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Freitag, 5. August 2011

Der schiefe Fritz aus Königsberg Teil XXXXXXIV

Hallo Odin






Hier siehst Du den Nachfolger des klugen und grossen Herzogs Friedrich Wilhelm


König Friedrich III von Preussen.

Die Aehnlichkeit mit dem Sonnenkönig ist nicht nur auf dem Bild gegeben. Friedrich Wilhelm strebte eifrig der  französisch-höfischen Prunksucht und Verspieltheit nach.


Friedrich wurde am 29 Juli 1657 in der Königsberger Schlosskirche getauft. Friedrich hatte noch zwei ältere Brüder und einen jüngeren Bruder. Er litt schon als Kleinkind an verschiedenen Krankheiten, hatte eine schlechte Konstitution. Zudem soll ihn eine Hebamme aus Unachtsamkeit fallen gelassen haben. Dabei zog sich Friedrich eine komplizierte Schulterverletzung zu und war deshalb zeitlebens körperlich behindert. Das Volk nannte Friedrich Wilhelm, wegen der behinderungsbedingten nicht tadellos aufrechten preussischen Körperhaltung, Fritz den Schiefen. 

Friedrichs Vater, der grosse Kurfürst, gab sich wenig mit dem verkrüppelten Fritz ab. Die Behinderung war dem Vater ein übler Dorn im Auge. Zumal die älteren Brüder die rechtmässigen Erbfolger waren, bedurften sie des intensiven Verkehrs mit dem Vater und dessen volle Aufmerksamkeit. Der krüppelige Sohn Friedrich stand unbeachtet auf dem höfischen Abstellgeleis.
Seine Mutter Henriette (sie stammt aus dem Haus Oranien-Nassau, welches auch den englischen König über Jahre stellte/ Queen Victoria war die letzte englische Königin aus dem Haus Oranien-Nassau)  jedoch liebte den kleinen Friedrich dafür umso bedingungsloser. Leider aber verstarb Henriette bereits als Friedrich 10 jährig war. Friedrich muss in ein tiefes emotionales Loch gefallen sein, nun war er definitiv sich selber überlassen.
Es kam noch schlimmer für den kleinen Schiefen. Der grosse Kurfürst heiratete in zweiter Ehe Dorothea von Schleswig Holstein, sie war eine Urenkelin des dänischen Königs Christian III. Die Stiefmutter negierte Friedrich nicht nur, sondern bekämpfte ihn und seine Brüder. Dorothea ging sogar soweit, dass sie Komplotte und sogar Giftanschläge auf Stiefkinder unternahm.
Von ihr konnte Fritz keine Geborgenheit erwarten. Der Vater änderte seine abweisende Haltung gegenüber dem psychisch und physisch leidenden Fritz trotzdem keinen Deut.

Bereits als 16 jähriger verlobte sich der isolierte Friedrich mit der damals 12 jährigen Elisabeth Henriette (Henriette stammte aus dem Haus Hessen-Rhein), welche er einige Jahre später dann auch heiratete. Jetzt musst Du die Ohren fest spitzen. Diese Heirat war sehr bedeutungsvoll. Denn der hessische Adel heiratete auch ins englische Königshaus ein und die Gattin des letzten Zaren Nikolaus II war ebenfalls eine Hessin. Damit will ich Dir klar machen, dass die liberale Grossfinanz, welche den sie hemmenden Adel den Graus machen wollte, vor allem das Dreieck Preussen-England-Russland kaltstellen musste. Das katholische Habsburg und Spanien-Frankreich war für die Hoffaktoren leicht beherrschbar, das aufstrebende freigeistige Preussen mit engen familiären Beziehungen zu den Königen der Weltmächte Russland und Grossbritannien hingegen war kaum zu bremsen. Ich werde Dir aufzeigen, wie fies und dreckig die Grossfinanz grosse Kriege provozierte und finanzierte, um den Adel und die souveränen Nationalstaaten zu vernichten und die Bahn frei zu schlagen für das Diktat des Dollars und des Pfundes. Nun aber zurück zu Friedrich.

 Man sagt, dass es sich um echte Liebe gehandelt habe und das war bei all den arrangierten adeligen Hochzeiten dieser Zeit eine ganz grosse Ausnahme. Gut möglich, dass  Friedrich Wilhelm bereits als 16 Jähriger der Stimme seines Herzens folgte, weil er zu Hause keine Liebe, dafür umso mehr Neid, Missgunst und Eifersucht erfuhr.

