Zum Haus der gerechten Hoffnung

Zum Haus der gerechten Hoffnung.

Zum Haus der gerechen Hoffnun

Zum Haus der gerechen Hoffnun

Samstag, 25. Juni 2011

Matthias u. der dreissigjährige Krieg Teil XXXXXIII

Hallo Odin


Der Katholike Matthias hatte seinen psychisch kranken reformierten Bruder Rudolf II entmachtet und sich selber auf den Kaiserthron gesetzt. Ob er als Regent des heiligen römische Reich gut diente ist Gegenstand unserer nächsten Betrachtungsrunde.




Dieses Foto stammt aus der Kaisergruft in Wien Neustadt. Die Ehefrau von Kaiser Matthias liess als Grabstätte für die Habsburger eine Kapuzinerkloster mit Gruft für die letzte Ruhe der Habsburger bauen. Im Video unten siehst Du die Beerdigung der letzten Habsbruger Kaiserin (Zita). Schau den Film mit all seinem stur im Protokoll festgelegten sinnlosen Pomp und Tand an und höre auf das Wortwechselspiel zwischen dem Kapuzinermönch und dem kaiserlichen Herold. In diesem kurzen Wortwechsel wird der wetliche Tand auf das reduziert was er ist. Schön und gut zu wissen, dass auch der Kaiser so aus der Welt scheiden muss, wie er geboren wurde, ganz nackt.

Hier die Beerdigung und das Ritual, um welches auch Kaiserin Zita nicht herum kam.




Zurück zu Matthias.

Matthias hat seinen Bruder "Rudolf II" vom Thron gestossen. Ob er nun der bessere Kaiser war, das wird sich zeigen.

Wenden wir uns der Zeit zu, als Matthias Statthalter von Holland war. Sein grosser reformierter Gegespieler war Wilhelm von Oranien, welcher aus dem deutschen Adelsgeschlecht Nassau-Oranien stammte. Wilhelm heiratete, wie damals üblich, die reichste Adelige im Land (Anna von Egmond). Anna war auch gleich die einzige holländische Frau eines Naussau-Oraniers. Leider verstarb Anna bereits mit 25 Jahren 1559. Bereits 1561 heiratete Wilhelm Anna von Sachsen. Die Sachsenherzöge waren bekennende Protestanten und kämpften gegen die katholischen Habsburger.
Die Heirat war ein ganz klares Zeichen gegen den spanischen-habsburgische König, welcher auch die Niederlande regierte.
1566 organisierten die Protestanten den Bildersturm in Nordholland und Flandern. Alle katholischen Kirchen wurden gesäubert von Gottes- und Heiligendarstellungen. Aggressiv und destruktiv liess der Mob dem angestauten Wut gegen die katholischen Herrscher freien Lauf. Die protestantischen Fürsten (Hosenbandorden-getriebene) rieben sich die Hände, ihnen ging es viel weniger um Religion als um Geld und Macht, welche sie nur durch Unabhängigkeit erlangen konnten. Das zehnte Gebot Mose "Du sollst Dir kein Bildnis von Gott machen" war nur ein ganz perfider und scheinheiliger Grund die Katholiken aus dem Land zu jagen. Mit diesem Wutzug durch die Kirchen Hollands war der 80 jährige, hässliche Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden eröffnet.
Lieber Odin, wenn irgend einer Dich zur Hatz gegen andere antreibt, zeig ihm die kalte Schulter, denn er ist immer im Unrecht. Wir werden von einer zur anderen Revolution schreiten in unserer Betrachtung der Reichsgeschichte. Und ein machtgieriger Fanatiker wird vom nächsten ideologischen Spinner abgelöst werden. Ein infernaler Reigen, der bis in die heutige Zeit anhält. Du musst Dir bewusst sein, dass die Geldmacht damals im Hintergrund bereits seit einigen hundert Jahren fest im Sattel sass und die Königsfiguren zu ihrem Vorteil verschob.
Wir machen weiter, halt Aug und Ohr gut geöffnet.


 Hier siehst Du das Werk von Bilderstürmern unserer Zeit, Sprengung der Budhastatuen (ein Weltkurturerbe wurde binnen Sekunden aus religiösem Fanatismus in Schutt und Asche gelegt).



Hier siehst Du einen Gegenbildersturm. Der Kommunismus stürmte einst die religiösen Bilder, heute werden die Kommunistischen Köpfe gestürmt.


