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Montag, 5. Dezember 2011

Ist die Schweinegrippe eine Biowaffe?

Hallo Odin


Ist der Schweingegrippeerreger von Menschen im Labor konstruiert worden? Jeder, der hier mit: "Das ist gut möglich!" antwortet, wird als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt. Ich will Dir keine Angst einjagen, lieber Odin, das ist meine Absicht nicht, aber ich möchte dich dazubringen, dass Du Deine Augen weit öffnest. Wer Dir Sicherheit anbietet ist oft der gefährlichste!
Lies deshalb bitte folgenden Text einmal genau durch. Darin wird das kurze Leben eines amerikanischen Biologen (Bakteriologe) geschildert, welcher für die CIA nach dem 2 WK gearbeitet hat. Es hiess, dass Dr. Olson in New York in einem Hotel Suizid begannen haben soll, sein Sohn glaubte aber nicht an die offizielle Version und recherchierte jahrzehntelang nach.

Die Geschichte ist 60 Jahre alt, Dr. Olson ist tot, aber die Forschung an chemischen-biologische Massenvernichtungswaffen geht ganz sicher vor allem in Russland und den USA weiter. Uebrigens ausgerechnet Rumsfield und Cheney waren es, welche damals als junge Politiker (Geheimdienstler) den Fall Olson krampfhaft zu vertuschen versuchten. Ironischerweise waren es dieselben US-Falken, welche unterstellten, dass Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen habe und deshalb gestürzt werden müsse.

Hier das Bild eines Schweinegrippe-Influenzavirus. Es ist nicht unmöglich, dass die Schweinegrippe eine Produkt derselben Labors ist, für welches auch Dr. Olson gearbeitet hat.
Da das Viren für uns viel bedrohlicher und eine akutere Gefahr sind, als Anthraxerreger (Gasbrand), möchte ich der Olsongeschicht noch einen klitzekleinen Ausflug in die Welt der Viren voranschicken.







Der Mensch ist heut in der Lage ist, die genetische Struktur von Viren sehr elegant gezielt zu verändern. Die genetische Struktur ist das Programm, welches alle Informationen über die Bestandteile einer Zelle/Virus/Bakterium in sich hat. Das Erbgut (auch Genom genannt) beinhaltet alles, was es zu einer Duplikation der Zelle, Virus, Bakterium braucht.
Mit anderen Worten, der Mensch ist im Stande gezielt Fremdinformation in das Genom des Virus hineinzubringen. Weshalb tut er das?

Der Virus kann sich selber nicht vermehren, weil er sich nicht eigenständig teilen kann, wie das eine Zelle, oder ein Bakterium machen kann. Der Virus ist ein Parasit, er braucht eine lebendige Zelle, oder ein Bakterium, welches in seinem Auftrag, Virenduplikate herstellt.
Das geht folgendermassen. Der Virus dockt sich an einer Zellmembran an und veranlasst die Membran entweder ihm Einlass zu gewähren oder er zwängt sich selber durch die Membran durch.

Ich zeige Dir hier zwei bekannte Viren, wie sie in eine menschliche Zelle eindringen können.

a) das HIV-Virus



Du siehst, wie der grünummantelte HIV-Virus sich an Rezeptoren der Zellmembran andockt, sich in die Membran einbindet und seinen viralen Inhalt in die Zelle ausschüttet. Im Zellinnern suchen dann die Viren-Proteine sogleich den Zellkern der menschlichen Zelle auf. Sie penetrieren dann die Zellkernmembran und binden sich ins Erbgut der Wirtszelle ein. Einmal integriert befehlen sie der Zelle millionen von Virenkopien herzustellen. Die Zelle produziert dann ohne Unterbruch neue HIV-Virenproteine. Diese schwimmen an die menschliche Zelloberfläche (Membran), nehmen enen Teil der Zellmembran als Schutzmantel mit und machen sich auf die Suche nach noch nicht befallenen menschlichen Zellen. Die HIV-Viren haben es vor allem auf die T-Lymphozyten abgesehen, desalb nimmt beim HIV-Patienten die T-Lymphozyten Zahl auch dramatisch ab.

Jetzt zeige ich Dir noch, wie ein normaler Influenza- Grippevirus in eine menschliche Zelle eindringen kann.




Das perfide am Virus ist, dass er sich als Wirt in jede menschliche Zelle schleichen kann. Er dringt durch die Zellwand ins Zellinnere ein und nimt sofort Kurs auf den Zellkern. Im Zellkern sind die ganzen gentischen Informationen versorgt. Der Zellkern ist die Schaltzentrale der Zelle, da werden auch alle wichtigen Eiweisse produziert. Ist der Virus also einmal im Kern drin schneidet er sich eine Lücke in das Zellgenom und implantiert seine genetische Information Mittne in die Zellinformation. Der Virus stört dann, wenn er aktiv ist, die normale Zellfunktion.
 Mit einer spezielle Gensequenz kann der der Virus dann die menschliche Wirtszelle dazu veranlassen in enormem Ausmass Virenkopien herzustellen.  Diese Virenkopien können  ihrerseits widerum in menschliche Zellen eindringen und diese zwingen Virenkopien en masse herzustellen. Innerhalb Stunden bis Tagen können also Milliarden von Virenkopien hergestellt werden. Das schlimme am Virus ist, dass er nicht nur die Zelle zur Produktion von immer neuen Viren zwingt, sondern dass er sie auch zerstören kann. Das kann fatal Enden, denn es kann sein, dass ganze Organe von den Viren vernichtet werden. Die Influenzaviren sind im Gegensatz zu anderen Viren sehr perfide, weil sie nicht Organ gebunden sind (wie zum Beispiel die Hepatitiserreger, welche nur in der Leber vorkommen). So könnte es durchaus sein, dass virulente Influenzaviren innerhalb weniger Tage, zuvor gesunde Menschen, an einem Multiorganversagen sterben lassen können.

Weshalb, fragst Du jetzt, sollte man an solch hochgefährlichen Viren forschen? Stell Dir vor, jemand hat den Impfstoff gegen diesen gefährlichen Virus im Kühlschrank (kann somit sich, seine Lieben udn seine Beschützer dagegen impfen) und hat gleichzeitig die Möglichkeit den Virus weltweit zu streuen. Diese Konstellation verleiht unglaubliche Macht und was Macht verleiht wird von gewissen Menschen auch skrupellos angewandt. Die A-Waffen Einsätze in Nagasaki und Hiroshima sprechen da eine ganz klare Machiavellisprache.

Du weisst sicher, dass es unmöglich ist eine Grippewelle aufzuhalten. Eine Quarantäne bringt auch nichts. Was für Krankheiten wie die Pest oder Tuberkulose durchaus Sinn macht, ist bei einer Influenzaepidemie absolut nicht wirksam. Grippeviren sind klein und können so in kleinsten Mengen (Aerosole) grossflächig in der Luft transportiert werden. Da es bis zum Vollausbruch der Krankheit immer eine Zeit geht, wird es also immer Menschen geben, welche sich im öffentlichen Raum bewegen, bereits infiziert und infektiös sind, aber noch nicht wirklich krank sind. Diese Menschen würden dann zB in einem Bus, oder Bahn, oder Kino binnen weniger Minuten hunderte anderer Menschen anstecken.

Ziel der biochemischen Kriegsführung ist es den Feind zu schwächen, ohne sich selber in Gefahr zu bringen. Stell Dir vor, wenn im Irakkrieg das virulenteste Grippevirus aller Zeiten gewütet hätte und die geimpften US-Marines, einige Wochen nach Ausbruch einmarschiert wären. Es hätte kaum Widerstand gegeben, wenn der grösste Teil der irakischen Armee krank oder bereits tot gewesen wäre.

Willkommen in der schönen neuen Welt der Massenvernichtungswaffen. PS:


Hier eine Zusammenfassung, des Lebens von Dr. Olson


Dieser Artikel kommt von www.Ask1.org

http://www.ask1.org/redaktion-37.html



Operation Artischocke - Der Tod Dr. Frank Olsons





Unter dem Decknamen Artischocke lief fast ein halbes Jahrhundert lang ein geheimgehaltenes Projekt bei dem heute noch vieles im Dunkeln liegt. Es geht um eine erschreckende Facette der Arbeit der CIA, um die sich allerdings auch viele Legenden ranken: Mind-Control. Nach dem Krieg hatte die CIA - offenbar ohne jede Bedenken - eine ganze Reihe von Nazi-Wissenschaftlern angeworben, welche über viel Erfahrung beim Experimentieren mit biologischen und chemischen Stoffen verfügten: Sie hatten diese Stoffe an Menschen, vornehmlich KZ-Häftlingen, ausprobiert. Wohlgemerkt, die CIA hatte die Deutschen nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer berüchtigten Forschungsmethoden unter ihre Fittiche genommen. Der Begriff Operation Artischocke steht für scheußliche und illegale Menschenversuche, die in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts vom amerikanischen Geheimdienst durchgeführt worden sind - es geht um Experimente mit Gehirnwäsche. Ein eklatanter Verstoß gegen damals wie heute geltende Gesetze, aber leider wenn es um die Geheimdienste dieser Welt - leider auch für die der demokratischen Staaten - geht, bei Weitem keine Seltenheit.



Die Hintergründe dieser Operation wurden eigentlich nur deshalb bekannt, weil Eric Olson die mysteriösen Umstände des "Selbstmordes" seines Vaters im November 1953 aufklären wollte. Besagter Dr. Frank Olson war CIA-Agent und unmittelbar an den Geheimversuchen beteiligt gewesen. Er war Experte für Anthrax und andere biologische Waffen und somit Geheimnisträger ersten Ranges. Vermutlich musste er sterben, weil er zu viel wusste. Eric Olson war überzeugt, dass sein Vater von der CIA ermordet wurde, weil er aussteigen wollte. Nachdem die Leiche von Dr. Frank Olson 40 Jahre nach dessen Tod exhumiert und obduziert worden war, kamen Gerichtsmediziender der George-Washington University in Washington DC zu dem Ergebnis, dass Frank Olson sehr wahrscheinlich einem Gewalltverbrechen zum Opfer gefallen ist.



