Zum Haus der gerechten Hoffnung

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Sonntag, 19. Juni 2011

Maximilian und die (un)heilige Liga. XXXXIX

Hallo Odin


Maximilian war der Sohn von Friedrich III und Elenore von Portugal. 1477 heiratete er Maria von Burgund, Tochter des Herzogs von Burgund. Wie ich in den Vorblogs bereits beschrieben habe, stellten die Burgunder auch den König von Portugal und ganz enge Verbündete der englischen Herrscher und somit logischerweise Mitglieder des exklusiven Hosenbandordens.
Maximilian wurde 1458 deshalb als erster deutscher König (Kaiser) als vollwertiges Logenmitglied in den Hosenbandorden aufgenommen (nicht so wie seine beiden Vorgänger bloss in den Vorhof). Auch die Könige von Kastillien und Aragon waren in Hosenbandgehiembund. Was wir heute als Bilderbergertreffen erleben gab es also bereits damals in Form dieses Geheimbundes.
 Der grosse und gemeinsame Feind lauerte im Südosten, das osmanische Reich und im Südwesten die Araber Nordafrikas (Marokkos). Die Reconquista begann bereits vor 800 n.Ch konnte aber erst 1492 mit der Rückeroberung Granadas abgeschlossen werden. Im Osten brauchte es noch einige hässliche Intriegen, bis das osmanische Reich durch von aussen geschürte hässlichste Bürgerkriege (zwischen Armenier-Kurden-Türken) in die Knie gezwungen werden konnte.

Es muss hier angefügt werden, dass in Andalusien während der muslimischen Herrschaft, Juden, Muslims und Christen friedlich nebeneinander leben konnten. Wirtschaftlich, wissenschaftlich und auch gesellschaftlich erlebte Andalusien eine unglaubliche Blütezeit unter der arabischen Herrschaft. Die Städte waren (z.b. Gordoba, Sevilla, Granada) freie Städte, d.h. sie genossen Autonomie, waren nicht mit horrenden Abgaben an Kirche und König behaftet. Offizeille Amtssprache waren Latein, Hebräisch und Arabisch. Alle Publikationen (Bücher/Schriften) wurden in die drei Sprachen übersetzt. In Toledo entstand eine der grössten Uebersetzungssschulen. So konnte zum ersten Mal die persische-griechische-arabische Literatur  von den europäischen Möchen, welche oft bloss Latein verstanden  gelesen werden. Dieser intellektuelle Austausch war für beide Seiten äusserst befruchtend. Alchemie (Chemie), Algebra (Mathematik/Physik/Geometrie), Astrologie wurden über Spanien aus dem arabischen Raum nach Europa gebracht. Ohne arabische Mathematik, wäre ein Leonardo Da Vinci in Europa nicht möglich gewesen ebensowenig Keppler, Kopernikus, Galieleo Galielei und Newton.
Mit der Reconquista endete die Zeit des Aufbruchs in Südspanien und das ganze Land wurde wieder vom Terror der Mächtigen der damaligen Welt (Kirche-Königtum) heimgesucht. Gelehrte frei denkende mussten fliehen oder wurden getötet, das dunkle katholisch Orthodoxe und der royale Hosenbandorden erstickte die friedliche und interessante multikulturelle Zivilisation in Südspanien und katapultierte die sich in Aufbruch befindende Gesellschaft wieder in den beissend-toxischen Mief des dunkelste Mittelatler zurück.
In den katholischen Gebieten wurden  die Judengetthos mit (von der Kirche akzeptierten) Pogromen versehen.  Muslims, Husseiten, oder Anhänger von Naturreligionen (keltische/germanische Heil- und Ritualpraktiken) fielen der Inquisition zum Opfer. 1486 wurde der Hexenhammer veröffentlicht, er stellte einen Leitfanden für die grausamen Praktiken der Inquisition dar. Hunderttausende von Unschuldigen wurden während mehreren Jahrhunderten von Exponenten der katholischen Kirche und der Königshäuser durch von ihnen bezahlte Häschere ermordet.

Hier ein kleiner Ueberblick dazu (DOKU-des ZDF)



In diese Zeit hinein wurde also Maximilian geboren. Auch er unterstützte obgenannte Praktiken, obwohl er ja feierlich zum gottesfürchtigen humanistischen Ritter des goldenen Vlies und auch royalen Hosenbandorden geschlagen wurde.
Maria von Burgund, die Ehefrau Maximiliams, starb bereits 1482 an einem Jagdunfall. Maximilliam und sein Sohn erbten von Maria das Burgund und die Niederlande. Umgehend besetzte aber Karl (der französische König) das Burgund. Schliesslich versuchten sich die zerstrittenen Monarchen Karl und Maximilliam über eine Ehe zu versöhnen. Karl wurde mit der Tochter Maximillians, Margarethe, verlobt.  Es trat aber kein Frieden ein, die Kriege gingen weiter. 1490 heiratete Maximillian, in seiner Abwesenheit, die junge Erbin der Bretagne. Karl kam Maximilliam aber zuvor, schickte Margarethe nach Deutschland, löste die Ehe zwischen Maximillian und der Herzogin der Bretagne auf und heiratete diese gleich selber.
Du siehst Odin, wie grausam und kindisch sich die Machthaber dieser Zeit benomen haben. Die Ehe hat nichts mit Liebe zu tun, sondern ist wichtiger Teil der Machtstrategie. Ich habe es Dir bereits gesagt, aber dieses Prinzip wird bei den Mächtigen unserer Zeit (Peter Spuhler, Marcel Ospel, Daniel Vasella) genauso angewendet. Man heiratet nicht weil man liebt, sondern weil man ins richtige Haus kommen will. Fürs Vergnügen kauft man sich, wenn man das Geld, hat ein ganzes Harem. PS: Um an die Macht zu kommen muss nebst der rechten Heirat auch in den rechten Logen gearbeitet werden. Auch das gilt für Vasella, Ospel, Blocher, Spuhler, Blair, Ermotti, Ackermann etc., vermute ich.

So zurück zur Spannung zwischen Frankreich und Habsburg. Frankreich eroberte 1495 das Königreich Neapel. Damit war das aragonische Königreich beider Sizilien gespalten.

Du erinnerst Dich, die von den Sizilianern geliebten Staufer wurden von Karl von Anjou mit Legitimation des Papstes aus Sizilien vertrieben. Das Volk begeherte aber bereits kurz nach der französischen Machtergreifung gegen Karl von Anjou auf. Denn dieser verlangte horrende Abgaben. 1283, 14 Jahre nach der Machtergreifung, wurde Karl von Anjou vom König von Aragon (Manfred) verdrängt. Manfred war mit einer Hohenstauferin verheiratet und deshalb in Sizilien hoch akzeptiert. Das Haus Aragon herrschte in Sizilien bis 1713 (spanischer Erbfolgekrieg). Dann mischte sich wieder Savoyen (Frankreich) ein.

Oberpate der "heiligen??" Allianz war der absolut unheilige, ruchlose, sexbesessene Machtmensch Papst Alexander VI aus dem Haus Borgia.




Ueber die gruseligen Geschichten für welche die Borgias vernatwortlich gemacht werden, will ich mich nicht im Detail unterhalten. Aber wenn  man überhaupt  jemand  hätte auf dem Scheiterhaufen verbrennen sollen, dann (ich weiss, es steht dem Menschen nicht an zu richten und man sollte sich im Zaume halten) hätte man die Borgias und die nachfolgenden Medicipäpste  darauf schmeissen müssen. Man hätte es tun müssen, wenn auch nur ein Bruchteil der Gräueltaten, für welche sie Verantwortlich gemacht werden wirklich stimmen.

