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Sonntag, 15. Januar 2012

Angriff auf die Nationalbank

Hallo Odin


Der Jahreswechsel ist kaum gemeistert und schon steht der der schweizer Politik ein ausgewachsener Skandal ins Haus.


Ich versuche für Dich die Sache zusammenzufassen.


Der schweizer Franken ist immer wieder ein beliebter, weil sicherer, Währungshafen in Krisenzeiten. So erstaunt es nicht, dass bei der international sehr angespannten Wirtschaftslage viel Kapital in den schweizer Franken floss. Der Wert der Währung stieg demnach im vergleich zum Dollar und EURO enorm an. Der Druck auf unseren obersten Währungshüter stieg an, denn die Exportwirtschaft murrte wegen den grossen Kursabschreibern. Die SVP (Finanzmafia-UBS) laurte, weil sie Hildebrand schon lange stürzen wollte, um selber grossen Einfluss auf die Schweizer Nationalbank (SNB) nehmen zu können.

Hildebrand zögerte vorerst und griff dann doch gekonnt in die SNB-Trickkiste, um den sfr auf einem Kursniveau von 1.2 zum Euro zu fixieren.
Hildebrand hat stets optimal kommuniziert, sowohl gegenüber den Medien, als auch gegenüber dem Bundesrat. Hinsichtlich seiner Arbeit, konnte man Hildebrand gar nichts vorwerfen.
Und nicht nur diesen Erolg darf man Hildebrand zuschreiben. Ich habe Dir in einem früheren Blog erklärt, dass Christoph Blocher (SVP-Chefstratege, Altbundesrat, Nationalrat, Oberst und Milliardär) zusammen mit seinen Freunden Marcel Ospel und dem Skandalbanker Martin Ebner aus Rache die Schweizer Bankgesellschaft (SBG) zur Fusion mit dem Schweizer Bankverein (SBV) in Basel zwangen. Ich habe Dir auch erzählt, dass Marcel Ospel Schwiegersohn Köchlins ist, welcher die Vorgängerin des Bankvereins führte und für mehrere Skandale verantwortlich war. Die Köchlin Bank (Basler Handelsbank) hat die Schweiz 1932 wegen Anstiftung zur Steuerhinterziehung in Frankreich in eine ganz grosse diplomatische Krise gebracht. Der Staat (Steuerzahler) musste wegen dem kriminellen Handeln der Köchlins Millionen (für die damalige Zeit ungeheure Summen) bezahlen. Als der 2 WK vorüber war, war auch die Köchlinbank (Basler Handelsbank) zahlungsunfähig, weil sie vor allem mit dem 3. Reich geschäftete. Der Basler Bankverein übernahm die Skandalbank.  Der Köchlinclan agierte im Hintergrund weiter und positionierte zusammen mit Blocher und Ebner den Köchlinschwiegersohn Marcel Ospel an die Spitze der aus der SBG und SBV entstandenen UBS. Die UBS macht unter Marcel Ospel, genauso wie es damals die Köchlinbanker auch taten, Anstiftung zu Steuerhinterziehung im ganz grossen Stil. Dazu kamen auch hochriskante Immobilien- und Kreditgeschäfte in den USA. Jedenfalls schaffte es Ospel binnen 10 Jahren einen Verlust von 60 Milliarden einzufahren.
UND NUN KOMMTS:Ausgerechnet Philipp Hildebrand und seine SNB (Schweizer Nationalbank) übernahmen 60 Milliarden UBS-Schrottpapiere und verwalteten diese gewinnbringend in einem speziell dafür eingerichteten Fund (Stab-Fund).
Hildebrand und die SNB retteten also die UBS. Weshalb schiesst also Blocher (dessen Bank ja von Hildebrand gerettet wurde) einen derart verdienten, international topvernetzten, jungen Geldbankdirektor ab? Will da jemand die Schweiz destabilisieren?

Zurückgetretener SNB-Chef Ph. Hildebrand





Hildebrand trat letzte Woche als oberster Währungshüter der Schweiz mit sofortige Wirkung zurück.

Ich versuche zu Rekonstruieren. Das SVP-Wochenzeitung WELTWOCHE hat sich bereits seit Monaten auf Hildebrand eingeschossen. Woche für Woche wurde gegen Hildebrand und seine Geldpolitik gewettert. Wie lächerlich, haltlos die Weltwoche-Vorwürfe waren zeigt, dass gerade vor einer Woche die SNB mit einem Gewinn von 15 Milliarden das Jahr abschoss und davon 1 Milliarde an die Kantone verteilen konnte.

Fachlich konnte man Hildebrand keine Fehler nachweisen. Nun griff die SVP zu illegalen Methoden. In der Privatbank Sarasin hat die Familie Hildebrand ein gemeinsames Konto. Die Ehefrau Hildebrands war früher Devisenhändlerin (die beiden haben sich während ihrer Ausbildung in den USA kennengelernt). Heute ist Frau Hildebrand eine namhafte Galeristin mit Geschäften in New York-Zürich-Singapore.