Matthias wurde 1576, gegen den Willen Philip II (Habsburgerkönig von Spanien und Niederlande) und Kaiser Rudolf II, Statthalter von den Niederlanden. Matthias, war ein durchtriebener Machtmensch, wollte sich eine eigene Machtbasis in den Niederlanden aufbauen. In den Niederlanden wurde Matthias vom Herzog von Aarschot verhaftet. Er kam nur dank der Unterstützung von Lokalmatador Wilhelm von Oranien frei. Nach diesem Zwischenfall blieb Matthias zwar Statthalter der Niederlande, das Sagen hatte aber Wilhelm von Oranien!
Matthias überliess das Geschick  der Niederlande Wilhelm von Oranien-Nassan (die aktuelle holländische Königin Beatrix stammt aus dem Haus Nassau) und konzentrierte sich auf die österreichische Politik.

Nur mit Zwängen und Würgen konnte Matthias durchsetzen, dass sein Bruder Ernst das Statthalteramt von Oesterreich ablegen musste und dafür sein Statthalteramt der Niederlande übernehmen musste. Ab 1596 konnte sich Matthias der österreichischen Politik widmen und er hatte bereits damals nichts Gereingeres vor, als seinem Bruder Rudolf II den Thron streitig zu machen.
Zunächst liess er sich aber von Rudolf einspannen. Er wechselte das Lager und Griff als Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee in Oesterreich hart gegen die aufständischen Bauern durch. Nach diesem Aufstand schmiss er sämtliche Protestanten aus der Verwaltung und setzte sich für die katholische Gegenreformation ein. Rudolf II übergab seinem ehrgzeizigen Bruder die Befehlsgewalt über die kaiserlichen Söldnertruppen im Kampf gegen die Türken und überliess ihm die Ungarnpolitik ganz.

Ernst starb bereits ein Jahr nach dem er das Statthalteramt für die Niederlande übernommen hatte. Vor seinem Tod empfahl er seinen Brüdern noch Pieter Breughel. Breughels düstere Bilder passten gut in die Zeit der Unsicherheit und des gegenseitigen Massanabschlachtens.
Hier zwei Beispiele



Hier siehst Du das Bild der Aufstand der gefallenen Engel. Brueghel war katholischer Auftragsmaler für Philipp II. Was die Protestanten aus den Kirchen verbannten zeichnete er umso eindrücklicher auf Leinwand wieder.



Hier ein Bild, mit dem Titel der Triumpf des Todes. Die feinen reichen  Bankiersherren liessen aus religiösen Gründen Protestanten gegen Katholiken und Katholiken gegen Muselmännern rennen. Dazu kamen die blutigen Bauernaufstände und die Onmacht der völlig rückständig, bornierten europäischen Medizin gegen die desolaten hygienischen Zustände und daraus resultierenden Epidemien in den immer grösser werdenden Städten.
Der Krieg war bereits damals die einträglichste und sicherste Geldquelle für die Bankiers/Kaufleute, welche sich in den Geheimlogen der Könige schon lange eingeschlichen hatten.

Löbliche Ausnahme der eitl-törichten Aerztegilde der damaligen Zeit war Paracelsus (Philipus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim). Ueber ihn werde ich Dir später einmal berichten. Er war Arzt, Chemiker, Naturwissenschafter, Astrologe, Mystiker, Philosoph eine wahrlich grandiose und aussergewöhnliche Erscheinung seiner Zeit.

Mit der Zeit formierten sich im Reich zwei Blöcke einerseits die protestantische Union (17 Städte unter Anführugn des Kufürsten von der Pfalz ) andererseits die katholische Liga (unter Anführung des Herzogs von Bayern). Mit der Formierung dieser beiden Blöcke war der Startschuss für den absolut grässlichen dreissig Jährigen Krieg (welchem die halbe Reichsbevölkerung zum Opfer fallen sollte) gegeben.
Der Druck der Protestanten und der geldverschlingenen (die Geldgeber rieben sich die Hände) Türkenkrieg bewogen die Brüder Maximilian (Erzherzog von Tirol und Führer des Deutschritter Ordens), Ferdinand (Erzherzog von Nierderösterreich) und Matthias einen Packt gegen den psychisch immer kränker werdenden Rudolf II zu schmieden. 1612 wurde Matthias dann auch Kaiser.

Matthias konnte als Kaiser den schwelenden Religionskrieg nicht unterbinden. Es kam sogar im Habsburger Stammland Böhmen zu Standesaufstände. Der durch die kaiserliche Gegenreformatoren unterdürckte Mob stürmte 1618 das Prager Rathaus und stiess einige der adeligen Ratsherren aus den Fenstern. Das war der Anfang des dreissigjährigen Krieges.

Auf Druck der Familie und der katholischen Kirch musste Matthias die Kaiserkrone an seinen Bruder Ferndiand weitergeben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen