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Sonntag, 19. Juni 2011

Karl ein spanischer Fuggerkaiser Teil XXXXX

Hallo Odin


Man möchte es nicht laut sagen und muss es doch. Zum Glück gibt es in allen Religionen sowas wie die Idee vom jüngsten Gericht. Am besten gefällt mir die Beschreibung im Bardo Töhdol. Sie ist ausführlich und sehr aufschlussreich.

Egal was kommt. Es kommt, wie wir es verdient haben?

                                                                     Budhiststisch


christlich




oder hinduistisch



Nach dem Leben, kommt die eigene Seelenschau. Es gibt sicher nicht nur die hässlichen Seelenreflexionen, aber man muss auch diese aushalten. Was nach dieser Seelenschau kommt, das weiss ich nicht. Aber die rapportierten NDE (Nahtodeserfahrungen) zeigen den Weg bis zur Seelenschau ganz klar auf.

Gehen wir also zurück zu Kaiser Karl V.

Auf Karl V wartete ein extrem grosses Erbe. Denn das Schicksal wollte es so, dass er als Sohn Philipp des Schönen und Johanna von Kastillien geboren wurde. Damit war ihm das Habsburgerreich und das spanische Reich bereits in die Wiege gelegt. Und ich sage Dir Odin, das war eine enorme Bürde, ein schrecklich belastendes Patengeschenk.
Karls Grosseltern waren einerseits der Habsburgerkaiser Maximilian und auf der anderen Seite Ferdinand I von Aragon und Isabella von Kastillien.



Hier siehst Du das riesen Reich, welches Karl V in die Wiege gelegt wurde. Weinrot:  Kastillien, Scharlachrot:  Aragon, Orange:  das Burgunderreich, Beige:  das heilige römische Reich deutscher Nation und Gelb: das Habsburgerreich.

Karl der V sollte aber nicht nur ein Kaiser mit riesigem Reich werden, sondern er förderte auch die Entdeckung neuer Kolonien. So umsegelte Magellan als erster Mensch im Auftrag Karl V die ganze Welt.





Aber nicht nur das, Karl V versuchte als erster Kaiser der privaten Willkür mit einem verbindlichen Gesetzeswerk einhalt zu gebieten. Er verfasste die peinliche Gerichtsordnung (Carolina) in lateinischer und deutscher Sprache.








Aber alles schön der Reihe nach.

Karl wuchs zwar in den Niederlanden (Belgien gehörte damals auch zu den Niederlanden) geboren, wurde aber im Geist Burgunds auferzogen. Er sprach daher französisch und nicht flämisch. Er wurde vom späteren Papst Hadrian erzogen. Eine ähnliche Ausbildung wie Karl V hatte auch Erasmus von Rottredam, im Geist waren sie sich ganz ähnlich. Es war die Zeit des Humanismus. Und mit dem Humanismus war der Samen der Aufklärung gelegt. Doch die humanistischen und aufklärerischen Bestrebungen sollten die Konservativen (orthodoxen) auf den Plan rufen.

Hässliche Kämpfe zwischen Rerformern und Konservativen sollten folgen. Und wie immer, wenn zwei sich streiten, lieber Odin, gibt es den lachenden Dritten.
 Der humanistisch-aufklärerische Wissensdurst musste finanziert werden. Neue Technologien, Waffen, grosse Reisen, üppige Architektur hielten einzug. Der Mensch war nicht mehr bescheidener gottesfürchtiger Mensch, sondern sah sich immer mehr als die absolute Krone der Schöpfung. Im Schatten des Reigens der Eitelkeiten gediehen jene, welche die grössenwahnsinnigen Perversionen der Mächtigen finanzierten. Dank den Münenprägern, konnten mörderische Waffen, welchen in den Kolonen ganze Hochkulturen zum Opfern fallen sollten (Inkas, Mayas, Atzteken etc) finanziert werden. Die Geldgeber konnten ab dem 16/17Jh an den verschiedenen europäischen Höfen immer mehr Fuss fassen. Die Könige und Fürsten wurden immer abhängiger von ihren Hoffaktoren. Bald schon sollte es unmöglich sein, ohne den Goodwill von reichen Mäzenen eine Wahl gewinnen zu könnn.

Zur Zeit Karl V war das Zinsgeschäft den Christen nicht erlaubt. Seit mehreren hundert Jahren hat der Papst seinen Schäfchen das Zinsgeschäft verboten. Ausgenommen vom Verbot waren die Juden, welche deshalb auch in ganz Europa als Wucherjuden gehasst wurden. Aber kein Wucherer konnte eine steile Karriere machen. Denn Landbesitz und Ausübung eines Handwerks war den Juden verboten. So fristeten sie oft ein in Ghettos abgeschottetes Dasein vom Rest der Gesellschaft.
 Aber bald schon forderte die Zeit des üppigen Barock ihren Blut(geld)zoll. Die gut vernetzten Geldgeber hatten die Mächtigen der Welt (die Kurfürsten des Reichs, den franz. König, den engl. König, die Habsburger) fest im Griff. Nicht nur die Könige, sondern ganze Nationen waren bei denselben Geldgebern verschuldet. Dazu werde ich Dir aber im Kapitel Hoffaktoren (Juden-Protestanten: Calvinisten-Zwinglianer) mehr erzählen. Zur Zeit Karl V (der letze Kaiser, welcher vom Papst gekrönt wurde) sah die Welt zwar noch anders aus, aber sie war im Begriff festen Schrittes in eine selbstzerstörerische Zukunft zu schreiten.

Als sein Vater starb war Karl gerade mal 6 jährig und  erbte von diesem das Burgund, die Niederlande und Beligen. Nach dem Tod seines Grossvaters Ferdinand von Aragon 1516 wurde er König von Aragon und regierte auch über Kastillien sowie, Sizilien, Sardinien, Navarra und die Kolonien in Uebersee (Südamerika). Nach dem Tod seines Grossvater Maximillan erbte er zu guter letzt das Reich der Habsburger mit dem Kerngebiet Oesterreich. Ein grosses Reich lag ihm nun erbbedingt zu  Füssen und doch konnte er nicht einfach so nach der Kaiserkrone greifen, um die Gebiete streng regieren zu können.
Denn viel  Bestechungsgeld war nötig, um die Kurfürstenstimmen zu gewinnen.  Jakob Fugger transferierte 900`000 Gulden Bestechungsgeld an die Kurfürsten, damit diese Karl wählten. Denn als Kandidat waren auch Heinrich VIII, König von England und König Franz von Frankreich nominiert. Die Fugger Bestechung trug Früchte. 1520 wurde er im Kaiserdom zu Aachen zum deutschen König gekrönt. Aber er hatte als Kaiser seine Seele der Finanz verkauft.

Zu Jakob Fugger gibt es noch eine schöne Geschichte.


Jako Fugger, Fuggerei Augsburg

Jakob Fugger war der reichste Kaufmann im Reich. Die Famlie Fugger war ähnlich einflussreich wie die toskanische Kaufmann Familie der Medici. Beide Familien machten ihr Vermögen primär nicht mit Bankgeschäften (den Zinsgeschäft war ein Sündengeschäft) sondern mit Handel. Aber die grossen Händlerfamilien hatten immense Geldreserven und diese investierten sie gut und gerne in die Wahl von politischen oder klerikalen Kandidaten. Dafür erheilten sie Zollbegünstigungen, Sicherheit und andere Handelsvorteile im Reich. Natürlich forderten die Geldgeber auch massive Steuererlässe. Was die Staatskassen bei zunehmenden Ausgaben (teure Kriege, Luxusbauten, Eroberungsexpeditionen) arg strapazierte. Ein Teufelskreis, der bis in die heutige Zeit anhält. Natürlich waren die Fürsten-Könige-Kardinäle-Päpste die sichersten Schuldner (Staatsgarantien). Man liess einfach das Volk die Schulden zahlen. Die Herren steigerten die Zoll- und Ernteabgaben, sowie die allgemeinen Schutzsteuern an. In der Kirche wurde die Hölle gepredigt, so dass das Geschäft mit dem Ablasshandel reichlich Geld in die Kirchenkassen spülte.
Du siehst Odin, das Spiel hat sich kaum geändert, ausser, dass der Ablasshandel heute über steuerbefreite scheinkaritative Trusts, oder Vereine geht. Der erste WWF präsident war Julian Huxley. Julian hat vor dem 2. WK den Lehrstuhl für Eugenik in London besetzt. Er war die Korifäe unter den Rassenhygienikern, er hat Hitler Basis für die Herrenrassenideologie geliefert. Rockefeller der mächtig in die Eugenik investierte, hat Hitler sogar das Kaiser-Wilhelm-Institut für Rassenhygiene gespendet. In diesem Komplex führte Dr. Fischer grässliche Versuche an minderwertigen Rassen durch. Er lieferte den Nazis die Legitimation Zigeuner-Schwarze-Asiaten-Iindigene-Juden-Slawen als minderwertige Rassen zu ghettoisieren und eliminieren.