Kleiner Einschub über Zwangsheirat: 

 Heirat von Minderjährigen war zu dieser Zeit absolut üblich und nicht stossend. Das muss hier auch mal gesagt sein. Wenn wir heute so überheblich auf die Heiratspraktiken im Orient zeigen, so ist es wichtig zu wissen, dass noch vor gut hundert Jahren bei uns ähnliches geschah. Das Ende der Zwangsheirat, oder arrangierten Heirat, begann in Europa erst im 19Jh, in der Zeit der Romantik. Auf dem Land waren Zwangsheiraten noch bis weit ins 20 Jh gang und gäbe. Nicht dass ich damit sagen möchte, dass es in Ordnung ist Minderjährige zwangszuverheiraten. Aber bevor man mit dem Finger grausam auf andere zeigt, muss man die eigene Geschichte ehrlich aufgearbeitet haben.

Zurück zu Friedrich Wilhelm: "Fritz dem Schiefen".

1694 starb völlig unerwartet der ältere Bruder von Friedrich Wilhelm. So avancierte der verkrüppelte Fritz völlig unerwartet zum Kronprinz, damit hat bei  seiner Geburt  niemand gerechnet.  Der grosse Herzog musste sich nun Wohl oder Uebel mit seinem, zuvor von ihm verstossenen Sohn, beschäftigen. Die Stiefmutter wurde vor lauter Neid und Konkurrenzangst nun völlig unausstehlich gegenüber Fritz. Fritz zog es vor gar nicht mehr nach Berlin an den Hof zu  gehen, sondern sicherheitshalber sich in Köpenick niederzulassen. 



Friedrich begleitete von nun an  seinen Vater bei wichtigen Anlässen, aber vor allem auch auf den Feldzüge gegen Schweden.

Obwohl Friedrich nun Kurprinz war, sollte sich die angespannte Stimmung zwischen Vater und Sohn nicht legen. Die Abneigung steckte so tief im Vater, gegenüber dem entstellten Sohn, dass er den Ekel nicht verbergen konnte. Friedrichs Stiefmutter entging das nicht, sie schürte die Vorbehalte des grossen Herzogs gegenüber Friedrich wo sie nur konnte. Sie versuchte sogar ihren Gatten zu überzeugen ihre Söhne an die Macht zu lassen. Konkret setzte sie sich dafür ein, dass das Reich unter ihre Söhne und Friedrich aufgeteilt werden sollte. Der grosse Herzog Friedrich Wilhelm gab dem Druck seiner Frau, teils aus Ueberzeugung, teils weil er im Alter die dauernde Keiferei nicht mehr aushielt, nach und setzte sein Testament im Sinne der holsteinschen Gattin auf. Preussen sollte unter Friedrich und seinen Stiefbrüdern aufgeteilt werden.  Das passte Friedrich gar nicht. Er wollte um jeden Preis verhindern, dass das Reich aufgeteilt und so geschwächt würde. Friedrich war klug genug, zu sehen, dass ein geteiltes Preussen sich gegen Polen,  Schweden, Russland, Sachsen und dem Habsburgerreich kaum würde halten können. 
Demonstrativ richtete er in Köpenik den Wappensaal ein. Ein Saal in dem alle Wappen Preussen versammelt waren. Er wollte damit aller Welt zeigen, dass er a) der rechtmässige Herr über Preussen sei und  b) dass er nicht gewillt sei das Reich aufteilen zu lassen. 

Ich füge hier zwei Bilder des Wappensaals ein. Ich kann es mir nicht verkneifen zu sagen, dass die barocke Stuckarbeit von einem schweizer Künstler aus Bissone (Kanton Tessin: Lago di Lugano) gemacht wurden. Die Stukateure und Zuckerbäcker aus Norditalien und dem Kanton Tessin waren im ganzen deutschen Reich und Russland sehr gefragt. 



Beachte den luganesischen Stuck, aber auch das Gemälde. Das Gemälde ist eine Darstellung der Jagdgöttin Diana. Das Schloss war ja initial auch als Jagdschloss gebaut.

Wie bereits gesagt, war Friedrichs Stiefmutter derart zänkig und gehässig gegen ihren Stiefsohn, dass Fritz immer mehr einen grossen Bogen um Berlin-Charlottenburg machte und  sich  in seinem Schloss in Köpenick verschanzte.


Schloss Köpenick

Kurfürst Friedrich III wie er nun hiess,  hatte auch weiterhin von schweren Schicksalsschlägen heimgesucht. Seine Frau, die er über alles liebte, wurde ihm genommen. Das war kein kleines Ding, sondern ein tief einschneidendes Erlebnis. Er verlor den Menschen, der ihm sein ganzes Leben druch den Rücken stärkte, und ihm so ermöglichte trotz giftigster Ablehnung, welche er in Charlottenburg erleiden musste, geistig ausgeglichen überleben zu können.

Die grosse Liebe war tot und Friedrich vermählte sich erneut. Nun war es eine Zweckheirat. Denn erstens hatte Friedrich noch keinen Sohn und somit keinen Erben und zweitens musste er auch starke Familien an sich binden, um gegen all die Animositäten in Preussen bestehen zu können.
Friedrich entschied er sich für die 15-jährige Sophie Charlotte von Braunschweig-Hannover. 1688 wurde dann der Thronfolger Wilhelm geboren. 

1687 schlug das  Schicksal erneut schwer  zu, Friedrichs jüngerer Bruder starb. Friedrich vermutete, dass es sich um einen Giftmord handelte, welcher von seiner Stiefmutter eingefädelt wurde. Damit war Friedrich einziger Sohn des grossen Kurfürsten aus erster Ehe. Ihm als Konkurrenten standen vier Halbbrüder unter der Fuchtel der rasenden Stiefmutter gegenüber. Wahrlich lieber, Odin das war kein Schleck. 

Der Kampf um die Beibehaltung des Reichs war in vollem Gang. Die Stiefmutter hatte den Kurfürsten überzeugt, dass das Reich gleichmässig unter den fünf Söhnen aufgeteilt werden müsse. Friedrich war konsequent dagegen, konnte aber seinen Vater bis zum Tod nicht umstimmen. Nach dem Tod schaffte Fridrich es aber die Berater im geheimen Rat Preussens davon zu überzeugen, dass dem Testament in diesem Punkt (Reichsteilung) zum Schutz Preussens nicht Folge geleistet werden dürfe.
Das war ein beachtlicher Erfolg, den der ausgegrenzte Friedrich damit einheimste. Dieser Erfolg war Grundstein für die  Stabilisierung des preussischen Reichs und für dessen künftigen wirtschaftlichen und militärischen Erfolg.

1688 übernahm Friedrich das Kurfürstenamt von seinem Vater. Er wurde zum Kurfürst Friedrich III. Friedrich hatte grosse Ambitionen. Die Liebe war gestorben mit der ersten Frau, nun ordnete Friedrich seine ganze Energie der erfolgreichen Zukunft Preussens unter. 
Aus finanziellen und strategischen und vor allem familiären Uberlegungen (seine Mutter stammte aus dem Haus Nassau-Oranien) unterstützte er 1688 die Landung Wilhelms von Oranien in England. 

 Wilhelm von Oranien stammte aus dem deutschen Haus Nassau-Oranien, welches gleichzeitig das mächtigeste  Adelsgeschlecht in den Niederlanden war und über ein immenses Vermögen verfügte. Wilhelm gelang es die Angriffe des katholischen Louis XIV abzuwehren und so die protestantischen Niederlanden unabhänig zu halten.
Als  in England die Rekatholisierung durch König Jakob II drohte, wurde Wilhelm von den Wighs (englische protestantische politische Kraft) zu Hilfe gerufen. Für das neureiche Bürgertum in England und auch die reich gewordenen Adeligen (allen voran jüdische Hoffaktoren und protestantischer alteingesessener Lordadel) wäre ein katholischer König (Zinsgeschäftverbot) unmöglich gewesen. Man wollte unbedingt einen Protestanten, welcher die liberale Marktwirtschaft voll unterstützte. 

