb den Türken immer wieder unter die Nase reiben konnte. Es war jedem klar, dass sich die Türkei so selber nachhaltig zerstörte (ähnlich wie Deutschland es auch tun sollte). Statt einzugreiffen gossen die Westmächte zusammen mit Russland immer wieder Oel in den sinnlosen innerertürkischen Kampf.
Nach vermehrten Sabotageakten (bezahlt von Russland und dem Westen) der verzweifelten Armenier glaubten die Jungtürken nicht mehr an ein friedliches Zusammenleben mit den Armeniern.
Als die Armeniern im 1 Weltkrieg offen die Russen unterstützten und die Türken heftige Niederlangen mit grossen Verlusten hinnehmen musste, war das Fass am Ueberlaufen. Man wollte sich die Verräter vom Leibe schaffen, es kam zu Deportationen von Armeniern und krassen Massentötungen. Das deutsche Kaiserreich hatte die ganze Zeit eine enge Beziehung zur Türkei und versuchte immer wieder schlichtend in die Armenienfrage einzugreifen. Es konnte aber die Massaker nicht verhindern. Frankreich, England, Russland schauten weiterhin zu und gossen Oel ins bereits extrem lodernde Feuer.
Nach jahrelangem blutigen Gemetzel in der Türkei kam es dann, gegen ein bereits deutlich geschwächtes osmanisches Reich zur entscheidenden Dardanellenseeschlacht bei Galliapoli
Nach dem ersten Weltkrieg forderten dann FR, GBR und Russland die sofortige Strafverfolgung jener, welche für den Genozid an den Armeniern verantwortlich waren. Es wurde ein Militärtribunal eingerichtet unter massivem britischen Druck und die ersten Jungtürken wurden abgeurteilt. Mehrere hohe Militärs und Bemate wurden zum Tode verurteilt. Einige konnten nach Deutschland fliehen. Die Entrüstung in der türkischen Bevölkerung war riesig, man empfand das Einschreiten der Besatzungsmacht GBR in innerpolitische Händel als Beleidigung. Als Griechenland unter Führung Grossbritanniens 1919 einen Teil der Türkei besetzte, war auch die prowestliche neue türkische Regierung für die Sistierung weiterer Strafverfolgungen. GBR liess darauf Kriegsgefangene Türken nach Malta bringen.
Nun liess auch Attatürk, der neue starke Mann der Türkei von den Strafverfolgungen ab. Und als die Verhandlungen über einen souveränen türkischen Staat scheiterten, kam es zum grossen Befreiungskrieg. Die Türkei setzte auch alles daran, Syrien von den Briten zu befreien.

Ich will hier nicht weiter über die Geschichte im Südbalkan und des nahen Ostens schreiben, das werde ich an anderer Stelle sicher tun. Aber ich will Dir zeigen Odin, dass nach der Industrialisierung die Wirtschaft über Krieg und Frieden bestimmte. Es waren nur noch reine pekuniäre Interessen, welch die gierigen industrialisierten Länder zu extremen Gräueltaten trieben. Und hier hast Du ein typsiches Beispiel dieser diabolischen Karft. Die Herren in Schlips und Kragen lassen für sich kämpfen. Sie spannen mit ihrem Geld Königshäuser, religiöse Führer, Richter, Generäle vor den Karren ihrer perfiden Spielchen.
Ich mache jetzt mit Barbarossa weiter, aber ich werde die Kaste der Gelbarone ganz genau unter die Lupe nehmen, denn eines ist klar, der Armenien Genozid und auch die deutsche Judenverfolgung hätte ohne die englisch-amerikanische-französische "saubere" Finanzwelt nie geschehen können.

Gruss simorre.






Verlustzahlen bei der Schlacht in Galliapoli


Gefallene Verwundete Gesamtanzahl

Australien 8.709/ 19.441/ 28.150

Neuseeland 2.701/ 4.852/ 7.553

Großbritannien 21.255/ 52.230/ 73.485

Frankreich (geschätzt) 10.000/ 17.000/ 27.000

Indien 1.358/ 3.421/ 4.779

Neufundland 49/ 93/ 142

Entente 44.072 97.037 141.109

Osmanisches Reich 57.263/  156.619/ 213.882


Unten angefügthabeich einige Videos zum aktellen Konflikt um Bergkarabach und dann auch noch ein Clip in dem Dir die Herstellung der bekannten armenischen Duduk Flöte gezeigt wird, sie wird aus Aprikosenholz hergestellt.
Die Aprikose ist sowas wie dieNationalfrucht Armeniens.









Und hier noch die Geschichte der Kreuzzüge.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen