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Samstag, 2. Juli 2011

Der monarchische Grössenwahn macht irre Perrücken Teil XXXXXVII

Hallo Odin



Die Zeit des Barocks, ist die Zeit der materiell exzessiven Verschwendungssucht der Monarchen.

Wer es mag, kann die barocken Kirchen heute noch bewundern.

Hier zwei der bekanntesten barocken Maler und Architekten des deutschen Reichs.



und hier Kaiser Leopold I in theatralem (fast schon tuntigem) Kostüm. Nota Bene nicht bloss die Haare waren hoch toupiert, alles höfische wurde immer aufgeblasener und unnatürlicher. Dazu später mehr.



Zurück zur Geschichte. Leopold I war der jüngere Bruder Ferdinand IV. Ferdinand IV wurde vom Vater und Kaiser Ferdinand III noch zu dessen Lebzeiten zum Nachfolger erkoren. Ferdinand IV starb aber vor Ferdinand III, so dass automatisch der jüngere Sohn Leopold I auf den Thron folgte.


1657 war Leopold zwar deutscher König und König über Böhmen-Oestterreich-Ungarn, aber die Kaiserkrone machte ihm ein ganz berühmter Mann streitig. Louis XIV, le roi soleil aus Frankreich schlug den pfälzischen Kurfürsten  als seinen Wunschkandidaten vor. Die Mutter des Sonnenkönigs war Anna von Oesterreich. Louis meinte damit einen Anspruch darauf zu haben in der Kaiserwahl mitentscheiden zu dürfen. Auch war er damals der erfolgreichste und stärkste Monarch Europas, da er als Sieger aus dem dreissig jährigen Krieg hervorgegangen ist und sich auch im Krieg gegen Spanien hat durchsetzen können.

Tortz französischem Druck und auch gegen den Willen des Kurfürsten von Bayern, wurde Leopold schliesslich 1658 in Frankfurt gekrönt.

Um Dir ein Bild von der höfischen Kultur dieser Zeit zu machen habe ich ein amüsantes Kurzvideo eingewoben.
Hier siehst Du wie der Sonnenkönig gegessen hat. An seinem Hof hielten sich 20`000 Höflinge auf. Der Sonnenkönig trieb mit seinem verschwenderischen Stil das weitaus reichste  Land Europas beinahe in den Bankrott. Weil der aufwendige Hofapparat derat viel Geld verschlang, führte Louis IX hohe Steuern für alle Stände ein. Bis in die obersten noblen Schichten mussten (das war damals absolut neu) Staatsabgaben geleistet werden. Damit schuf sich Louis keine Freunde. Das Volk wurde aber deswegen nicht geschohnt, denn der König frass viel und teuer, man hatte zu geben und genommen immer frecher von den Schwächsten.

Die Völlerei der europäischen Aristokraten und die grossen Kriegen rissen riesige Löcher in die Staatskassen. Das freute natürlich die Geldgeber (jüdisch-protestantischen) Hoffaktoren, welche immer mächtiger und einflussreicher wurden.
Die reichen Bankiers wussten, dass sie sich nur in geheimen Clubs, ohne Einmischung der Oeffentlichkeit sicher treffen konnten. In diesen freimaurerischen (liberalen??) Clubs wurde Politik gemacht. Es wurde geplant, die lästigen Monarchen Europas zu stürzen. Die Vorbereitung für die französische Revolution wurde in London-Paris in diesen Clubs von verschworenen, reichen Brüdern minutiös vorbereitet.

Leopold I liebte wie Louis XIV das üppig-barocke Hofleben. Aber ganz im Gegensatzt zur hedonistischen Art zu Leben, zog Leopold ein streng katholisches Leben vor. Er liess sich nicht von weltlichen Fürsten beraten, sondern hatte einen Jsuiten, Augustiner, Franziskaner und Kapuziner als engste Lebensberater. In der Politik kam er anfänglich um die "Fürstenberater" nicht herum. Diese machten ihm auch das Leben und Regieren sehr schwer, denn sie waren untereinander heillos zerstritten.

Ab 1674 verjagte er alle leitenden Minister und regierte selber. Leopold liess es auch zu, dass intelligente büergerliche Politiker aufsteigen konnten und schloss einigen "Adeligen" die Polittür vor deren eitlen Nasen zu.

 Der Merkantilismus, mit Bau von ersten grossen Manufakturen, fiel  in seine Zeit und wurde von ihm gefördert.
Aber und hier kommt ein ganz grosses, fettes Aber, durch den dreissig jährigen Krieg wurde das deutsche Reich volkswirtschaftlich arg zurückgeschlagen. Zudem war das deutsche Reich keine homogene Nation mit eindeutigen und klaren Grenzen. Das Land konnte nicht zentralistisch regiert werden wie Frankreich und England. Es gab unüberwindbare Sprach-Kultur- und Religionsbarrieren. Das Reich geriet im Vergleich zu den anderen grossen Nationen (Frankreich-England-Holland) wirtschaftlich immer mehr ins Hintertreffen.

Was ist der Merkantilismus, fragst Du Dich nun Odin. Und Du hast recht das zu fragen, denn wenn einer einen Begriff einführt, dann muss er ihn auch erklären.
Unter dem Begriff Merkantilismus kann man viele volkswirtschaftliche Ideen subsummieren. Angefangen im 15 Jh entwickelten sich erstmals nationale Volkswirtschaften in England, Spanien, Niederlande und Frankreich. Die Anfangsidee war des Merkantilismus war, viel zu exportieren und möglichst wenig zu importieren. Die Landesgrenzen sollten fast unüberwindbare Wirtschaftsgrenzen werden. Der Geldüberschuss sollte dann als Edelmetallreserve (z.B. Gold, welches aus Ubersee kam , siehe Spaniens Umgang mit den Inkas, Mayas, Atzteken etc) angelegt werden. Oberster Kontrolleur im merkantilistischen System sollte der König sein. Es kam zu einem richtiggehenden, aggressiven Wettbewerb. Jede Wirtschaftsnation wollte sich mehr Gold einverleiben. Binnenzölle wurden tiefgehalten, oder ganz abgeschafft (siehe EU). Gegen aussen wurden die Grenzen zu fast unüberwindbaren wirtschaftlichen Schutzbollwerken (siehe Mauer der USA gegen Mexiko). Wer etwas importieren wollte, musste massive Zölle zahlen. Ausländer durften nicht in den nationalen Handel eingreifen, investieren. Und im Land musste jede grössere Manufaktur klar dem König unterstehen. Ziel war es vom Königshof aus gut kontrollierbare Monopole zu haben. Und Absicht war es natürlich auch manchmal mit äusserster Gewalt in den Binnenmarkt anderer Länder einzugreifen. In der Folge kam es zum Blockaden und blutigen Wirtschaftskriegen.
Die Länder in Uebersee (Ostindiengesellschaft) wurden grausam und absolut rücksichtslos ausgebeutet. Den Königen war jedes Mittel recht um ihren Hofgoldschatz wachsen zu sehen. Die Welt wurde noch grausamer als zur Zeit der Religionskriege.
In dieser sehr kompetitiven Zeit, verpasste das deutsche Reich den Anschluss. Die ultraaggressiven protestantischen Länder Grossbritannien, Niederlande, Schweden überflügelten die alten Grossmächte Spanien und auch das deutsche Reich wirtschaftlich massiv.
Es ging nicht mehr um Ritterlichkeit, sondern um die Möglichkeit eigene Interessen knallhart durchzusetzen. Ethik und Moral hatten sich mit dem Aufkommen des Merkantilismus von der Bühne definitiv verabschiedet. Die Religion war lästig und unwichtig, für den der herrschen wollte. Die Freimaurer. Nicht mehr der leidende Jesus, sondern das Feuer des Prometheus, wurde von den neuen Wirtschaftsbaronen angebetet. Du weisst sicher, dass Prometheus das Feuer den Götter geklaut hat und es den Menschen auf die Erde gebracht hat. Weil er das tat, entleerte dann Pandora eine Büchse mit allem Uebeln über die Menschheit und Prometheus wurde an einen Felsen im Kaukasus gekettet und einem göttlichen Adler ausgesetzt, welcher ihm bis in alle Ewigkeit immer wieder von seiner stets nachwachsenden Leber fressen soll.


