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Montag, 30. Mai 2011

Konrad IV und der Untergang der Staufer Teil XXIX

Hallo Odin

Die süddeutschen Staufer waren nun also Kaiser, König von Sizilien und König von Jerusalem gleichzeitig. Wie das so ist, wenn einer zu mächtig wird, dann kann es ihm durchaus den Kopf kosten.

Noch unenthaupteter Konrad IV, der letzte Staufer Kaiser

Konrad war Sohn von Friedrich II dem deutschen Stauferkaiser und König von Sizilien. Die Mutter Konrads war Isabella von Jerusalem.
Friedrich hatte eigentlich seinen Sohn Heinrich VII als Nachfolger aufgestellt. Friedrich liess Heinrich in Deutschland für ihn regieren. Als aber Heinrich einen Aufstand gegen seinen Vater plante, setzte Friedrich zusammen mit dem Papst den Sprössling als Kaiser ab. Heinrich wurde auf Sizilien eingekerkert. Friedrich II versuchte darauf seinen Sohn Konrad IV anstelle Heinrichs auf den deutschen Thron zu hieven. Da Konrad aber erst neunjährig war, gelang dies nicht auf Anhieb. Es gab massive Opposition 1235 auf dem Mainzer Hoftag. Konrad konnte in der Folge erst 1237 in Wien zum deutschen König ernannt werden, gekrönt wurde er aber nicht.
Unter Heinrich Raspe einem Landgrafen und dem Erzbischof von Mainz erledigte Konrad die Amtsgeschäftge auf der nordseite der Alpen für den Kaiser. Friedrich war in Streitereien mit dem Papst und den norditalienischen Städten der Lombardei auf der Alpensüdseite beschäftigt.
Schliesslich heiratete Konrad die Tochter des Herzogs von Bayern, dieser Herzog wurde auch der grösste Unterstützer der Staufer.
1245 setzte der aus Rom vertriebene Papst Innozent IV von Lyon aus den Kaiser und Konrad ab. Sogleich wurde Heinrich Rapse zum Gegenkönig ernannt. Raspe starb aber bereits ein Jahr später. An seine Stelle als Gegenkönig trat in der Folge Wilhelm von Holland. Zwischen 1248 und 1250 kam es zu regelmässigen militärischen Auseinandersetzungen zwischen Wilhelm und Konrad IV. Schliesslich starb Friedrich II 1250 auf dem Weg zu Verhandlungsgesprächen mit dem Papst nach Lyon.
Weder der Papst noch Wilhelm anerkannten den von Friedrich vorgeschlagenen Nachfolger Konrad. Die Intensität der Kämpfe gegen Konrad nahmen zu. So dass Konrad schliesslich 1252 nach Italien zog, um wenigstens die stauferschen Gebiete in Süditalien zu retten. Die Kämpfe Konrads gingen dann vor allem in Süditalien weiter, insbesondere gegen Neapel. Schliesslich starb 1254 Konrad im Krieg.
Sein Sohn Konradin kämpfte weiter um die stauferschen Ländereien in Süditalien. Als ihm aber sogar der Herzog von Bayern die Unterstützung untersagte, unterlag er schliesslich in Italien einer papsttreuen Uebermacht unter der Führung von Karl von Anjou. Karl von Anjou war ein Kapetinger. Die Kapetinger waren nach den Merowingern und Karolingern (Stamm Karl des Grossen) das dritte grosse westfränkische Adelsgeschlecht, welches den König stellte. Ihr Wappen beinhaltet die bekannte goldene Lilie auf blauem Grund.
Papst Urban versuchte schon lange den französischen König davon zu überzeugen Karl von Anjou in den Kampf gegen die Staufergebiete in Süditalien zu schicken. Die Staufer waren dem Papst viel zu friedfertig gegen die Muslime und wohl auch zu gut ausgebildet. Ein machtversessener Mensch wie der damalige Papst mag keine intelligenten Krieger!

Konradin wird das Todesurteil beim Schachspiel mitgeteilt.
Auch die Gattin Konrad IV wurde hingerichtet.

Mit diesem Bild der Hinrichtung Konradins will ich die Stauferzeit abschliessen.


Du wirst sehen Odin, dass ähnlich üble Spielchen auch noch heute getrieben werden. Jedenfalls wurde den Staufern, welche sehr weise geherrscht haben ganz brutal der Garaus gemacht.

Die Lilie und der welfisch-englische Löwe treiben übrigens noch heute ihr grausiges Spiel, dazu aber später.

Kommentare:

  1. "Auch die Gattin Konrad IV wurde hingerichtet."

    Das wäre mir neu, dass die Wittelsbacherin Elisabeth hingerichtet wurde. Sie meinen zweifellos die unbekannte Mutter von Konrads IV illegitimem Sohn, auch Corradino geheißen.

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