Zum Haus der gerechten Hoffnung

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Freitag, 10. Juni 2011

Sigismund Gründer der Drachenbrüder XXXIV

Hallo Odin


Sigismund, der Bruder des alkoholkranken und prunksüchtigen König Wenzels, verlor die Königswahl nach Wenzels Tod an Jobst von Mähren. Aber bereits 1 Jahr nach der Ernennung zum König starb Wenzel, wahrscheinlich wurde er vergiftet. Sigismund erbete den Königsthron.


Sigismud heiratete, um ungarischer König zu werden, Prinzessin Maria von Ungarn. Maria stammte aus dem Haus Anjou, aus jenem Geschlecht, welche mit Hilfe des Papstes, dem Stauferreich in Italien den Garaus machte. Und das deren süditalienische Herrschaften (insbesondere Sizilien) übernahm und seither verwaltete.

Wir Blicken zurück in die geschichtliche Vergangenheit. Heinrich IV, ein Sohn Barbarossas, eroberte gegen den Willen Roms Unteritalien. Danach wagte sein Sohn Friedrich II es als deutscher Kaiser Unteritalien (Neapel-Sizilien) fest ins deutsche Reich enzubinden. Dem Papst war die Expansionslust der Staufer nicht genehm. Denn die römische Kurie hatte seit Jahrhunderten die süditalienischen Herrscher (Normannen) gebraucht, um von den deutschen Schutzherren (Kaiser) Zugeständnisse zu erpressen.


Es schickte sich ja für hohe Geistliche nicht, sich die Hände blutig zu machen, also suchten diese in Europa einen Noblen reichen Herrn, der für Christus gegen die "verruchten" Staufer in den Krieg zog. Weder der englische König, noch der französische König willigten jedoch in das Begehren des Papstes ein. Sie wollten sich nicht zu päpstlichen Henkern der Staufer machen lassen.
Karl I von Anjou hingegen wagte es aber. Er war ein Sohn des französischen Königs und ein mutiger, sehr schlachterprobter Hitzkopf. Er hat vom Staufer Friedrich II (Sieg in der Auseinandersetzung mit den Savoyern) die Provence abgetrotzt. Das heisst, er hat ganz einfach dem deutschen Reich, nach dem Sieg über Savoyen, keinen Tribut mehr gezahlt. Vor diesem Schlag gegen die Staufer, zog er in einen Kreuzzug  und gewann die Schlacht um Al Mansura in Aegypten. Dies fuhr ihm viel Geld und Ruhm und natürlich die volle Unterstützung des Papstes ein.
Schliesslich konnte auch der französische König nicht mehr verhindern (der ja sowieso noch in Gefangenschaft im heiligen Land war), dass Karl I von Anjou gemeinsame Sache mit dem Papst gegen die Staufer machte.
Karl wurde 1263 von vier Kardinälen zum Senator von Rom gewählt. 1265 gab ihm der Papst Sizilien in Lehn und krönte ihn kurz darauf zum König von Sizilien. Obwohl in Sizilien noch der Staufer Martin an der Macht war und auch Konradin der Grosssohn Friedrich II noch lebte.


Im obigen Bild siehst Du die Krönung Karl I von Anjou (goldene Lilie) zum König von Neapel. Damit besiegelte der Papst  die enge Zusammenarbeit mit den Franzosen. Und dieser Akt war es denn auch, welcher zum abendländischen Schisma (ein Papst in Avignon und einer in Rom) führen sollte. In der Schlacht von Benevent tötete Karl den Staufer Martin. Konradin forderte Karl in der Schlacht von Taliacozzo ebenfalls heraus und unterlag gegen den erfahrenen Feldherrn Karl.
Karl I und damit das Haus Anjou wurde so zum Herrscher von Sizilien und Süditalien. Frankreich hatte die normannischen Pfründe wieder erobert.
Papst Clemens II freute sich über den Tod des Stauferkönigs Martin dermassen, dass er sich zur ganz unchristlichen Aussagen " stinkender Kadaver jenes Pestmenschen Manrtin" hinreissen liess. Der andere Staufer,Konstantin, wurde in Rom vor versammeltem Mob und zur vollen Befriedigung der Geistlichkeit geköpft. Und die Verwandtschaft (einige kleine Kinder) wurden alle eingekerkert und bis zu ihrem Tod nie mehr aus den Kerkern gelassen. Dante Alighieri, der 1265 geboren wurde und die Geschichte seines Landes sehr gut studierte, verdammte Clemens in seiner Göttlichen Komödie und liess Karl I im Fegefeuer schmoren. Die Ruchlosigkeit und Burtalität Karl I scheint also keine Erfindung späterer Historiker zu sein. Gemeinsam legte das Haus Anjou und Karl I das Fundament für die dekadenten Renaissence Medici und Broggia Päpste.

