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Samstag, 10. Dezember 2011

An american tragedy

Hallo Odin


Ich bin im Geiste gerade in KANSAS CITY und CHICAGO.






Ich lese das Buch AN AMERICAN TRAGEDY von THEODORE DREISER.

Es handelt von einem ambitionierten jungen Mann der aus ärmlichen Verhältnissenen (Kansas City) stammt. Die Eltern von Clyde Griffith (so heisst der junge Mann) leben bewusst arm und sind sehr religiös. Clyde will aus diesem, für ihn sehr einengenden, Millieu ausbrechen. Er ergattert sich eine Stelle als Laufjunge in einem grösseren Hotel. Während dieser Arbeit macht er zufälligerweise Bekanntschft mit seinem Onkel, welcher ein sehr reicher Hemdkragenfabrikant ist. Clyde erhält die Chance sich im Betrieb seines Onkels empor zu arbeiten. Clydes Cousin ist eifersüchtig auf den jungen Verwandten, welcher sein Vater in die Firma eingeschläust hat.
Clyde ist isoliert und muss sich in einer ihm feindlich gesinnten Umgebung durchschlagen und behaupten. Er verliebt (weil er nicht alleine sein mag) sich in ein nicht standesgemässes Arbeitermädchen. Dieses wird von ihm schwanger. Somit müsste Clyde das Mädchen heiraten. Diese Heirat würde ihn aber um seinen Aufstieg in die high society bringen.
Clyde entscheidet sich dazu, das Mädchen während einem Ausflug umzubringen.

Die Geschichte beruht auf einem wahren Mord (1902). Fazit: Wer in der Mafiahochburg Chicago Karriere machen will, schreckt vor Morden nicht zurück!

 Es ist nicht diese Mordgeschichte, welche mich am Buch An american Tragedy interessiert, es ist die ausgedehnte Tiefe mit der Dreiser sprachlich äusserst kunstvoll und psychologisch unglaublich akribisch in die Seelen der Menschen des damaligen Amerika einzudringen vermag.
Nebst "Der Idiot" von Dostojewski und "Les Misérables" von Victor Hugo, finde ich "An American Tragedy" eines der besten Bücher überhaupt.

Das Buch ist im signetclassics Verlag herausgekommen. www.signetclassics.com

Auf Deutsch erschien es als "eine amerikanische Tragödie" im Rowohlt-Verlag. Ich weiss nicht, ob man es noch kaufen kann. Das Bild unten stamt aus dem Film (American Tragedy).



Und hier noch ein Mafiasänger, der Chicago (the windy city) sehr gut kannte, Frank Sinatra. Dreisner wagte es mit seinem Buch tief unter der grellen Schminke des von Sinatra vorgegaukelten und besungenen American Dreams (Mafiatraum) zu kratzen. Danke Theodore Dreisner. Gut nachvollziehbar, dass die damalige amerikanischen Kirtiker hart mit Dreisners Buch ins Gericht gingen. Wer liebt schon einen der die unbequeme Wahrheit zu beschreiben wagt?

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