Hier siehst Du die goldene Prometheusstatue vor dem Rockefellerzentrum in New York. Rechts und links heidnische Tannenbäume, welche das christliche Weihnachtsgeschäft ankurbeln sollen. Man muss schon ein ziemlich ausgeprägter Affe  sein, um den Geldbrüdern unkritisch zu folgen.


Im untenstehenden Video erhälst Du einen Einblick über die Entwicklung im deutschen Reich nach dem dreissig jährigen Krieg. Die siehst hier ganz eindrücklich einen grossen Gegensatz. Preussen entwickelte sich im Gegensatz zum Reich ganz anders. Hör gut zu, denn Preussen sollte den brutalen Wirtschaftsnationen England-Frankreich-Holland einmal ein mächtiger Dorn im Auge werden.  Die Nürchternheit der Preussen war die Basis ihres Erfolgs. Höfischer Tand und Firlefanz war verpönt. Anfänglich verhöhnten die höfisch aufgeblasenen Königshäuser die kautzigen Preussen, man nahm sie nicht ernst.


Im Resteuropa (auch im österreichsich-habsburgisch geprägten Reich) grassierten ab dem 17 Jahrhundert die schlechten Seiten des Merkantilismus: Monopole, Korruption, Zentralismus, Protektionismus.Die Rechte der Zünfte wurden massiv geschnitten. Die Könige waren oberste Wirtschaftspatrone. Die Macht wurde absolutistisch streng hierarchisch aufgeteilt. Es sollten bald die Könige-die reichen Manufakturbetreiber und die einflussreichen Bankiers gemeins die Welt regieren.
Du magst es kaum glauben Odin, aber das ist noch heute so!! 
 Da die Königsfamilien, noch viel mehr als zuvor, darauf schauten, dass nur innerhalb der Familie geheiratet würde, sollte die Wirtschafts-Macht in der Hand einiger ganz weniger Familien bleiben. Das Volk wurde schamlos ausgebeutet. Du wirst staunen, wieviel die Könige bis in die heutige Zeit retten konnten. Windsors-Bourbonen-Luxemburger-Habsburger etc regieren noch heute stramm mit.

Leopold I kämpfte weiter gegen die Protestanten im Land. Die Juden liess er in grossem Stiel vertreiben, obwohl er die Dienste der Bankiers Oppenheimer und Wertheimer (beides Juden) sehr gern in Anspruch nahm. Diese Scheinheiligkeit, die Juden einerseits in Pogromen aus den Landen zu jagen, aber mit den reichen jüdischen Bankiers andererseits an einem Tisch zu sitzen, war in Spanien und Frankreich ebenso verbreitet. Viele Juden flohen in den Norden zu den kautzigen Preussen, wo sie und auch die vertriebenen Protestanten aus Frankreich (Hugenotten) willkommene Siedler waren. Preussen beherberget viele religiös vertreibene Gruppiereungen, so konnten zum Beispiel, die in Frankreich in richtigen Blutorgien (siehe Film Reine Margot) abgeschlachteten Hugenotten, in Preussen ihren Glauben frei ausüben. Französisch sollte sich neben Deutsch in Preussen bald zur zweiten Landessprache entwickeln. Die Hugenottenfriedhöfe erinnern noch heute an dieser Zeit.