Den Staufern (insbesondere Friedrich II) schwebte eine friedliche geeinte Welt vor. Sie versuchten sich mit der Ostkirche und den Muslims auszusöhnen. Das passte weder den machthungrigen Kardinälen, noch den Fürsten im Reich, deshalb mussten die Staufer auch gestürzt werden.

Nun zurück zu Sigismund. Sigismund heiratete die ungarische Prinzessin Maria von Anjou, eine Nachkommin Karl I von Anjou.
Um gegen den sehr reichen und somit einflussreichen ungarischen Adel bestehen zu können, brauchte Sigismund die Unterstützung seines Bruders Wenzel, der Alkoholiker, prunksüchtig und deutscher König war. Sigismund gelang es sich in Ungarn zu behaupten. Er konnte einen Angriff des Königs von Neapel abwehren und auch den Osmanen im Süden standhalten. Er verlor aber Dalmatien, welches zum Zankapfel zwischen dem Königreich Bosnien und dem König von Neapel (Haus Anjou) wurde. Brandenburg verlor er ebenfalls, weil er es gegen Geld zunächst an Jobst von Mähren und nach dessen Ermordung, an die Hohenzollern verlehnte.

1408 gründete er eine mysthischen-christlichen "Ritterorden", um treue Gefolgsleute für sich zu rekrutieren. Es war nicht neu, dass die König/Kaiser/Papst sich mit einem eingeweihten loyalen Bruderschaft umgaben. Insbesondere die Templer wurden stark durch die Staufer gefördert.
Lieber Odin, DU wirst immer wieder sehen in der Geschichte, dass machthungerige Herrscher, elitären okkulten Orden gründeten (Skull a. Bones, Freimaurer, Thule etc etc etc).

Zum Symbol des Orden von König Sigismund wurde ein goldener Drache der sich in den Schwanz beisst. Damit der Orden auch als christlicher Orden durchging, liess Sigismund folgenden Spruch unters Symbol setzen " Oh quam misericordis est Deus justus et pius" Wie barmherzig ist der gerechte und fromme Gott. Wie gerecht und barmherzig waren die Drachenordensleute, was meinst Du? Jedenfalls schreckten sie nicht vor dem Mord an Jobst von Mähren zurück, oder?

Wie ritterlich und gerecht sein Orden mit Gegnern umging zeigt Dir folgende Episode. 1409 wurde Jobst von Mähren mit vier Stimmen zum deutschen König von den Kurfürsten gewählt. Sigismund erhielt bloss drei Kurfürstenstimmen. Bereits ein Jahr später 1410 wurde Jobst aber vergiftet (gut dass es den verschwiegenen Drachenorden und deren göttliche Kämpfer gibt) und Sigismund wurde doch noch König. Jobst war sehr unbeliebt, weil er ein rücksichtsloser Egoist war, er hatte nicht nur Sigismund als Feind. Bewiesen ist der Mord nicht.

Damit Du Dir ein Bild über die lieben netten und frommen Herrscher und Geistlichen der Vorrenaissencezeit machen kannst, schiebe ich hier zwei sehr aufschlussreiche Videos ein.



und hier noch einen über die feinen Päste des Mittelalters und deren Kardinäle

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