Dr. Olson war in den Laboratorien der U.S Army in Fort Detrick beschäftigt. Diese biologische Waffenschmiede wurde im Jahre 1943 gegründet - man befürchtete damals, Hitlers Wehrmacht könnte die Alliierten Truppen mit Bazillen und Viren angreifen. Deswegen wurden in Fort Detrick in aller Eile Gasmasken entwickelt und auf Anthrax basierende Kampfstoffe produziert um im Falle eines Angriffs durch die Nazis mit den gleichen Waffe zurückschlagen zu können. Der Bio-Chemiker Dr. Frank Olson - im Range eines Captains der Army - war damals einer der ersten Wissenschaftler in Fort Detrick. Mit ihm zusammen arbeitete dort damals Norman Cournoyer, mit dem Olson bald eine tiefe Freundschaft verband.



Norman Cournoyer:





Wir arbeiteten 5 Monate lang in der Aerosol-Abteilung um herauszufinden wie gut unsere Gasmasken und Schutzkleidungen funktionierten. Eines Tages wurde Frank versetzt, um mit an gefährlichen patogenen Bakterien zu arbeiten. Er sagte: Norman, wie wäre es wenn du für mich an "Hotstuff" tätig wirst? So haben wir das genannt. N stand für Anthrax, X für Fleischvergiftung. Also butolismus und so weiter.





Die Anfänge der Operation Artischocke gehen auf das Jahr 1945 und die Befreiung des Konzentrationslager Dachau zurück. Die amerikanischen Truppen stießen auf hunderte von Leichen ermordeter oder verhungerter Insassen. Viele der Überlebenden berichteten den U.S-Ärzten von grausamen Experimenten, die von den Ärzten der Konzentrationslager an den Häftlingen mit Krankheitserregern und Drogen vorgenommen worden waren.



Wenige Wochen später wurde auf Schloss Kransberg nördlich von Frankfurt die wissenschaftliche Elite Nazideutschlands inhaftiert und von amerikanischen Offizieren verhört - das Projekt trug den Namen "Operation Dustwind". Die Amerikaner wollten die Ergebnisse der deutschen Kriegsforschung auswerten und für ihre Zwecke nutzbar machen. Unter den Gefangenen in Kransberg waren auch jene Experten für biologische Kriegsführung, die in Dachau die Wirkung tödlicher Keime an Menschen erprobt hatten. So auch Professor Kurt Blome - ehemaliger stellvertretender Reichs-Ärzteführer und graue Eminenz der deutschen B-Waffen Forschung. Auf dem Militärtribunal gegen die KZ-Ärzte wurde Blome 1947 trotz erdrückender Beweislage freigesprochen - wie es scheint hatten die Amerikaner noch etwas mit ihm vor. So machte er vor dem Tribunal auch keinen Hehl aus seiner Gesinnung: Ich habe hier in aller Offenheit bekannt, das ich ein überzeugter Nazionalsozialist und Anhänger Adolf Hitlers gewesen bin.



Norman Cournoyer:





Wir waren an allen Experten interessiert, die sich mit biologischen Waffen auskannten.



Die Amerikaner bewahren Kurt Blome vor der Todesstrafe und als Gegenleistung gab Blome Auskunft über das B-Waffen-Programm der Nazis. Unter den Spezialisten, die Blome befragen war auch ein Freund und Kollege Frank Olsons namens Donald Falconer. Falconer war für die Entwicklung der mit Anthrax gefüllten Bomben zuständig, schweigt aber bis zum heutigem Tage über seine damalige Arbeit - auch gegenüber dem Sohn seines damaligen Freundes Eric Olson.



Eric Olson stieß im Nachlass seines Vaters auf Filmdokumente und Dias. Dr. Frank Olson war begeistert von Schmalfilmen. Die Aufnahmen welche er machte lassen nichts von seiner geheimen Tätigkeit ahnen. Sie zeigen die heile Welt eines typischen jungen, amerikanischen Familienvaters. Aber auf einem der Filme seines Vaters stößt Eric unmittelbar nach Aufnahmen seines Großvaters auf eine Sequenz, die offenbar geheime Sprühflüge aus dem Jahr 1947 zeigt. Mit Hilfe der Erkenntnisse von Blome und anderen Naziwissenschaftlern experimentieren die Amerikaner an künstlichen Seuchen, durch die Ernten vernichtet werden konnten. In Fort Detrick wurde zu dieser Zeit massiv an bakteriologischen Waffen aufgerüstet, dabei vor allen Dingen mit Anthrax Sporen, welche sehr widerstandsfähig und somit gut für die biologische Kriegsführung geeignet sind. Anthrax wird kultiviert und dann in Bomben abgefüllt. Die Amerikaner hatten Angst vor den sowjetischen B-Waffen. da man befürchtete, dass, wenn sich aus dem kaltem ein heißer Krieg entwickeln sollte, dieser mit tödlichen Bakterien geführt werden würde. Die Army forderte deshalb volle B-Waffen-Arsenale.



Frank Olson ist häufig mit der Air Force unterwegs gewesen, um mit seinen Mitarbeitern Freiversuche mit Kriegskeimen durchzuführen, so geschehen z.B auf der Karibik Insel Antigua. Bei diesen Tests sollte die Ausbreitung der Seuchen unter realistischen Bedingungen erforscht werden. Bei den meisten Experimenten in der Karibik oder im tief verschneiten Alaska arbeiten Olsons Leute mit weniger gefährlichen Bazillen, manchmal aber auch mit "Hotstuff" - gefährlichen Krankheitserregern.



Norman Cournoyer:





Wir haben keine Anthrax-Sporen eingesetzt, sondern Bacillus Globigii - Sporen die Anthrax sehr ähnlich sind. Wir taten damals Dinge, die nicht ganz koscher waren. Die Sporen konnten noch Monate später in großer Entfernung aufgespürt werden.



Auch über der San Francisco Bay wurden Sporen freigesetzt - man wollte testen wie verletzlich die Stadt bei einem russischen Sabotage-Akt wäre.



Im Oktober 1949 gerät Frank Olson, dessen Abneigung gegenüber Vorschriften und unkonventionelle Art sich eigentlich nie mit seinem Job für die Army vertragen hat, in den Verdacht des Geheimnisverrats. Er wird durch die militärische Abwehr verhört und es ist dokumentiert, dass Frank Olson während der Befragung ziemlich ungehalten war. Diese Art war nach Meinung von Kollegen Olsons aus Fort Detrick typisch für ihn.



Norman Cournoyer:





Er wahr sehr sehr offen und hat sich nie gescheut das zu sagen was er denkt. Ganz im Gegenteil. Frank Olson war nie zimperlich, vertrat immer seinen Standpunkt. Vielleicht hatten sie Angst davor. Waren sie deshalb am Ende hinter ihm her? Kann sein....



Als verantwortlicher Wissenschaftler für die B-Waffen-Forschung zählt Frank Olson zu den wichtigsten Geheimnisträgern des kalten Krieges. Im April 1950 erhält er - eher ungewöhnlich für einen Wissenschaftler im Auftrag der Army- einen Diplomaten-Paß. Hat er einen neuen Auftrag? Er unternimmt in den folgenden Jahren mehrere Reisen nach Europa, auch nach Deutschland.



Norman Cournoyer:





Er war bei der CIA. Ich habe es erst erfahren als er es mir erzählte. Ich kannte ihn bis dahin nur als Army Captain. Das war alles was ich wusste. Und dann plötzlich war er CIA-Agent. Und er blieb es bis zu seinem Ende, bis 1953.



Unter Olsons Dias sollen sich später Aufnahmen aus Frankfurt und Heidelberg finden. Auch das streng geheime Hauptquartier des CIA in Deutschland im IG-Farben-Haus in der Frankfurter Innenstadt ist zu sehen.



Was ist sein neuer Auftrag? Olson arbeitet inzwischen auf einem Gebiet, das nichts mehr mir biologischen Waffen zu tun hat. In der deutschen CIA-Zentrale führt der Biochemiker wichtige Gespräche mit Geheimdienst-Offizieren und ist immer häufiger mit anderen CIA-Agenten unterwegs. Es geht um ein streng geheimes Projekt: Menschen sollten mit Medikamenten, Drogen und Folter gefügig gemacht und ihr Willen gebrochen werden. Gehirnwäsche. Deckname der Operation: Artischocke.



In Oberursel im Taunus besitzt die US Army zu dieser Zeit ein geheimes Verhör Zentrum. Untergebracht in unauffälligen alten Fachwerkhäusern das sogenannte Camp King. Dort waren vornehmlich sowjetische Agenten und DDR Übersiedler inhaftiert, die von der CIA als verkappte komunistische Spione gehalten werden. Unter anderem war der ehemalige SS-Mann Franz Gajdosch gleich nach dem Krieg von den Amerikanern gefangen genommen und zum Barkeeper der Offizierskneipe von Camp King gemacht worden.

Irgendwann im Jahre 1952 lief Gajdosch im streng geheimen Verhörlager dann einem andereren Deutscher über den Weg: Professor Kurt Blome!



Franz Gajdosch:





Blome war eine zeit lang Arzt im Camp King, also hat auch die Ambulanz betreut. Er war auch von Amerikanern protegiert und war im KZ Arzt gewesen, hat Experimente gemacht.



Die amerikanischen Offiziere störte Blomes Vergangenheit offenbar nicht. Vermutlich sollte er ihnen mit seiner Erfahrung an Menschenversuchen zur Seite stehen. Schon im September 1951 hatte ein Berater der CIA die Experimente des Projekts Artischocke vorbereitet. Bei den Gesprächen in Oberursel ging es über die Wirkungsweise der vorgesehenen Drogen, wobei auch Substanzen berücksichtigt werden sollten, welche zu Gedächtnisverlust führen.