Jakob Fugger jedenfalls, hatte sicher massive Gewissensbisse. Er liess deshalb in Augsburg ein ganzes Quartier bauen. Das Quartier wurde die Fuggerei genannt. Für einen Gulden pro Monat konnten arme Leute (quasi gratis) in kleinen Häusern wohnen. Die Auflage für alle Fuggereibewohner war aber, dass sie täglich für die Seele des Jakob Fugger in der eigens im Quartier gebauten Kirche beten mussten.

Ein katholischer Steuereintreiber, oder königlicher Gotteskrieger?? Statue steht beim Dom in Augsburg.

So siehst Du Odin, sehr oft ist es das schlechte Gewissen, dass superreiche Menschen dazu bewegt sich als "Philanthrope" zu zeigen. Wenn wir fair miteinander umgehen würden und nicht derart dekadent habgierig wären, hätte es genug Brot für alle auf der Erde. Leider funktioniert die Welt aber nicht so. Man klaut, verbrennt Felder, zerstörte ganze Städte, macht Handelsboykotte, sät inkognito Krieg und zeigt sich in der Oeffentlichkeit als gemeinnütziger Mensch. Der erster Generalsekretär der UNESCO und Mitgründer des WWF war der britische RASSENHYGIENIKER Julian Huxley. Jener Mensch, welcher den Faschisten die wissenschaftliche Legitimation gab, ganze Völker auszurotten, wurde Präsident des humanitären Hilfswerk UNESCO und gründete die grösste Tierschutzorganisation der Welt. Pervers heuchlerischer als der Mensch treibt es keine Spezies, soviel zum Etikett aufgeklärter Humanismus.

Falls Du mehr über die Ideologie der britischen Snobs wissen willst, kannst Du "Brave new World" lesen. Darin beschreibt der Schriststeller Aldous Huxley das Utopia seines Eugenik Bruders Julian Huxley.

Im untesntehenden Video siehst Du den Trailer zu Huxleys New World.






1521-1526 stritt Karl V gegen Frankreich um die Vorherrschaft in Norditalien. Tausende von Söldnern, auch aus der Schweiz, schlugen sich für die Könige gegenseitig die Köpfe ein. Oft standen Söldner aus derselben Region einander als Feinde gegenüber. In den abgelegenen Bergregionen der Alpen war die Reisläuferei derart populär, dass fast alle kampftauglichen jungen Männer in fremden Diensten standen. Viele Dörfer verloren so Generationen von jungen Männern. Die Hauptarbeitslast lag auf den Schultern der zurückgebliebenen Frauen. Auch ein Verdienst der aufgeklärten Humanisten (Hosenbändler, Freimaurer, Goldenes Vlies)

Die jahrelangen Kriege verschlangen unglaubliche Geldsummen. Ueberleg dir mal Odin woher dieses Geld kam (nebst dem was die Feudalsklaven abwarfen), was denkst Du, Karl V war ja spanischer König. Richtig aus dem erbeuteten Gold der Conquistatores aus Uebersee.

Hier eine der Geschichten, wie Karl V der Ordensritter und Weltenherrscher im Auftrag Jesu seine Kriegskasse füllte. Er liess ganze Zivilisationen in Uebersee abschlachten ( Inkas, Atzteken etc siehe Video), um an Tonnen von Raubgold zu kommen. Die bekanntesten Indianeroberschlächter hiessen Hernando Cortez und Francisco Pizarro. Auch seine Unterstüzung von Magellan diente nur dazu neue Sklavenmärkte und Edelschätze zu finden.
Karl war es überhaupt nicht wohl in seiner Haut. Er versuchte z.B die Versklavung der Indios zu verhindern. Scheiterte aber kläglich, denn in den Kolonien galten keine Kaisergesetze. Und Karl musste seine ungehobelten Schlächter walten lassen, denn er war auf deren Gold angewiesen und hatte null Einfluss auf deren brutale Exzesse in Uebersee (Vergewaltigung, Mord, Raub, Plünderung, Verslkavung etc)




Wenn Du meinst die heutigen Bilderberger hätten etwas aus der Geschichte gelernt, dann bist Du blauäugig.

Diese Woche erhielt Spanien mehrer Tonnen Goldmünzen von den USA. Denn ein spanisches Schiff der ehemaligen Armada sank, Spanien hatte so eine Ladung Raubbold aus Peru verloren. Mehrere hundert Jahre vergehen. Im Jahr 2000 wird der Schatz geborgen und geht nicht an Peru , von wo es gestohlen wurde, sondern an den Dieb Spanien. Bizarre schöne neue Welt in der wir leben Odin, nicht?