Hier ein weiterer weltliche Geldpäpste (Medici-Sohn). Die Päpste hielten sich die bekanntesten Maler in ihren Palästen und liessen sich von denen Porträtieren auf dem Stuhl Petri.




Sorry, lieber Odin, ich bin Katholike, aber je tiefer ich mich in die Geschichte dieser Kirche hänge, umso mehr bin ich geneigt auszusteigen. Gäbe es nicht Jakob Böhme, Kirkegaard, Teuler, Franz von Assisi, Maximilliam Kolbe, müsste ich sofort austreten. Menschen stinken, je mächtiger sie sind umso penetranter, scheint mir. Ich bin auch Mensch, ich kenne meine Schwächen, deshalb werde ich mich nie über andere erheben, mir nie eine Krone aufsetzen, oder von anderen stinkenden Machtmenschen im Auftrag Gottes aufsetzen lassen.
Ich behaupte, dass jeder Mensch, der auf Erden sich selber zum Präsidenten, König, Papst macht oder machen lässt, krank sein muss, schwer psychisch gestört. Die Geschichte liefert den besten Beweis dazu. Die saufenden und hurenden Besteien von Menschen in Brokat und Seide haben die Inquisition zu verantworten.

Nicht nur bei mir staut sich was zusammen, wenn ich die Geschichte der Renaissance Päpste und Könige reflektiere, beim einfachen Volk war das genauso. Deshalb kam es auch zur Reformation und infolge dessen zu blutigen Kriegen in denen Millionen von Menschen ihr Leben verloren. Ich wage etwas zu sagen, was einige mir als blasphemisches-Pamphlet nachtragen werden. Wenn es den Teufel gibt, dann fühlt er sich bei den Mächtigsten (ob in Kirche oder Palast) dieser Welt sicher pudelwohl. Mir zerreisst es bisweilen beim Lesen ob soviel Grausamkeit fast mein Herz, aber ich will weitermachen, denn die religiös-weltliche Machtpolitik funktioniert auch noch in unserer Zeit mit äusserster Grausamkeit. Denke nur an die Methodistenfamilie Bush welche asl Gotteskrieger gegen orthodoxe Islamisten antritt.  Oder der jüdische Geldaldel in den USA und Israle, welcher orthodoxe jüdische Siedler gegen kämpferische Palästinenser aufhetzt. Oder der puritanische SVP-Führer Christoph Blocher, welcher zur Fremdenhass aufruft.

Die stille Kontemplation vor einer Kerze in einer Kirche bringt Ruhe und ist Segen zugleich. Nur weil ich meine, dass es Orte dieser Stille auch weiterhin geben sollte, bleibe ich der Kirche treu. Nicht dass ich die aktuellen Würdetärger pauschal veruteilen möchte, aber man ist geneigt äusserst skeptisch einem Menschen zu begegnen, der viel irdische Macht auf seine Person vereint. Zu oft wurde diese Macht misbraucht, wie die Geschichte uns lehrt. Trotz all den schrecklichen Dingen, welche geschehn sind, soll man an das Gute im Menschen glauben. Und man muss auch die tausenden von aufopfernden Ordensleuten sehen, die still und bescheiden ihren Dienst an den Armen und Leidenden unserer Welt getan haben und immer noch tun.

EINES IST KLAR; KEIN MENSCH DER WELT IST UNFEHLBAR, AUCH DER PAPST NICHT.

1508 wurde Maximillian von oben gezeigtem Papst zum Kaiser gekrönt, die heilige Allianz war geschmiedet.

Maximillian versuchte die Annähgerung an den ungarischen König (aus litauisch-polnischem Haus) und den polnischen König. Er hatte auch gute Beziehungen zu den russischen Zaren. Zum vom Papst gewünschten Zusammenschluss mit der Ostkirche kam es aber nie.
1519 starb Maximillian und wurde im Ornat des St.Georg Ritters beerdigt. Haben sich die Krieger Gottes überhaupt je überlegt, für welch dekadente päpstliche Bestien sie kämpften?

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