Zum Haus der gerechten Hoffnung

Zum Haus der gerechten Hoffnung.

Zum Haus der gerechen Hoffnun

Zum Haus der gerechen Hoffnun

Montag, 15. August 2011

Deutschland erlöse Dich von Deinen Narben.

Hallo Odin


Was ich will ist, Deutschland bei der Hand nehmen und sagen es ist aus, die Narben von gestern sollen uns heute nicht mehr jucken. Akzeptieren wir was wir heute haben. Und sind heute ohne Schamgefühl stolz auf unsere Sprache und unsere Identität.

Diese Unbeschwertheit auch im Umgang mit der Vergangenheit wünsche ich mir und den nachfolgenden deutschsprachigen Generationen. Denn kein deutschsprechender Jugendliche von heute, sollte sich für seine Sprache schämen müssen ganz im Gegenteil.


Deutschland hat ganz grosses geleistet, wir dürfen uns all das Schöne und Wertvolle nicht von notorischen Stänkerern und neiderfüllten Konkurrenten schlecht reden lassen. Wir sollten wieder Spass haben am Deutschsein. Wir sollten eine ganz unverkrampfte Beziehung zu unserer grossen Vergangenheit kriegen. Dabei ist es wichtig, dass wir auch bei den Wörtern Nazi und Hitler nicht schamerfüllt zusammenzucken und mundtot gemacht werden können, sondern dass wir wissen wie es überhaupt möglich war, dass die NSDAP und Hilter an die Macht hat kommen können. Es gibt keinen Hauptschuldigen, aber es gibt im 2 WK in Europa auch keine Unschuldigen. Krieg ist immer ein schmutziges Geschäft, egal auf welcher Seite man ist. Und die neutralen Staaten waren so neutral auch nicht. Der Bergierbericht sagt ganz klar, dass die Schweiz massive Fehler gemacht hat im 2 WK.

Hier also im Sinne von Joan Baez sage ich.

Prendre l Allemagne par la main.



Ich denke bei diesem Lied vor allem an eine Begebenheit, welche ich in Augsburg 2001 erleben konnte. Da hat ein junger Student einen Vortrag über die Masuren gehalten. Ich war mit Abstand der jüngste Zuhörer. Es waren fast alles alte Menschen im Saal, das verwurnderte mich. Als ich sah wie die Leute miteinander während dem Vortrag alte Postkarten austauschten und auf alten Landkarten Orte suchten, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war ein Saal voller Ostpreussen, welche um ihre Heimat gebracht wurden und welche sich bei keiner Instanz der Welt für das Leid und die Ungerechtigkeit beschweren durften, welche ihnen wiederfahren ist. Still sassen sie im Saal und all die schönen Erinnerungen an ihre preussisch-pommersche Jugend, aber auch die Flucht nach Westen, auf welchem viele Familienangehörige ihren Tod gefunden haben kamen hoch. Man konnte all das richtig fühlen. Ich als Schweizer war tief berührt und auch einwenig beschämt. Denn ich wusste nichts über die Geschichte Preussens-Pommerns-Schlesiens-Galiziens etc, damals habe ich mir geschworen, dass ich mich der deutschen Geschichte einmal tief annehmen werde.

Und hier noch etwas an alle, die Kinder anlügen. Es gibt kein grösserers Verbrechen, als Kindern nicht die Warhheit zu sachen. Die Wahrheit ist immer gut und richtig, auch wenn sie weh tut. Wo Geheimniskrämerei betreiben wird, lauert das amoralisch-unethische Uebel.
Nehmen wir also stolz die Scheinwerfer des Wissens (Quellen) und leuchten die Dunkelmänner hell an, wir haben ein Recht die ganze Wahrheit zu erfahren, gerade weil wir Deutsche sind und somit eine spezielle historische Verantwortung zu tragen haben.

Man darf Kinder nicht anlügen, das sagt schon Patrick Bruel.


und damit du weisst wer ich bin, hier noch ein Lied von Garou, welches Dir alles sagt. Mein zu Hause ist überall.

Bisou de ton amie le plus profond.

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