Zum Haus der gerechten Hoffnung

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Montag, 30. Mai 2011

Hanse ahoi, der Kaiser fehlt. XXXI

Hallo Odin

Nach dem Tod von Wihlem aus Holland, herrscht im Reich gähnende Leere. Wer sollte Nachfolger werden, es schein kein genügend starkes deutsches Geschlecht zu geben, welches das Reich hätte einen können.
Die intriganten Spielchen des Papstes und der englischen Welfen hatten ihre Wirkung nicht verfehlt.  Das deutsche Reich stand auf wackeligen Beinen.

Nun wer wählte damals den König Deutschlands? Es war das Kurfürstenkollegium.
Das Kurfürstenkollegium bestand aus folgenden Vertretern.

Erzbischof von Köln, auch Reichskanzler von Deutschland
Erzbischof von Mainz, auch Reichskanzler von Italien
Erzbischof von Trier, auch Reichskanzler von Burgund

Pfalzgraf Rhein, Erztruchess (Steward)
Herzog von Sachsen, Eerzmarschall
Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer
König von Böhmen, Erzmundschenk

Deises Gremium musste also nach dem Tod Wilhems von Holland einen neuen deutschen König wählen. Es kam zu einem Patt es wurden Alfons von Kastillien und Richard von Cornwall gewählt. Du fragst Dich sicher lieber Odin, wie das möglich ist bei sieben Stimmen. Ottokar der König von Böhmen und Erzmundschenk liess sich von beiden Kandidaten bezahlen und gab auch beiden seien Stimme. Deshalb kam es zu einem Doppelkönigtum 1257
Beide Könige konnten sich aber in Deutschland nicht durchsetzen. Erst 1273 gaben dann die drei geistlichen Königswähler und der Pfalzgraf Rhein ihre Stimme an Rudolf I von Habsburg. Damit war die Periode der Habsburger eingeleitet.

Während dem Doppelkönigtum herrschte Willkür im deutschen Reich. Lokale Fürsten und Bischöfe versuchten unrechtmässig Land an sich zu reissen. Es wurden illegal Zölle erhoben. Das breite Volk war der Willkür der lokalen Fürsten schutzlos ausgesetzt. Und diese üblen Zustände sind dem Papst und den Welfen zu verdanken. Dazu kam, dass die Ritter ihre Funktion verloren. Wie gesagt, seit dem welfischen Einfluss und dem Untergang der Stauffer  wurde das Rittertum nicht mehr gelebt. Es gab keinen Ehrencodex mehr, sondern nur noch rohe Gewalt und Geldmacht. Die entlassenen, arbeitslosen Ritter sammelten sich in Banden. Als Raubritter streiften sie plündernd, brandschatzend ohne Perspektive durchs ungeschützte Land.
Da die eingreifende Hand des Kaisers fehlte, konnten sich die Städte auch frei zu Schützbünden zusammenschliessen. Denn für die immer reicher werdenden Kaufleute war der Stadtfriede wichtig, um weiterhin ihre Geschäfte tätigen zu können.
Nebst dem Rheinbund war der Hansebund der zur See fahrenden Kaufleute im Norden Deutschlands wichtig. Zunächst war Köln die bestimmende deutsche Handlestadt. Denn Köln hatte in der wichtigen Handelstadt London einen ganzen Bezirk in Beschlag genommen und zum Kontor gemacht.  Später ist dann der Hauptsitz nach Lübeck verschoben worden und Köln musste seine Vormachtstellung als deutsche Handlesstadt  an Lübeck abgeben. Dies insbesondere als Lübeck einen Sieg gegen den Norwegerkönig verbuchen konnte. Die Hanse konnte sich im Verlauf der Zeit ausweiten bis nach Tallin. Danzig wurde zur zweitwichtigsten Handelsstadt nach Lübeck.
Das Fehlen des Kaisers hat also die Hansekaufleute und andere Kaufleute mächtig und einflussreich werden lassen.

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