Zum Haus der gerechten Hoffnung

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Freitag, 17. Juni 2011

Habsburg lässt sich feiern, Ungarn kämpft. XXXXVIII

Hallo lieber Odin



Horch mal in das folgende Chanson rein und schau Dir vor allem dem Videoclip genau an.


              


Mir scheint also ob wir zwei wie Yanick Noah im Viedoclip von geschichtlicher Ansichtskarte zu geschichtlicher Ansichtskarte hüpfen. Als ob wir von einem totenstarren Königshof zum nächsten wandern würden. Doch sind die Bilder wirklich totes unbewegtes Gestern, oder sogar Vovorgestern? Ich glaube nicht, denn die Informationen aus jeder Postkarte spielen bis in die heutige Zeit hinein und formen unsere Gesellschaft ganz entscheidend. Gibt es ein modernes Feudalsystem? Sind unsere Demokratien wirklich freie unabhängige Demokratien? Etc. etc. etc.
Lasse es uns herausfinden und uns weiter von Hof zu Hof schreiten. Klopfen wir mutig und laut an die Tore Friedrich III. Den nächsten Kaiser Deutschlands und schauen wir ob er sein Versprechen, der von Jesus autorisierte gerechte Weltenherrscher zu sein, auch wirklich einhält. Vorhang auf für den Habsburger Friedrich III.



Hier der nächste der uns vorgibt von Gott eingesetzt uns regieren zu dürfen, Kaiser Friedrich III. Er war natürlich im "ritterlichen" Orden vom goldenen Vlies und auch im Vorhof des "noblen" Hosenbandordens. Mals schauen wie gottesfürchtig und ritterlich edel der Mann das Reich regierte.

Friedrichs Vater war der Herzog von Innerösterreich, seine Mutter eine polnische Herzogstochter. Innerösterreich umfasste die Steiermark, Kärnten, Krain und die dalmatinische (heute Kroatien) Küste. Interessant für uns Schweizer ist, dass der Grossvater Friedrichs Leopold III in der Schlacht von Sempach gegen die Eidgenossen gefallen ist.

In die Zeit von Friedrich fielen ein paar, für Kontinentaleuropa, durchaus relevante Begebenheiten.

a) 1448 Schloss Friedrich ein Konkordat mit dem Stuhl Petri in Rom. Die Machtverhältnisse zwischen dem Papst und dem Kaiser wurden im Konkordat von Wien genau festgelegt. Nur Dank diesem Vertrag, meine ich, war es möglich, dass Habsburg bis 1806, mit einer Ausnahme, immer den deutschen-römischen Kaiser stellen konnte. Ein Vertrag zwischen der obersten christlich Spirituellen Instanz und dem obersten Krieger Gottes. Mal schauen wie spirituell und gerecht die Realpolitik der beiden Institutionen wirklich sein wird in den folgenden paar hundert Jahren.

b) 1440-1450: die alten Zürichkrieg. Es gab damals Grenzstreitereien zwischen den alten Kantonen Schwyz, Glarus und dem habsburger Kanton Zürich. Trotz wiederholter Vermittlungsversuche konnten die Habsburger keine Einigung erreichen. Es kam zu mehreren Kriegen in denen die Eidgenossen (Zug, Bern, Glarus, Appenzell, Schwyz, Uri) gegen Zürich (mit Habsburg und Frankreich als Verbündete) siegten. Ohne diese Siege und den geschlossenen Frieden mit Habsburg hätte die Eidgenossenschaft sich kaum als freier Staatenbund, umgeben von monarchischen Grossmächten, während Jahrhunderten durchsetzen können. Ein Schelm der denkt, dass Habsburg Zürich noch heute die Schweiz im Geldbann hält.

c) Burgunderkriege 1474-77. Da während den Burgunderkriegen viel bizarrer blaublütiger Schummelpoker gespielt wurde, werde ich für die Burgunderkriege einen eigenen Eintrag reservieren.