Franz Gajdosch:





Ihre Methoden waren natürlich nicht human. Sie haben schon einen Druck ausgeübt. Es gibt ja Methoden wo man moralisch einen Menschen fertig machen kann. Und in Camp King die waren ja berüchtigt. Bei allen die nichts preisgeben wollten haben die versucht was raus zu bekommen.



In der ehemaligen Villa Schuster, die heute Haus Waldhof heißt, unweit von Camp King am Rande der Stadt Kronberg im Taunus, fanden vermutlich die grausamen Menschenversuche der Operation Artischocke statt. Die Villa, welche 1934 von den Nationalsozialisten beschlagnahmt wurde, wurde nach Kriegsende von den Amerikanern übernommen.



Franz Gajdosch:





Die Umgebung, das Umfeld wusste gar nicht wer das ist, was das ist, weil ja das Militär, also der CIC, in diesen Häusern gar nicht in Uniform aufgetreten ist, sondern nur in zivil. Die Fahrzeuge hatten zivile Nummernschilder, so dass das Umfeld gar nicht wusste, dass das eine amerikanische Einrichtung ist.



Im Haus Waldhof begannen im Juli 1952 die ersten vom CIA in Auftrag gegebenen Versuche zur Gehirnwäsche. Drogen, Hypnose und wahrscheinlich auch Folter gehörten hier zu den Versuchen dazu. Protokolle belegen, wie die russischen Agenten mit Medikamenten vollgepumpt wurden. Ziel der Experimente war es, den Menschen zu manipulieren und Geheimnisse zu entlocken. Doch damit nicht genug! Besonderes Interesse zeigten die Forscher daran, hinterher das Gedächtnis ihrer Opfer auszulöschen, so dass sich diese nicht erinnern konnten, was mit ihnen passiert war.



Dr. Frank Olson kam am 12. Juni 1952 in Frankfurt an. Drei Tage später, am 15 Juni, verlässt er Rhein/Main wieder. Am 13. Juni findet ein Experiment mit "Patient Nr. 2" statt - einem vermeintlichen Doppelagenten.



Norman Cournoyer:





Frank war aufgewühlt, als er einmal aus Deutschland zurück kam. Er sagte: Norman, versprich mir, dass wir nie darüber geredet haben! Das war sehr hart. Er sagte: "Du wärst schockiert, welche Techniken sie einsetzen. Sie bringen Leute zum sprechen. Sie machen Gehirnwäsche mit ihren Opfern. Sie setzen alle möglichen Drogen ein. Und Folter."





Mit ihren Menschenversuchen setzte die CIA skrupellos jene Drogen-Experimente der Nazis fort, von denen sie bei der Befreiung des KZs Dachau erfahren hatten.



Norman Cournoyer:





Sie verwendeten Nazis, sie verwendeten Häftlinge und sie verwendeten Russen. Und es war ihnen völlig gleichgültig ob die das überlebten oder nicht.



Bei der US-Army laufen zur gleichen Zeit umfangreiche Experimente mit einer neuen Wunderdroge: LSD. In der Bedford Street in New York beginnt die CIA wenig später in einem als Bordell getarnten Apartment mit eigenen LSD-Experimenten. Der Geheimdienst engagiert Prostituierte, die ihren Freiern heimlich LSD in den Drink kippen um dann Geheimnisse aus ihnen heraus zu locken.



Ike Feldman; Ehemaliger CIA Agent:





Meine Aufgabe war es, Männer, die wir zum reden bringen wollten dort hin zu lotsen. Wir haben dann Prostituierte organisiert die diesen Männern etwas in ihren Drink mischten. LSD, wie ich später erfahren habe. Die Männer packten dann aus: Über Drogengeschäfte, nachrichtendienslich relevante Fragen oder Verbrechen. Dies gehörte zu den Experimenten der CIA. Sie nannten es: schmutzige Tricks.



Es erwies sich bald, dass LSD unter den richtigen Umständen die Zunge um ein Vielfaches stärker löste als Alkohol. Im September 1953 lud die Abteilung für schmutzige Tricks der CIA zehn ihrer Wissenschaftler zu einem Meeting in eine Hütte nach Deep Creak Lake - drei Autostunden von Washington DC entfernt - ein. Es ging um das Projekt Artischocke. Das Treffen, so stand in der Einladung, sei als Zusammenkunft von Sportjournalisten getarnt. Tatsächlich aber sollten die Teilnehmer, darunter auch Dr. Frank Olson, unter LSD gesetzt werden. Später hieß es dann, die CIA hätte eine Art Selbstversuch unternehmen wollen - ohne Wissen der Beteiligten.



Ike Feldman; Ehemaliger CIA Agent:





Von dem was ich gehört habe war das kein Experiment. Frank Olson wurde unter Drogen gesetzt weil er zu viel geredet hatte.



