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Mittwoch, 8. Juni 2011

Jobst aus Mähren, mäht Gegner. Teil XXXXIII

Hallo Odin







Der Ritterkodex, der für die alten (Merowinger, Karolinger, Ottonen, Staufer, Salier) noch galt, war seit der Machtübernahme durch die Luxemburger völlig aufgehoben. Die Gier nach Geld und Ländereien grassierte unter den Adeligen und Geistlichen im weströmischen Reich, wie nie zuvor. Es ging kaum mehr wirklich um das Reich (später Nation), oder den Schutz der Kirche, sondern um ordinärsten Eigennutz. Ritterliche Tugenden und Ehre galten weder auf dem Schlachtfeld noch in "Friedesnzeiten" etwas.  Es war auf niemanden mehr Verlass.

Jobst aus Mähren war ein Kind dieser unsteten, brutal materialistischen Zeit.

Der luxemburger Karl IV war ein Onkel Jobsts und somit König Wenzel ein Cousin. Jobst startete seine politische Karriere, als er als 23 Jähriger die Mark Mähren erben konnte. Mähren lag östlich von Böhmen. Sigismud, der Bruder von König Wenzel und somit ebenfalls Cousin von Jobst, hatte Ambitionen ungarischer König zu werden. Die Krone kostete aber eine eine tolle Stange Geld, die sich Sigismund bei seinen Unterstüzern leihen musste. Jobst erhielt als Pfand für seinen Kredit das Herzogtum Brandenburg von Sigismund.

Damit gab sich der machthungerige, gut gebildte und äusserst clevere Jobst aber nicht zufreiden. Er Rang  von Sigismund und Wenzel auch den Titel eines Kurfürsten ab. Damit erhielt Jobst die Privilegien selber Münzen zu prägen, Steuern zu verlangen und Zölle zu erheben. Jobsts materieller Reichtum und somit auch politischer Einfluss stiegen massiv an.
Als Dank für die materielle Unterstützung erhielt Jobst  sogar das Herzogtum Luxemburg 1389.

Das reichte dem ambitionierten Jobst aber nicht aus. Er wollte noch mehr, nämlich den böhmischen Thron. Er stellte sich zunehmend gegen Wenzel IV. Er verbündete sich zum Sturz Wenzels mit dem böhmischen Adel. Schliesslich konnte man Wenzel sogar gefangennehmen. Das war eine ganz grosse Schmach für Wenzel, der auch nachdem er sich aus der Gefangenschaft freikaufen konnte, in seiner Autorität massiv angeschlagen blieb.
Wenzel nahm Jobst im Gegenzug gefangen. Darauf liess Jobst aus der Gefangenschaft in seinem Auftrag die prager Günstlinge Wenzels ermorden. Mafiaartige Machenschaften gehörten bereits damals zum politischen Handwerk. Wenzel konnte die Morde nicht verhindern und musste Jobst aus der Gefangenschaft entlassen, ohne ihm grosse Zugeständnisse abringen zu können.

Wenzel war, wie ich in einem Vorblog geschildert habe, als Kaiser und König von den westlichen Kurfürsten abgesetzt worden (1400) und an seiner Stelle wurde Ruprecht (aus Bayern) zum König gewählt. Ruprecht konnte aber die Macht nie wirklich zurück in den Westen des Reichs holen. Ruprecht starb 1410 enttäuscht und isoliert.
Nun kam das ganz überraschende, Jobst wurde zum deutschen König gewählt mit der Stimme Wenzel IV!! Sigismunds Zorn war unermesslich. Man weiss nicht wer Jobst, kaum ein Jahr nach der Machübernahme, vergiftete, aber sicher waren es nicht Feinde von Cousin Sigismund dem König von Ungarn.




Denn Sigismund sollte nach dem Königsmord selber neuer deutscher König werden. Grauenhaft, wie sich die Schützer der Welt und Repräsentanten Christi benahmen nicht Odin?
Dazu aber mehr im nächstne Blog

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