Ich spinne hier die englische Geschichte noch schnell weiter. Was passierte nachdem Wilhelm starb und der Thron wieder vakant wurde. Die Weighs (zu denen auch das Geschlecht der Churchills (Duke of Malrborough) gehörte) starteten den Kampf für die Erhaltung der  liberalen Markwirtschaft (das hat uns die Globalisierung und Weltkriege beschert, darauf komme ich später zurück).
Ein katholischer König Englands, der Ethik und Moral übers Geldgeschäft stellte, musste mit allen Mitteln für immer verunmöglicht werde, das war die Mission der Neureichen (Bankies Rothschild-Oppenheimer-Du Point-Lazarde freres-etc etc) und der Wighs. Notabene: Die Familien rund um die Churchills waren die führenden militärischen und politischen Bluthunde der alles korrumpierenden aufstrebenden Bankiers. Ohne die Dukes of Marlborough, Churchills Ahnen, hätten jüdische Investoren (Rothschild u.a.) niemals die englische Nationalbank übernehmen können. Und ohne den 1. und 2. von Rothschildbankers et.al. finanzierten Weltkrieg, wäre the City in London und die Wallstreet nie zum Nabel der Welt geworden. Denn seit dem 2. WK diktierte der Dollar und das Pfund die Restwelt. Die Macht lag bei den Menschen, die diese Währungen drucken konnten und immer noch können.

Nach dem Tod Wilhelms von Oranien folgte automatisch die Schwester seiner schottischen Ehefrau auf den englischen Thron (Anne Stuart). Anne war Katholikin, sie schützte sich vor den Wighs (Churchill) indem sie den Torys an die Macht verhalf. Die Wighs (darunter die Ahnen von Winston Churchill) setzten alles daran wieder an die Macht zu kommen und den Katholizismus für immer aus dem Buckinghampalace zu werfen. Die Neureichen Englands schafften es, dass Schottland mit dem Alien Act, um viele Rechte beschnitten wurde. Schottland sollte wirtschaftlich und auch politisch ganz klar von England aus dominiert werden.  In einem zweiten "Verfassungstext" verfassten die noblen Neureichen Englands den Settlement Act. Der besagte, dass der Nachfolger von Anne PROTESTANT sein müsse und dass in Zukunft der englische König immer protestantischen Glaubens sein müsse.  
Wegen dem Act of Settlement ging schliesslich der englische Thron nach dem Tod der katholischen Schottin Anne an den deutschen protestanten George I von Hannover, welcher kein Wort Englisch sprach. George wurde gewählt, weil seine Mutter eine PROTESTANTISCHE Tochter der englischen Prinzessin Elisabeth und Cousine Jakob II war. Damit ist der Bogen zu Preussen gezogen. Denn die zweite Ehefrau des Kurfürsten Friedrich III stammte aus dem Haus Hannover. Somit war seit der Zeit das deutsche Reich (insbesondere die protestantischen Gebiete) eng verbunden mit Holland und England. Das ist auch heute noch so und erklärt weshalb weder Wilhelm II noch Hitler daran geglaubt haben, dass das englische Brudervolk Deutschland angreifen würde. Dazu komme ich aber später. 

Bis heute, wird der englische König immer durch ein deutsches Adelsgeschlecht gestellt. Nach dem Haus Hannover (letzte hannoveranische Königin war Queen Victoria) übernahm das deutsche Adelsgeschlecht Sachsen-Coburg-Gota den englischen Königsthron. Die Windsors haben sich nur umbenennen lassen (1917) als in England der Hass gegen Deutschland (Preussen) massiv politisch geschürt wurde. Zuvor nannten sich die Windsors:  Haus von Sachsen-Coburg und Gota.

Zurück zum schiefen Fritz und seiner Charlottenburg.

Fritz unterstützte nicht nur Wilhelm von Oranien bei der Landung in England und der Uebernahme des englischen Throns, er stellte sich auf offen im Kampf gegen die Franzosen. Wie sein Vater schon kämpfte er im 2. Koalitionskrieg 1689 zusammen mit den Niederlanden und England gegen Frankreich. In Kaiserwerth und Bonn konnte er gegen die Franzosen eindrückliche Erfolge erreichen. 

Charlotte war ihm eine ganz wichtige und kluge politische Ratgeberin und die wichtigste Staatsmäzenin! Für ihre Mitgift forderte sie aber durchaus persönlich für sich etwas, sie liess  das mondäne Gebäude (Charlottenburg) bauen mit der berühmten Orangerie.