Als Olson über das LSD Experiment aufgeklärt wird, weiß er sofort was das zu bedeuten hat: man hat ihn ausgehorcht. Zu Hause deutete er seiner gegenüber Frau an, dass er einen fürchterlichen Fehler gemacht habe. Im November 1953 ? vier Jahre nach dem Verdacht des Geheimnisverrats, der nicht bewiesen werden konnte, bringt die CIA Olson in Begleitung eines Agenten nach New York. Olson und sein Begleiter quartieren sich im Hotel Pennsylvania ein. Was wollen sie in New York? Im Hotel stößt ein Vertrauensarzt des Geheimdienstes hinzu und verabreicht Medikamente. Frank Olson ist längst zu einem Sicherheitsrisiko geworden, aber die CIA hatte offenbar eine Lösung gefunden.



Genau 10 Jahre hatte Dr. Frank Olson für die biologische Waffenschmiede der U.S-Army gearbeitet, als er in den frühen Morgenstunden des 28 November 1953 in New York starb. In jener Nacht stürzte er aus seinem Zimmer im 13. Stock des Hotels in den Tod - durch ein geschlossenes Fenster wie es hieß! Armand Pastore, Hotelmanager, hatte in der Nacht als Olson aus dem 13 Stock stürzte Dienst.



Armand Pastore; Damaliger Hotelmanager:





Er lag da uns sah mich an. Er versuchte mir etwas zu sagen. Er hatte die Augen weit aufgerissen. Überall war Blut. Es lief aus seiner Nase aus seinen Augen und Ohren. Ein Knochen ragte aus seinem linken Arm heraus. Ich versuchte immer wieder mit ihm zu sprechen, aber ich konnte nichts von dem verstehen was er sagen wollte. Dann ist er gestorben.



Pastore informierte die Polizei und fuhr mit den Beamten in den 13. Stock. Er hatte inzwischen herausgefunden, dass Olson aus Zimmer 1018A in die Tiefe gestürzt sein musste und dass sich wahrscheinlich eine weitere Person in dem Zimmer aufhalten würde.



Armand Pastore; Damaliger Hotelmanager:





Ich sagte: "Wartet einen Moment. Vielleicht ist jemand da drin!" Da wurden sie nervös und zogen ihre Kanonen. Sie sagten: "Mach die Tür auf" Also schloss ich die Tür auf und sie stürmten in das Zimmer. Und da saß dieser Kerl auf dem Klo, die Ellenbogen auf die Knie gestützt und das Gesicht in seinen Händen verborgen. Die Polizisten fragten: "Was ist passiert?" Der Kerl sagte: "Ich habe keine Ahnung! Ich habe nur gehört wie das Glas splitterte. Dann habe ich aus dem Fenster geschaut und gesehen: Frank Olson liegt unten auf der Straße!"



Der CIA Agent gibt zu Protokoll, er habe fest geschlafen und nicht gehört wie sein Bettnachbar aufgestanden sei. Eine Erklärung für den Selbstmord habe er nicht. Sonst machte er keine Angaben, auch nicht über die Gründe ihres gemeinsamen Besuches in New York und die Ermittlungsakten wurden schnell geschlossen. Niemand schien sich für das Telefongespräch, welches nach Olsons Tod aus dem Zimmer geführt wurde, zu interessieren.



Armand Pastore; Damaliger Hotelmanager:





Die Telefonistin sagte, es gab einen Anruf aus diesem Zimmer. Ich fragte: "Worüber wurde gesprochen?" Der Mann in dem Zimmer verlangte eine Verbindung nach Long Island und sagte dann: "Er ist weg!" Der Mann am anderen Ende antwortete: "Das ist zu dumm!" Dann legten beide auf.



War das eine Vollzugsmeldung des Agenten an die CIA, dass sich das Problem Frank Olson erledigt hatte? Ike Feldman, CIA-Veteran, war zu jener Zeit Mitarbeiter der Drogenpolizei. Feldman lernte Olson zwar nie persönlich kennen, doch erfuhr nach dessen Tod etwas über die Hintergründe.



Ike Feldman; Ehemaliger CIA-Agent:





Leute, die ich bei der New Yorker Polizei, bei der Drogenfahandung kannte und sogar die CIA selbst, alle haben mir das gleiche gesagt: Er ist nicht gesprungen sondern wurde aus dem Zimmer geworfen. Die Leute, die ihn aus dem Weg räumen wollten, sagten, er habe zu viel über streng geheime Projekte geredet. Wenn über einen Geheimnisträger, Staats- oder Regierungsgeheimnisse nach draussen gelangen gibt es nur einen Ausweg: Bringt ihn um!



40 Jahre später: Institut der George-Washington University, Washington DC, für Rechtsmedizin: Der exhumierte Leichnam Frank Olsons wird einer ausführlichen Obduktion unterzogen. Es stellt sich heraus, dass das Ergebnis der ersten Obduktion 1953 Manipuliert war.



