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Dienstag, 31. Mai 2011

Mord am Habsburger Teil XXXV

Hallo Odin


Was die englischen Welfen können, lassen die jungen Habsburger nicht? Hat sich diese Art von Machtpolitik bis heute halten können? Lies Dich mal in die Geschichte des aktuellen spanischen Königs ein. Da wird auch gemunkelt, dass Juan Carlos seinen Bruder im Zimmer des Exilpalasts in Portugal erschossen habe. Die Waffe wurde nach dem Mord ins Meer geworfen, die Leiche wurde nicht korrekt autopsiert und Juan Carlos hat sich bis zum heutigen Tag nie zum Vorfall geäussert. Interessant ist auch, dass Juan Carlos eine militärische Karriere in Spanien unter General Franco gemacht hat. Der Kontakt mit seiner Familie, welche im Exil wohnte wurde vom Franco streng überwacht. Die Machtergreifung Juan Carlos nach dem Tod Francos wurde von Franco und seinen Freunden minzuiös vorbereitet. Leider ist diese Art von Manipulation der Kronprinzen durch Militärs, oder den Geldadel seit dem Ende der Stauferdynastie eine scheussliche Tatsache.



Die Nachstauferzeit war eine wirre Zeit. Die Fürsten und Bischöfe wollten an die Macht. Ein übermächtiger König stand da nur im Weg. Albrecht war nach Philipp von Schwaben der zweite ermordete süddeutsche König.

Albrecht war ältester Sohn König Rudolf I (Habsburger). Rudolf führte Krieg gegen seinen grössten Gegner im Reich den böhmischen König Ottokar und besiegte diesen auch. Nach diesem Sieg machte er seine beiden Söhne zu Herzögen über Oesterreich, die Stiermark und die Krina (1282). 1290 sollte Albrecht alleine das Herzogamt ausführen und sein Bruder Rudolf sollte vom Vater ausbezahlt werden.

Im Zuge seiner Regentschaft setzte Albrecht immer mehr Schwäbische Verwalter (Vögte) ein. Der lokale Adel in Oesterreich begann deswegen gegen Albrecht zu opponieren. 1295 erlitt Albrecht eine Vergiftung. Es könnte sehr wohl ein Attentat der lokalen Herren auf den, in ihren Augen, Usurpator gewesen sein. Albrecht überlebte die drakonischen mittelalterlichen Heilmethoden, verlor dabei aber ein Auge. Der Vater Rudolf I wollte Albrecht noch zu seinen Lebzeiten zum Mitkönig machen, das liessen aber die Kurfürsten und Erzbischöfe nicht zu, sie wollten keinen starken Nachfolger.
Auch schaffte es Rudolf nicht nach der Ermordung Ladislaus (ungarischer König und Kriegspartner Albrechts gegen den böhmnischen König) Albrecht auf den ungarischen Königsthron zu setzen.
Nach dem Tod Rudolf I wollten die Kurfürsten eine schwachen, manipulierbaren König. Sie wählten Adolf von Nassau und wurden von ihm enttäuscht, dennn Adolf erwies sich als durchaus intelligenter und machtbewusster König. Er wurde 1298 abgesetzt von den Königswählern, was ein absolutes Novum war. Die Abwahl verstiess gegen das Treuegelübde, welches die Kurfürsten dem König bei der Wahl immer erweisen müssen.
Albrecht der Habsbuerger zum König gewählt. Er schlug seinen Vorgänger Adolf bei der Schlacht von Göllheim. Adolf starb bei diesen Kämpfen.
Mit Frankreich schloss Albrecht ein Friedensbündnis. Das zefallene Königsreich Polen teilte er mit Wenzel dem König von Böhmen.
Gegner hatte er bloss unter den rheinischen Fürsten. Aber auch der Papst erteilte ihm die Kaiserwürde erst 1303, nach massiven Eingeständnissen Albrechts hinsichtlich der Macht in Italien. Dank der Machtabtretung Albrehts in Italien wurde der Vatikan wieder klar stärkste Macht südlich der Alpen.
Der Landfreiden im Reich konnte Albrecht nie ganz herstellen, sowohl mit den Adeligen in Thürigen kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, wie auch im Süden des Landes.
Schliesslich wurde Albrecht von einem Sohn seines eigenen Bruders Rudolf mit einem Beil auf offenem Feld erschlagen. Scheinbar, weil Albrecht das Brudererbe nicht richtig ausbezahlt habe.

Du siehst wie sehr die Verrohung nach dem Ende der Stauferherrschaft um sich griff. Giftmorde, Meuchelmorde und Totschlag am hellichten Tage waren machtpolitisch akzeptable Mittel zum Zweck.

Neid und Rachsucht Odin ist eine alte, sehr alte Untugend der Menschen.
Und die Zeit der stauferschen Ritterlichkeit (Ehr, Treu, Vertrauen) war endgültig vorbei. Gier, Hass, Rache und undurchsichtige Intrigien sollten die Zutanten der kommenden deutschen, unsteten Reichsgeschichte werden. Man mag mir verklärte Stauferschwärmerei vorwerfen, ich bin froh um jeden kritischen Kommentar.




Neid ist eine der sieben Todsünden, hier eine Darstellung.

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