Zum Haus der gerechten Hoffnung

Zum Haus der gerechten Hoffnung.

Zum Haus der gerechen Hoffnun

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Freitag, 9. September 2011

Augustinus von Hippo


Karl V war der letzte Kaiser von Gottes Gnaden. Nach ihm wurde das heilige römische Reich deutscher Nation geteilt und dem Humanismus-(Vorläufer der Aufklärung) Tür und Tor aufgestemmt.

Der aggressive individualisierte Kapitalismus sollte in Zukunft die Herrschaft des milden und doch gerechten, strengen und weisen Landesvaters übernehmen. Ich will Dir hier aus den Bekenntnissen des heiligen Augustinus vorlesen. Er erzählt Dir wie er sich Gott (den obersten Herrscher) vorstellt. Und genau das was er da sagt, hat man in der Urkirche auch von einem weltlichen Herrscher (welcher ja als Repräsentant Gottes das Land zu führen hatte) erwartet.
Karl V hatte damals den Auftrag so zu herrschen, wie Augustinus Gott den Allherrscher beschreibt.
Karl scheiterte und hat dies in seiner Abankungsrede in Brüssel eindrücklich gesagt.



[1.4.4] Quid es ergo, Deus meus? Quid, rogo, nisi Dominus Deus? Quis
Was bist bist Du denn, mein Gott? Was, so frage ich, wenn nicht mein Gott?
enim Dominus praeter Dominum? Aut quis Deus praeter Deum nostrum?
Wer ist Herr, ausser der Herrgott? Und wer ist Gott ausser unser Gott?
Summe, optime, potentissime, omnipotentissime, misericordissime et
Du bist alles, der Höchste, Stärkste, Allmächtigste, Barmherzigste und
iustissime, secretissime et praesentissime, pulcherrime et fortissime,
Gerechteste, Geheimste und gleichzeitig das Gegenwärtigste, das Schönste und das Stärkste
stabilis et incomprehensibilis, immutabilis mutans omnia, numquam
Fest und doch Unfassbar. Der Unbewegte, der alles bewegt.
nouvs numquam vetus, innovans omnia et in uetustatem perducens
Du bist frisch, niemals alt. Du erneuerst alles und vernichtest die Stolzen, die es nicht einmal merken. 
superbos et nesciunt. Semper agens semper quietus, colligens et non
Du handelst immer unsichtbar. Du sammelst alles zusammen, ohne es besitzen zu wollen.
egens, portans et implens et protegens, creans et nutriens et
Du bist der, der das All trägt, es füllt und es beschützt. Du bist der Schöpfer und Ernährer, der alles vollendet.
perficiens, quaerens cum nihil desit tibi. Amas nec aestuas, zelas et
Du fragst, obwohl Du alles weisst. Du liebst ohne Geilheit. Du liebst eifersüchtig, aber korrekt.
securus es, paenitet te et non doles, irasceris et tranquillus es,
Du hast Erbarmen und machst keine Schmerzen, Wenn Du erzürnt wirst, bleibst Du aber trotzdem ruhig.
opera mutas nec mutas consilium, recipis quod inuenis et numquam
Du änderst die äusseren Dinge, nicht aber deren inneren Seelenschein. Du nimmst auf, was Dir zugetragen wird, auch wenn Du es nie verloren hast.
amisisti. Numquam inops et gaudes lucris, numquam avarus et usuras
Du bist niemals arm, hast Freude am Gewinn. Du bist niemals geizig und akzeptierst doch  materielle Dinge für dich.
exigis, supererogatur tibi ut debeas: et quis habet quicquam non tuum?
Denn es wird Dir geschenkt, damit Du gibst. Und wer hat etwas, was nicht (von) Dir ist?
Reddis debita nulli debens, donas debita nihil perdens. Et quid
Du bezahlts Schulden, auch wenn Du niemandem etwas schuldest. Du erlässt Schulden ohne etwas zu verlieren.
diximus, Deus meus, vita mea, dulcedo mea sancta, aut quid dicit
Und was wir sagen von Dir, mein Gott, mein Leben, mein süsses Heiligtum, das sagt jeder, der von Dir spricht?
aliquis cum de te dicit? Et vae tacentibus de te, quoniam loquaces
Wehe dem, der Deine Grösse verschweigt. Zu diesen, Verschweigern, gehören insbesondere auch viele Redeseelige. (Politiker, CEOs.......)
muti sunt.



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