Der grössenwahnsinnige Karl V (welcher König ist es nicht?) siegte gegen Frankreich in Norditalien. Aber Karl V konnte trotz des Sieges und all des südamerikanischen Raubgoldes sein Heer nicht bezahlen. Da Karl V einen Groll auf den Medici Papst hatte, da er ihn einmal im Stich gelassen hatte, liess Karl V das kaiserliche Söldnerheer im sogenannten Sacco di Roma die ewige Stadt plündern. Frauen wurden aus den Häusern gerissen und von katholischen Gotteskämpfern auf offener Strasse vergewaltigt. Es war ein Morden, Rauben und Brandschatzen, welches die ewige Stadt  seit Jahrhunderten (Zerfall des römischen Reiches) nicht mehr gesehen hat.





Hier siehst Du auf einem Gemälde aus dem 17 Jh, wie sich die Söldner Karls vor den Toren Roms die Beute teilten. Karl liess das Heer  plündern, weil er die Landsknechte so nicht selber zahlen musste. Du siehst also, lieber Odin, einmal mehr, die König und Herren schützen das Volk nicht, sie geben sogar Plünderung, Vergewaltigung, Enteignung, Mord und Totschlag in Auftrag gegen die wehrlose Zivilbevölkerung. Ein Dummkopf wer da noch stolz darauf ist, solch blaublütigen Schwachköpfen Abgaben zu machen.

Und da die schweizer Söldner scheinbar besonders tapfer waren, wurden sie zur Leibgarde der Könige und Päpste gemacht. Bei der französischen Revolution verteidigte ausgerechnet die neutrale Schweiz mit Sitz des roten Kreuzes, der UNO und Verfechterin der Menschenrechte, eine der dekadentesten Monarchien überhaupt? Irgendwie grotesk nicht?
Und hier siehst Du, dass wir Schwizer, heute noch die Verteidigung für den Papst stellen. Wissen die jungen katholischen schweizer Männer auf was für eine Geschichte sie schwören.

Die Schweizergarde wurde 1506 von Papst Julius II gegründet. Julius II war der Papst, der den Petersdom gründen liess und die Renaissencedekadenz im Vatikan so richtig lancierte. Ausgerechnet diesen sehr weltlichen kirchenFUERSTEN verteidigte die Eidgenossengarde als erstes. Bizarrer geht es kaum? Julius II und die Brogia- und Medicipäpste waren es die, den Reformatoren so richtig Wasser auf die Mühlen führten. Sie waren dafür verantwortlich, dass es zu einem jahrhundertelangen Massenabschlachten unter Christen in Europa kam. Ich werde Dir später mehr über die katholische Kirche erzählen, aber eines sage ich Dir vorweg, das dekadente Verhalten dieser Päpste hat gar nichts mit der Tradition und Spiritualität der katholischen Kirche zu tun.




Wie oben genannt, wurde es mit der Zeit dem gemeinen Mann zu bunt, einfach tantenlos zuzuschauen, wie die nimmersatten, geldgierigen Adeligen immer zahlreicher wurden und sich zu ihnen auch noch ein gefräsiges gehobenes Büergertum (Fugger, Sforza, Medici, Hanse und die jüdischen Wuchergeldgeber) sprich Kaufleute dazu gesellten. Die Steuer- und Schuldenlast war für das gemeine Volk fast nicht mehr auszuhalten. Viele Bauern starben den Hungertod in einer immer grausameren Feudalherrschft.  In Elend und Dreck rackerten sie sich für die stets luxuriöser lebenden Adeligen-Kaufleute und hohen Kleriker ab.

Als Reaktion auf die Dekadenz der Mächtigen, kam zu Bauernaufständen  in ganz Deutschland und zur Reformation unter der Führung von den Reformatoren Martin Luther, Ulrich Zwingli (Zürich) und Jean Cauvin (Johannes Calvin) Genf, Girano Savoranola (Firenze). Und nun kommt es ganz dick. Mit der Reformation sollte der Teufel mit dem noch viel hässlicheren Belzebub ausgetrieben werden. Denn das Ziel der Geldmächte (Hoffaktoren etc) war sämtliche weltliche Autoritäten zu zerbersteten und den Menschen Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit vorzugaukeln. Du wirst sehen, wieviel Millionen Toter Freiheitskämpfer auf den Kampffeldern Europas im Glauben an eine bessere Zukunft starben. Die Kriege sollten aber immer horribler werden und die Situation der Menschen nicht wirklich besser. Nach dem 2. Weltkrieg war man zwar die Fürstenhäuser los und nannte sich Demokratie, aber man war auch hochverschuldet und dies ausgerechnet bei den ehemaligen fürstlichen Hoffaktoren, welche sich nun Grossbankiers nannten. Nun aber zurück ins 16 Jh  zur Reformation.