Orangerie Charlottenburg


 Friedrich konnte schnell grosse politische Erfolge verbuchen, aber er hatte  ein Problem im Innern. Er hat das Regierungsgeschäft dem geheimen Rat überlassen und der missbrauchte seine Macht immer stärker. Man sprach von den drei Wehs in Preussen, namentlich den Grafen Wittgenstein, Wartensleben und Wartenberg. Das Land litt unter Korruption und Misswirtschaft der drei Grafen. Friedrich konnte sich nicht gegen diese durchsetzen, das hatte katastrophale Folgen. 

Friedrich schaffte es vom Kaiser Leopold (Habsburg) die Erlaubnis für die Königswürde über Preussen zu erhalten. Der Kaiser forderte aber, dass die Krönung ausserhalb des heiligen römischen Reichs stattfinden müsse und dass die Mark Brandenburg nicht unter die preussische Krone falle. Er musste dafür 2 Millionen Dukaten an die Habsburger liefern (das Haus Hannover hat ihn dabei sicher fürstlich unterstützt) und auch der Kirche einen grossen Obolus übergeben.

1701 krönte er sich selber und auch seine Frau in Königsberg zum protestantischen König von Preussen. Gleichzeitig blieb er aber auch Kurfürst von Brandenburg und verpflichtete sich seine Stimme immer dem Haus Habsburg zu geben.



Du siehst wie pompös damals gefeiert wurde. Es war einfach die Zeit der unbeschränkten Selbstdarstellung des Adels. Die jüsischen Hoffaktoren schürten das pompöse Getue und die Kriese, denn wer Staaten Geld leihen kann, hat Macht über diese Staaten. Wie oben geschildert, spannte die Bankiers-Hoffakoren der damaligen Zeit mit politischen und militärischen Bluthunden zusammen, um den Adel in die Knie zu zwingen.

Friedrich erhielt einige Territorien darunter auch Neuchâtel. Denn Neuenburg (im schweizer Jura) war calvinistisch und wurde unter den Preussen schnell auch zu einem hugenottisch-protestantisches Stammland. Preussen war ja bekannt als Schutzmacht der Hugenotten.
Ohne die Hugenotten gäbe es die schweizer Präzisions- und Luxusuhren nicht. Mich erstaunt immer wieder, dass der Luxus und das Reichtum ausgerechnet da blühte, wo von den Reformatoren jeglicher Verzicht von Luxus und Bequemlichkeit gefordert wurde!

hier eine Hugenottenuhr der Familie Audemars welche später mit der heute noch bekannten Familie Piquet ganz luxuriöse Uhren herstellte






Weder in den grossen nordischen Krieg, noch in den spanischen Erbfolgekrieg wurde Preussen direkt hineingezogen. Alleine durch geschickte Diplomatie (zusammen mit Charlotte ausgeheckt) schaffte König Friedrich, trotz grossen europäischen Kriegen, welche rund um sein Land wüteten,Preussen aus den Konflikten herauszuhalten. Er musste zwar ab und an ein Soldatenkontingent stellen, aber im Land herrschte immer Frieden und das war nicht selbstverständlich.



Friedrich war König, bewahrte den Frieden im Land und hatte reiche Verwandte und trotzdem konnte er nur unter grossem Aufwand den Staatsbankrott abwenden. Einerseits hatten Charlotte und Friedrich den Drang  in Prunk und Tand ihren westlichen Königskollegen in nichts nachstehen zu wollen, andererseits bedienten sich die oben erwähnten Grafen frei aus der Staatskasse.  Friedrich veranlasste erst 1710 eine Untersuchung gegen die drei Staatsverwalter und Grafen. Die drei wurden umgehend nach Abschluss der Untersuchungen aus ihren Aemtern enthoben, endlich muss man sagen.
Mir kommt Friedrich in der Hinsicht vor wie Sarkozy. Der hat sich auch auf jedem internationalen Anlass zeigen lassen und in Libyen den Feldmarschall markiert und in der Innenpolitik ist während seiner Amtszeit das Land von seinen Freunden richtig gehend ausgeplündert worden.
Als Friedrich 1713 an einer Lungenkrankheit starb, hinterliess er seinem Sohn Friedrich Wilhelm I einen bankrotten Staat mit satten 20 Millionen Reichstalern Schulden.

Hollande hat von Sarkozy möglicherweise etwas ganz ähnliches  geerbt??





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