d) am wichtigsten für die Habsburger war aber die Konsolidierung der Hausmacht im Osten.Der Habsburger-Luxemburger Ladislaus (Laszlo) König von Ungarn-Böhmen war ein Kindskönig. Ich rekapituliere die Geschichte kurz für Dich. Laszlo wurde ja bereits als vierjähriger König von Ungarn und Böhmen. Seine Mutter fiel unangenehm auf, weil sie, eine Luxemburgerin (Hosenband-Orden-Mitglied), die heilige Stephanskrone dem ungarischen Volk stahl und so den Königsthron ILLEGAL an sich (resp. ihren Sohn) riss. Der Kindskönig Laszlo kam in die Obhut seines Onkels Friedrich III. Friedrich III liess den Jungen zwar höfisch erziehen, aber er versuchte seinem wehrlosen Neffen die Ländereien wegzunehmen (feiner Krieger Gottes, nicht?)So schaffte es Friedrich (der doppelte noble Ordensritter) Niederösterreich und Oberösterreich von Ladislaus zu klauen und an sich zu reissen. Die böhmische und ungarische Königskrone sollte er aber trotz aller Bemühungen nicht so einfach von Ladislaus kriegen. Denn die Habsburger waren in Ungarn seit dem Kronendiebstahl und der Hinrichtung eines ihrer Volkshelden, durch König Laszlo,gar nicht mehr gut zu sprechen auf die Habsburger. In Ungarn gab es zwei starkge Geschlechter einerseits die Cili und andererseits die Hunaydis. Ich habe im Vorblog bereits beschrieben, dass die Hunaydis sich als Kämpfer gegen die Türken hervortaten. Trotzdem enteigneten die Cilier (mit König Ladislaus eng verwandt und enge Berater von ihm) die Huyandis. Einer der Huyandis tötete darauf im Zorn das Oberhaupt der Cilier und Ladislaus liess deshalb einen Sohn des ungarischen Volkshelden Johann Huyandis öffentlich enthaupten. Das provozierte massive Aufstände in Ungarn gegen die verhassten Habsburger. Ladislaus (Laszlo) musste Hals über Kopf aus Ungarn fliehen und von Oesterreich aus weiter regieren.
Nach dem Tod Ldislaus (17 jährig und wahrscheinlich wurde er gar ermordet) forderten die Huyandis dann die Königskrone Ungarns. Friedrich III musste dies akzeptieren, denn er fürchtete den Krieg mit Ungarn. Vom Papst erhielt König Matthias Huyandi (ein Nachkomme Johanns)sogar die Legitimation gegen die böhmischen Husseiten (Anhänger von Jan Hus) in den Krieg zu ziehen.
Hier musst Du nachlesen für was die Husseiten einstanden. Dann wirst Du sehen wie teuflisch es war von der Krone und dem Papst die Husseiten zu verfolgen. Friedrich III ist gegen sehr christlich lebende, wehrlose Menschen in den Krieg gezogen.
 Matthias wurde vom Papst sogar zum Gegenkönig in Böhmen gemacht. Böhmen wurde damals von eine polnisstämmigen König regiert. König Matthias Huyandi war ein sehr erfolgreicher Kriegsherr und konnte für Ungarn Teile Bulgariens sowie die Lausitz erobern. Schliesslich gelang es ihm sogar Wien zu belagern. Friedrich III musste Matthias in Wein einziehen lassen, wo dieser dann einige Jahre residierte. Matthias heiratete eine Prinzessin von Aragon (Spanien).
Als Matthias schliesslich 1490 starb, erhielt Friedrich III wieder ganz Oesterreich. Ungarn und Böhmen wurden aber zusammengelegt und dem bereits gewählten litauisch-polnischstämmigen Gegenkönig übergeben.

Nach dem Tod von König Matthias zog sich Friedrich auf seine Burg zurück in Linz und machte kaum noch grosse Politik.

Er hatte die Infantin von Portugal Eleonore geheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn und Nachfolger war Maximillian, den sie mit der Erbherzogin von Burgund verheirateten.


Wichtig ist anzufügen, dass wir uns ab ca. 1400 in der Renaissance befinden. Die Menschen identifizeirten sich nicht mehr bloss über ihre Clans-Familien, sondern machten durchaus individuelle Karrieren. Viele mittelalterliche Tabus wurden gebrochen, die Naturwissenschaften waren langsam auf dem Formarsch.

Einer der genialsten Köpfe der Rennaissance war sicher Leonardo Da Vinci. Er wagte an vielem Tabus zu rütteln und schaute der Natur genau über die Schultern. Er war einer der ersten, welche Autopsien (Sektionen) vornahmen. Seine anatomischen Zeichnungen waren wegen ihrer Genauigkeit schlicht revolutionär. Und er hätte für seinen Frevel durchaus auf dem Scheiterhaufen landen können, aber Leonardo hatte gute Unterstützer und vor allem auch Beschützer, den auch Leonardo war ein Geheimbündler.


Und hier ein Stück Musik aus der Renaissance von Orlando die Lasso

                             

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