Der Kaiser, der Adel, die ganze katholische Kirche stemmte sich ganz entschieden und mit äusserster Grausamkeit gegen die Reformatoren.

Die Bauernkriege kostete tausenden von verzweifelten Bauern das Leben. Sie erreichten aber nichts. Sogar Maritn Luther wetterte gegen die ungehobelten Bauern. Aus Frust tauchten einige Bauern unter und zogen als Räuberbanden, analog den Raubrittern ( verarmter, niederer Adel) brandschatzend durchs Reich. Das Volk lebte in Daurerangst.
Eine andere Gegenreaktion gegen das unfaire Feudalsystem waren die Täufer. Sie lebten zurückgezogen, ganz einfach, bibeltreu aber keinem König oder Kleriker unterstellt, als freie Christen. Die Täufer sollten als Ketzer Jahrhunderte lang verfolgt werden. Einige sind dann in die neuen Länder geflohen. So findet man sie heute noch in den USA, Bolivien, Paraguay, Brasilien, aber auch im schweizer Jura. Sie nennen sich heute Amish, Methodisten, Täufer, Brüderverein, oder Freikirche.

Als Beispiel eines überzeugten Kämpfers für allgemeine Menschenrechte und Wegbereiter der Reformation, sowie Anführer der Bauernkrieger, nenne ich  Thomas Müntzer. Martin Luther bezeichnete diesen, obwohl sie anfänglich Freunde waren, wegen seiner aufwieglerischen Art als den Satan von Allstedt.



Münzer hat viele gute Ideen gehabt, aber der Aufruf zu Gewalt war schlecht und zu meinen man sei auserwählter als andere ist auch nicht gerade bescheiden. Wir sind doch alle gleich, wir kämpfen gegen dieselben inneren Zwiespälte. Münzer hat die Menschen frei machen wollen, sie aber in einen vernichtenden Krieg geführt, der sie noch ärmer und unfreier machte als vorher. Er war kein Satan, aber sicher ein Aufwiegler. In der modernen Welt wimmelt es nur so von Agitatoren, lieber Odin, deshalb, denke immer selber und handle immer nach Deinem eigenen inneren Gewissen. Offen sprechen und gute Ideen vertreten ist wünschenswert, aber fanatisch zu Hass aufrufen ist immer ein satanisches Anbeten des Kriegsteufels.

1555/56 dankte Karl V ab und entschuldigte sich in einer ergreifenden Abdankungsrede für seine Fehler. Er schloss vor der Abdankung, auf Druck des Papstes, Frieden mit dem französischen König. Einziger und gemeinsamer Feind für das heilige-römische Reich (resp. die reichen Geldsäcke in den Geheimlogen)  blieben die Osmanen. Zwar hatte Karl von diesen Tunis erobern können, aber eine entscheidende Schlacht um Belgrad gegen die Türken verloren.

Karl V lag einerseits der Humanismus echt am Herzen, andererseits hatte er gegen die zunehmenden Geltungssucht der Fürsten und auch des Klerus zu kämpfen. Zudem verschlangen die Dauerstreitereien mit Frankreich und den Türken, aber auch zunehmend gegen den protestantischen Teil des heiligen römischen Reichs (unter Führung des Sachsenkurfürstes), immense Geldsummen. Karl V konnte die immer gehässigere Mehrfrontenschlacht gegen ihn im deutschen Reich nicht gewinnen, auch weil er der deutschen Sprache nicht mächtig war.
 Um das nötige Geld auftreiben zu können war er, ein bekennender Humanist, gezwungen Grausamkeiten gegen unschuldige Menschen zuzulassen. Karl V war am Ende seiner Regierungszeit eine völlig zerrissene Persönlichkeit. Und er musste die tausendjährige Tradition des deutschen Kaisers von Gottes Gnaden aufgeben. Ab jetzt hatte nicht mehr der Kaiser das Sagen, sondern die höfischen Geldgeber. (Juden/Protestanten/italienische Kaufleute etc)
Karl versuchte das Erbe an seinen Sohn Philipp zu übergeben. Es kam aber zu familieninternen Spannungen, in die sich selbstverständlich der Klerus und die Fürsten einmischten. Schliesslich konnte Karl die Trennung des Reiches nicht verhindern. Spanien, Niederlande und die italienischen Besitzungen gingen an Philipp und der andere Sohn, Ferdninand, übernahm das Habsburgerreich.

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