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Sonntag, 30. Oktober 2011

Kein Rechtsstaat für Chodorkowski

Hallo lieber Odin


Chodorkowski ist wohl der berühmteste Inhaftierte Russlands. Heute haben ich den neune Dok-Film Chodorkowski im Kino gesehen. Mir lief es kalt den Rücken runter. Weshalb?

Chordokowski war ein Senkrechtstarter der "neuen" russischen Elite. Nach Gorbatshows Perestroika und Glasnost Politik zerbrach der rigide kommunistische Staatsapparat. Wenn ein Land auseinanderfällt ist die Gefahr immer gross, dass fremde Investoren die lukrativsten Broken an sich reissen. Die USA-UK-F sind ja bekanntlich auf sowas spezialisiert und haben das in der jüngeren Geschichte auch schon öfters eindrücklich beweisen. Eben gerade haben wir den Gadhafi Sturz miterleben können, Du kannst Dir denken wer die Oelkonzessionen erhalten hat. Sarkozy und Cameron liessen sich jedenafls noch vor Gadhafis Tod in Lybien als BEFREIER? feiern. Und schau auf untenstehendem Bild wen sie an der Feier (vor)abführten!!!

In der Mitte siehst Du den neuen Hampelmann Lybiens (Präsident der lybischen Uebergangsregierung) li Cameron und re Sarkozy.

Nun aber zurück zu Chodorkowski. Gorbatschow und später Jeltzin wollten nicht, dass Russland wie Lybien von den devisenstarken USA und ihren Verbüneten abgeführt würde. Man versteigerte deshalb erst einige Jahre nach Glasnost und Perestroika die maroden Firmen Russlands für relativ wenig Geld an einheimische Jungunternehmer, welche man (die Partei) zuerst selber hervorbringen wollte. Die alten Apparatschniks dachten nicht daran ihre goldenen Felle für ein Ei und einen Appel einfach so in die USA davonschwimmen zu lassen.
 Chodorkowski hatte Chemie studiert und sich in der Komosmol (Jugendorganisation der kommunistischen Partei Russlands) einen Namen gemacht. Da er Halbjude war, durfte er nicht in das Rüstungsgeschäft einsteigen. Er wurde von Gorbatschow auserkoren, als 26 Jähriger zusammen mit einigen Freunden eine  russische Staatsbank, welche absolut pleite war, zu übernehmen.  Bereits nach drei Jahren wurde Chodorkowski zum Präsidenten der ersten Privatbank Russlands. Da die Bank keine in- und ausländischen Konkurrenten hatte, wurde sie schnell enorm reich. In den folgenden Jahren liess sich Chodorkowski von UK-Beratern das Bankgeschäft nach westlichem Stil erklären. Schnell machten Chodorkowski und seine Getreuen hunderte Millionen-Dollar Privatgewinne.

Darauf war Chodrokowski reich genug, dass er (seine Bank) als Investor für marode staatliche Unternehmen vorgeschlagen wurde. Chodorkowski hatte den Kauf von der sibirischen Oelfirma Jukos gut vorbereitet und die Bank konnte schliesslich Jukos weit unter dem Marktwert vom Staat kaufen (eigentlich war es ein grosszügiges Staatsgeschenk). Innerhalb weniger Jahre wurde Chodrokowski dank den immensen Jukos-Oelreserven reichster Jungunternehmern der Welt.
Anfänglich unterstüzte Chodrokowski Jelzin und die Alteingesessenen (was man von ihm nach dem Jukosgeschenk auch erwartete). Im Verlauf der Jahre setzte sich Chodrokowski aber immer mehr gegen die Staatskorruption (obwohl er selber auch Nutzniesser von grossen Staatsgeschenken war) ein und ging offen auf Konfrontationskurs gegen Putin.
In einem Vorblog nannte ich Putin einmal die Linke des Teufels (die Rechte hatte ich schon mit Bush-Blair-Sarkozy überladen) und ich glaube nicht, dass ich soweit daneben lag.
Schliesslich wurde Chodorkowski aus fadenscheinigem Grund 2003 von Putin verhaftet. In einem absolut unfairen Showprozess wurde Chordokowski wegen Steuerhinterziehung (dabei hat Jukos mehr Steuern bezahlt als Gaspron) zu merhjähriger Haft verurteilt. Im März 2011 wurde Chodorkowski dann sogar noch in  einem zweiten Prozess zu weiteren acht Jahren Haft verurteilt. Der russische Staat (Medjedew) unterstellt Chodorkowski er habe mehrere hunderttausend Tonnen Oel aus dem eigenen Unternehmen geklaut. Das findest Du auch eine absolut absrude Behauptung nicht Odin? In Russland reicht aber auch die völlig absurdeste Behauptung aus, um einen Gegner hinter Gittern zu bringen. Aktuell sitzt Chodorkowski in einem Gefängnis in Kirilien (östlich von Finnland).


Die Willkür der Macht hält auch vor Mächtigen nicht halt. Das muss Chodorkowski nun bitter am eigenen Körper erfahren. Er hat an einen fairen Prozess geglaubt und dabei sich, seine Freunde und seine Familie geopfert.

Lieber Chodorkowski ich sage Dir, wenn Du Fairness erwartest, schwimm nie im Teich des Teufels. Denn gerade der grösste und mächtigste Fisch ist immer die erste Zaren-Beute. Und wenn der Zar Dir den Kopf abschlägt wird er dies ohne Mitgefühl tun, denn er wird allen Kritikern sagen, dass er Dich ja mit dem eigenen Brot jahrelang fett gefüttert habe. Ethik und Moral haben in einer Welt nichts zu suchen in der jener mit totaler Willkür herrscht, der am meisten Brot zum Fressen verteilen kann. Das Kreuz, lieber Chodorkowski, da hast Du recht, das sollten wir Putin aber vehement und schroff von der Brust reissen. Ein Kreuz auf einer herzlosen Brust ist genauso absurd wie eine Schneeflocke in der Sommerhitze der Wüste Gobi.





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