Zum Haus der gerechten Hoffnung

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Sonntag, 5. Juni 2011

20 Tote auf den Golanhöhen.

Hallo Odin


Heute sind 20 palästinensische Demnostranten, welche friedlich gegen die illegitime Besetzung der Golanhöhen durch Israel protestieren wollten, brutal von der israelischen Armee zusammengeschossen worden. Ueber dreihundert Demonstranten wurden verletzt. Der Aufschrei der UNO wird ausbleiben.

Hier siehst Du die friedlichen Demonstranten, welche im Visier der bestens ausgerüsteten US-israelischen-Grenzsoldaten sind.



Stell Dir vor die Schweiz wäre von den Deutschen sukzessive besetzt worden, weil sie behaupten, dass ihre "heiligen" Schriften sagen, dass Helvetien IHR gelobtes Land sei. Wir, alle Schweizer, würden dann in Ghettos im Kanton Uri zusammengepfercht leben, weil der Kanton Uri kaum landwirtschaftlich oder wirtschaftlich gross genutzt werden kann und deshalb für die Schweizer vom Völkerbund als Reservat zugeteilt wurde. Und stell Dir vor, Odin, dass seit 60 Jahren in Oesterreich (Voralberg) Flüchtlingslager für Millionen von Eidgenossen, welche von der deutschen Besatzungsmacht vertrieben wurden, existierten. Und stell Dir vor, dass Millionen von Schweizern in diesen Flüchtlingslager seit Jahrzehnten keine Recht auf Arbeit und  Ausbildung haben, weil sich auch nach 60 Jahren nicht Oesterreicher werden könnten. Und stell Dir vor, dass es in diesen Lagern weder anständige medizinische Versorgung noch fliessend Wasser für alle noch Kanalisationen geben würde. Würden wir dann nicht auch bei der erst besten Gelegenheit, die sich bietet nach Zürich rennen, um auf dem Ueltiberg zu demonstrieren. Und stell Dir dann vor Deutschland würde in unserem Land auf uns, die wir ganz friedlich für unsere Grundrechte demonstrieren, schiessen und 20 von uns töten!

Ich habe Dir beschrieben wie die Situaiton in Palästina und den palästinensischen Flüchtlingslagern seit 60 Jahren ist, nun beschreibe ich Dir wie die Situation in Libyen war, unter Gadhafi. In Libyen haben fast alle Menschen Arbeit gehabt, alle haben ein Dach über dem Kopf gehabt und genug zu Essen, sowie gratis Zugang zur medizinischen Versorgung (es gibt diverse Spitäler in Libyen, die Aertzte sind gut ausgebildet, viele davon wurden in Frankreich und der Schweiz ausgebildet). In Libyen gab es als erstens Land Nordafrikas und eines der wenigen im nahen Osten, eine Wittwenrente und Waisenrente und dies seit Gadhafi an die Macht gekommen ist vor 40 Jahren. Er hat beides umgehend eingeführt. Es gab auch obligatotische Schulpflicht für alle d.h. Mädchen und Jungen. Du siehst Odin, in Libyen war die Situtaion korrekt. In Palästina ist sie hingegen katastrophal und in den Flüchtlingslagern ganz einfach absolut menschenunwürdig. Die UNO hat jahrzehntelang weggeschaut und in Palästina nicht eingegriffen.
In Libyen hingegen sah sich der Oberheuchler Sarkozy (ich habe im Vorblog von der Imbezilität G.W. Bushs geschrieben, ich dopple hier nach und behaupte, dass Sarkozy nur unwesentlich schlauer als Bush ist) einen Krieg gegen Libyen vom Zaun gerissen. Es herrschte unter Gadhafi Ruhe und Ordnung. In Palästina herrschen herrscht seit Jahrzehnten Krieg, täglich gibt es Verletzte und Tote. Sarkozy hat genug Zeit zum nachdenken über Weltpolitik, nur ein absoluter Holzkopf kann den Unterschied nicht erkennen.

Odin ich werde den Heuchlern weiter auf den Zahn fühlen und Schritt für Schritt die geschichtlichen Zusammenhänge zu erläutern versuchen.
Man hat gerade als Deutscher ein unbedingtes Anrecht darauf die ganze Geschichte zu erfahren. Ich werde versuchen zusammenzufügen, was zusammengefügt werden muss. Das Material ist reichhaltig und es ist für etliche Ueberraschungen gesorgt, das sage ich schon jetzt im  Voraus.

Ich wünsche Dir und allen da draussen die ab und an ein kritisches Auge auf mein Geschreibsel werfen alles Gute, Mut und Durchhaltewillen.

Gruss smorre

und wer zwie gute Filme schauen will über die Probleme im nahen Osten dem empfehle ich

Persepolis in voller Länge hier zu sehen. Es erzählt eine junge Iranerin ihre Lebensgeschichte und damit auch die neue iranische Geschichte.



oder

Waltz with Bashir



Hier erzählt ein ehemaliger israelischer Soldat, welcher von regelmässigen Alpträumen geplagt wird vom Massaker im Libanonkrieg an unbewaffneten libanesischen Zivilisten.

Beide Geschichten sind schrecklilch, beide Geschichten wurden nie wirklich aufgearbeitet und die Kriegsverbrecher auch nie angeklagt.
Es wird eben nicht mit gleihen Ellen gemessen in dieser Welt, Odin, das wirst du bald einmal erfahren. Wichtig ist aber, dass man sich nie dazu verleiten lässt wegzuschauen oder sogar mitzumachen.
Wir sind anders, wir sind keine willigen Schäfchen der kaltblütigen Geldelite. Wir sind da, um die grellsten und klarsten Scheinwerfer auf ihre dunklen Seiten zu werfen, das ist unsere Pflicht.

Das Leben ist schön, lass es uns verteidigen Odin.

Gute Nacht

simorre

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