Prof. James Starrs; Pathologe und Gerichtsmediziner:





Der Bericht des Gerichtsmediziners aus New York, der mir vorlag, entsprach in vielen Wichtigen Punkten nicht der Wahrheit. Da war von Schnittwunden die Rede, verursacht durch einen Sprung durch das geschlossene Fenster und durch das Glas. Es gab aber keine Schnittwunden, sie waren nicht da. Sie existierten schlichtweg nicht. Die zweite Sache, die uns auffiel, war ein Hämatom dierekt an der Stirn. Für diese Verletzung, die wir entdeckten, gibt es nur eine Erklärung die Sinn macht: Er wurde, wenn man so will, zum Schweigen gebracht. Er wurde auf jeden Fall ausser Gefecht gesetzt, so dass er sich nicht wehren konnte als man ihn aus dem Fenster warf.



Starrs arrangiert einen Ortstermin vor dem Pennsylvania Hotel mit Armand Pastore, dem Manager der Olson in jener Nacht fand. Danach fällte er sein Urteil: "Ich und die meisten meiner Teamkollegen - nicht alle, aber die meisten - sind davon überzeugt, es war Mord."



Demnach wurde Olson erst mit einem gezielten Schlag außer Gefecht gesetzt und dann aus dem offenen Hotelfenster geworfen. Wenige Monate vor dem Mord ließ die CIA eine "Study of Assasination" erarbeiten. Einen Ratgeber für Agenten, Menschen zu töten, ohne Spuren zu hinterlassen. Dort heißt es: "Die effizienteste Methode ist ein Fall aus mindestens 25 Metern Höhe auf einen harten Boden. Gewöhnlich wird es nötig sein, das Opfer vorher zu betäuben oder unter Drogen zu setzen."



Prof. James Starrs; Pathologe und Gerichtsmediziner:





In diesem Papier wird fast Wort für Wort beschrieben, was Dr. Olson zugestoßen ist. Als handele es sich um die Anleitung für seine Ermordung. Sie paßt auf diesen Fall wie die Finger in einen Handschuh.



Also war es vermutlich tatsächlich Mord. Aber was steckte letztendlich dahinter? Warum sprach Olson von einem fürchterlichen Fehler den er begangen habe?



Norman Cournoyer:





Es fehlt ein Stück in dieser Geschichte, aber ich bin nicht sicher ob ich es ihnen geben sollte. Es war so, dass Frank in eine Sache hineingezogen wurde, die er strikt ablehnte. Aber er konnte nichts dagegen unternehmen. Er arbeitete für die CIA und die zog alles bis zum Ende durch.



Im Frühjar 1953 - ein halbes Jahr vor Frank Olsons Tod - tobte in Asien ein drei Jahre alter, erbitterter Krieg amerikanischer und alliierter UN-Truppen gegen Nord-Koreaner und Chinesen. Es war die erste seit langen befürchtete Auseinandersetzung des Westens mit dem Kommunismus.

Hatte der Korea-Krieg etwas mit dem Fall zu tun? Frank Olson hatte sein Büro noch immer in Fort Detrick, dem geheimen Zentrum der US Army für die Forschung an biologischen Waffen. Gleichzeitig arbeitete er für die CIA. Zu den Aufgaben der Abteilung für schmutzige Tricks in Gebäude 1412 zählten Gehirnwäsche, der Einsatz von Drogen und Folter sowie Mordanschläge mit Giften und Bazillen. Am 27. Juli 1953 brach Olson zu seiner letzten Reise auf, seine Filmkamera hat er im Gepäck. Erste Station: Paris. "Paris, London, Stockholm" schreibt Olson auf die Verpackung eines Filmes, aber nach einigen Aufnahmen, die Olson in Paris gedreht hat kommen plötzlich Bilder des zerstörten Reichstags und des Brandenburger Tores. Olson war also Anfang August 1953 auch in Berlin. In Zehlendorf filmte er das Hauptquartier der Amerikanischen Arme. Ist Frank Olson auf einer geheimen Mission, die in Verbindung mit Projekt Artischocke steht? In Berlin wurden in diesen Wochen mehrere hochkarätige kommunistische Agenten vernommen. Es herrschte, wenige Wochen nach dem Arbeiteraufstand im sowjetischem Sektor, größte politische und militärische Anspannung in der geteilten Stadt. Im Hauptquartier der Army in Berlin wurde Olson offenbar Zeuge brutaler Verhörmethoden.



Norman Cournoyer:





Als er das letzte mal aus Deutschland zurück kehrte, klang er sehr verändert. Er sagte mir: "Ich kann dir Dinge erzählen, von denen sonst niemand weiß, die du auch niemandem erzählen darfst, denn sie sind streng geheim". Die Leute in Deutschland seien über die Grenze hinaus gegangen. Er sagte: "Norman, hast du jemals einen Menschen sterben sehen?" Ich sagte: "Nein." Er sagte: "Ich schon!" Einige der Leute, die sie verhört haben waren am ende Tot. Man kann sich also vorstellen, wie sie diese Leute bearbeitet haben müssen. Er sagte, dass er aussteigen wolle. Er sagte das klipp und klar: "Ich verlasse die CIA! Punkt!"