Hier ein kleiner Leckerbissen von Wolf Biermann, den ich für seinen Mut und seine kraftvollen Lieder sehr liebe. Sein Vater war in Hamburg jüdischer Hafenarbeiter und Mitglied der kommunistischen Arbeiterbewegung. Er wurde von den Nationalsozialisten in Auschwitz-Birkenau getötet. Biermann setzte sich Zeit seines Lebens für einen gerechten Sozialismus ein. Und siedelte aus diesem Grund  von Westdeutschland in die DDR über. Er wollte am Aufbau des deutschen-sozialistischen Arbeiterstaates mithelfen. Aber schon bald sollte er vom aufgeblasenen Stasi-Machtapparat enttäuscht werden. Er kritisierte die DDR in vielen Dingen und wurde ausgebürgert. Du wirst das noch oft sehen, auf unserer Zeitreise durch die Geschichte. Die Menschen werden oft von Hoffnungen auf eine bessere Welt zu Revolutionen getrieben, um nach der Revolution die Schwächen der revolutionären Ideologien und der führenden Mächte des neuen Systems schmerzlich erfahren zu müssen. Denn hinter den politischen Bewegungen lauern die ewig Einflussreichen. Der Merkantilismus hat den Filz zwischen Geld und königlichem Blutadel zubetoniert. Kein Fidel Castro der Welt kann daran etwas ändern.


und hier noch mit jüngerer Stimme


Zurück zu Leopold. Im Reich nahm die Steuerbelastung für die Bauern, trotz der Einführung des Robotsystems, welches die Arbeit der Bauern für den Feudalherrn auf drei Tage pro Woche reduzieren sollten, zu. Denn die adeligen wälzten ihre Steuern einfach auf die Bauern ab. Das gemeine Volk war mausarm, litt Hunger und Krankheit, der Adel frass sich wie gehabt die Wampen voll.

In Ungarn und Rumänien kämpfte Leopold gegen den lokalen Adel. Er wollte ein deutsches Bollwerk gegen die Türken schaffen. Er eroberte Siebenbürgen und liess da Deutsche ansiedeln, aber auch christlich-orthodoxe Slawen waren willkommen.

Nicht nur gegen die Osmanen, die zum zweiten Mal in der Geschichte des Reichs vor Wien standen, musste Leopold kämpfen, sondern auch um seine Territorien in den Niederlanden und dies gegen Frankreich. Leopold unterlag und das Burgund, Freiburg und Strassburg gingen an Frankreich.

Nach dem Tod des Königs in Spanien sollte Philipp von Anjou König werden. Damit waren die Grossmächte England, das deutsch-römische Reich und die Niederlande nicht einverstanden, sie bildeten die grosse Allianz gegen Frankreich. Es kam zu einer riesigen Schlacht 1702-1704. Im deutschen Reich (hier siehst Du abermals wie heterogen das Reich eben aufgebaut war) schlossen sich Bayern (die Wittelsbacher konnten  die Habsburger seit Generationen nicht ausstehen) zusammen mit Köln und der Pfalz Frankreich an.
Die grosse Allianz gewann schliesslich den Krieg gegen Frankreich. Bei den Engländern kämpfte der Duke of Marlborough (John Churchill) mit!

Der Orden vom goldenen Vlies bekämpfte sich gegenseitig, wohingegen die Hosenbändler strikt zusammenstanden.

Der Kaiser starb als der spanische Erbfolgekrieg noch nicht zu Ende war 65 jährig in Wien.

Wie war die Entwicklung nun in den erwähnten freimaurerisch-royalen  Geheimorden (Hosenbandorden und Orden vom goldenen Vlies?) Die Entwicklugn ist eindeutig. Es gab nach dem dreissig jährigen Krieg eine klare Zweiteilung der geheimen Machtbünde, welche die Welt regierten.
Bei den Hosenbändlern war das britische Könighaus tonangebend. Der Orden wurde sehr straff und hart und nur mit relativ wenigen, dafür aber gewichtigen Mitgliedern, geführt. Nebst dem englischen Adel waren die protestantischen Könige von Dänemark, Schweden und der Niederlande vertreten. Aus dem deutschen Reich wurden aufgenommen die Kurfürsten aus der Pfalz, Brandenburg und Sachsen (mit welcher Absicht wohl?)

Im Orden zum goldenen Vlies, welches vom Kaiser angeführt wurde, gab es viel mehr Mitglieder als im noblen britisch-protestantischen Hosenbandorden. Vertreten waren der Adel aus Frankreich, Spanien, Italien, Polen, Oesterreich, Ungarn. Dieser Orden hatte bedeutend weniger Einfluss auf das Weltgeschehen.


Es ist sonnig draussen, ich gehe raus und lasse mich braten.

Dein simorre


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