In Korea waren nur Tage zuvor die ersten amerikanischen Kriegsgefangenen freigelassen worden. Einigen drohten Verfahren wegen Hochverrats, weil sie ihr eigenes Land der biologischen Kriegsführung bezichtigt hatten. Sind die Aussagen, die Piloten über Abwürfe von biologischen Bomben machten, wahr, oder waren die Piloten Opfer kommunistischer Gehirnwäsche? Fest steht eines: Zurück in der Freiheit sollten diese Soldaten erneut verhört werden ? mit Drogen und Folter. Nur diesmal von den eigenen Leuten! Das geht aus Dokumenten eindeutig hervor: Alle waren sich einig, dass der harte Kern und die erfolgreich indoktrinierten Kriegsgefangenen ausgezeichnete Objekte für Artischocke-Techniken wären.



Die amerikanischen Soldaten, die sich der biologischen Kriegsführung bezichtigt hatten, wurden laut CIA-Dokumenten mit Artischocke-Techniken manipuliert. Alle widerriefen ihre Bekenntnisse. Entsprachen die Geständnisse, welche die Piloten während ihrer Gefangenschaft abgaben der Wahrheit? Welchen Grund hätte es sonst gegeben, eine Gehirnwäsche an ihnen vorzunehmen? Setzten die Amerikaner tatsächlich B-Waffen im Korea-Krieg ein? War dies das Geheimnis, das Frank Olson kannte und preis zu geben drohte?



Eric Olson:





Das passt zu dem, was meine Mutter immer gesagt hat: Korea ließ deinem Vater keine Ruhe. Und schließlich hat mir ein Kollege meines Vaters offenbart: Mein Vater habe herausgefunden, dass biologische Waffen in Korea zum Einsatz kamen. Ich fragte ihn: "Was ist mit den Geständnissen der US Piloten?" Darauf entgegnete der Kollege meines Vaters als wolle er sagen: "Lies es mir von den Lippen ab: Es war nicht alles nur Gehirnwäsche!"



Norman Cournoyer wiederholte diese Aussage über biologische Kriegsführung in Korea nicht öffentlich.



Norman Cournoyer:





Ich habe bei Austritt aus der Army geschworen niemals darüber zu sprechen. Nur soviel: Es gab Leute die biologische Waffen besaßen und auch Gebrauch von ihnen machten. Mehr werde ich nicht sagen. Sie haben sie eingesetzt. Gab es einen Grund, dass Frank von der CIA getötet wurde? Wahrscheinlich ja....



In der Umgebung von Frederick Maryland, wo Frank Olson lebte und in der geheimen B-Waffen-Schmiede für die US Army und die CIA arbeitete, ist das FBI heute hier - nach dem 11. September - dem Anthrax-Terroristen auf der Spur, dessen mit Anthrax-Sporen versehene Briefe fünf Menschen in den USA das Leben gekostet haben. Kommt der Attentäter doch aus den eigenen Reihen? Sollten die Anthrax Briefe die Furcht vor dem Terror weiter schüren um der Regierung einen Handlungsspielraum zu verschaffen? Es wurde zu einer der größten Ermittlungsaktionen der amerikanischen Kriminalgeschichte. Doch, wie es im Moment erscheint, weigert sich das FBI, den Hauptverdächtigen der Anthrax-Anschläge, zu verhaften oder auch nur ernsthafte Ermittlungen gegen ihn aufzunehmen. Könnte die Regierung in Washington bei einem Prozess gezwungen sein, streng geheime Informationen publik zu machen? Über illegale Forschung an B-Waffen, über den Einsatz von Anthrax im Korea Krieg und über den Mord an Frank Olson?



Die amerikanische Regierung hatte schon einmal, im Sommer 1975, alles daran gesetzt, dass die Wahrheit in Bezug auf das Projekt Artischocke nicht ans Licht der Öffentlichkeit kam. Die Vertuschung wurde damals ganz oben im Weißen Haus angezettelt und das von Personen, die auch in der heutigen Politik von immenser Bedeutung sind, namentlich Donald Rumsfeld und Richard Cheney. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass die CIA ihren Mitarbeiter Frank Olson vor seinem angeblichen Selbstmord unter LSD gesetzt hatte. Rumsfeld und Cheney, die den Stab des Weißen Hauses leiteten, empfahlen Präsident Gerald Ford damals, sich im Namen der Regierung bei der Familie Olsons zu entschuldigen und sich für eine Entschädigung stark zu machen - wohl um keine weitere Aufmerksamkeit auf den Fall zu lenken. Selbiges geht aus einem früher geheimen Memo des Weißen Hauses hervor. Bei einem Gerichtsverfahren oder bei Anhörungen im Kongress könnte es anderfalls notwendig werden, streng klassifizierte Staatsgeheimnisse offen zu legen.



10 Tage später empfing Ford die Hinterbliebenen Frank Olsons und entschuldigte sich im Namen der Regierung. Auf diese Weise gelang es ihm, die Staatsgeheimnisse und gleichermaßen die Hintergründe über den Tod Frank Olsons im Dunkeln zu belassen. Donald Rumsfeld und Richard Cheney sind heute wieder in Amt und Würden - als Verteidigungs-Minister und Vize-Präsident der amerikanischen Bush-Regierung.

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