Nun kündete die Weltwoche an, dass sie eindeutige Hinweise habe, dass Hr. Hildebrand kurz vor der Kursfixierung des sfr  Devisengeschäfte gemacht habe. Die Weltwoche publizierte private Kontoauszüge Hildebrands. Ein Informant (IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin) hat einem bekannten SVP-Regierungsrat und Anwalt die betreffenden Kontoauszüge zukommen lassen. Er hatte die Kontos mit einem I-Phone vom Bildschirm in der Bank ganz einfach abfotografiert.
Der SVP-Anwalt informiert den SVP-Chefstrategen und SVP-Obergeldgeber  Blocher. Der IT-Mitarbeiter will nicht, dass die Kontoauszüge veröffentlicht werden, trotzdem nutzt die SVP die Gunst der Stunde und reitet eine unglaubliche Hatz gegen Hildebrand. Der IT-Mitarbeiter hat deswegen den SVP-Regierungsrat wegen Anwaltgeheimnisbruchs angeklagt.

Dem Kontoauszug war zu entnehmen, dass Frau Hildebrand für 500`000sfr Dollars gekaufte, kurz vor dem Eingreifen der SNB. Wenige Wochen später wechselte  Frau Hildebrand die Dollars gewinnbringend wieder in sfr. Bei diesem Insiderdeviesendeal habe die Familie einen Gewinn von 70`000sfr gemacht.

Hildebrand versucht sich zu erklären. Als er aber merkte mit welcher Penetranz und psychischer Gewalt die SVP auch auf amtierende Bundesräte und den Bankrat und die andern NB-Direktoren losging, entschied er sich zurückzutreten. Denn er wollte nicht, dass die gute Arbeit der SNB wegen einer solchen Kleinigkeit über Wochen gestört würde.
Fakt ist, dass sich die Familie Hildebrand durchaus genug gut an die Regeln der NB gehalten hat und die Schweiz nie gefährdet hat.

Auch wenn Hildebrands wirklich mit ihrem Dollargewinn einen Gewinn von 60`000sfr eingefahren haben sollten, so darf das nie ein Grund sein, die ganze Nationalbank zu destabilisieren. Was meinst Du dazu lieber Odin?

Ich erinnere, lieber Odin, daran dass Christoph Blocher mehrere Betriebe der Schweiz auf unsaubere Art und Weise übernommen hat (Alusuisse-Lonza), um sie dann extrem gewinnbringend ans Ausland zu verkaufen. Dass das mehere tausend Arbeitsplätze gekostet hat und viel know how ins Ausland abfloss, war dem "Nationalisten??" Blocher völlig egal. Ebenso war Blocher Schuld an der Gündung des too big to fails Riesen UBS. Die UBS Bedrohung (siehe Sergio Ermotti Beiträge) haben wir noch lange nicht ausgestanden in der Schweiz. Und Blocher war engster Freund von Marcel Opsel dem Skandal-CEO der UBS, welcher uns das 60 Milliarden Debakel bescherte. Marcel Ospel war es auch, welcher die Swissair grounden liess und uns so um die nationale Airline brachte.
Just diese Männer, welche selber Milliarden eingesackt haben und den Steuerzahler zig Milliarden gekostet haben, schiessen SNB-CHEF-Hildebrand ab, obwohl dieser die UBS rettete? Weshalb?

Hildebrand griff mit regulatorischen Massnahmen in die Bankgeschäfte ein. Er war es, der ganz klare Bankrichtlinien (Eigenkapitalrate etc) nach der Suprimekrise erliess. Genau diese Kontrolle und diese Eingriffe ins Bankgeschäft wollen aber die risikofreudig arbeitenden Ospel-Köchlin-Blocher-Ebner (Mafiabanker) nicht.
Und noch was. Blocher war als Alt-Bundesrat und NR am Bilderbergertreffen in Athen. Was sucht einer am Bilderbergertreffen der derart gegen den EWR-Beitritt war? Was sucht einer der den Alleingang predigt ausgerechnet am Forum der Globalisierer? Weshalb wurde er überhaupt von dieser sehr exklusiven, völlig illegitim operierenden, Weltmachtgesellschaft eingeladen??

Blocher ist eine sehr widersprüchliche Gestalt. M. E ist er unberechenbar und eine echte Gefahr für die Schweiz. Wenn einer die SNB wegen einer Lapalie derart angreift, dann kann das nur bedeuten, dass er die Unabhängigkeit der Schweiz und deren freie Demokratie aufs äusserste bedroht.
Wir haben unsere Probleme noch nie derart primitiv gelöst, wie Blochers SVP es tut. Und wir werden unsere Schweiz ganz sicher nicht solchen Menschen abtreten. Die SNB muss aus dem Einflussbereich der SVP gehalten werden. Diskretion und Qualität waren die Trümpfe, welche uns Glaubwürdigkeit gaben. Blocher hat diese Werte auf illegale Art und Weise derart besudelt, dass man ihn und seine Handlanger hart dafür strafen muss.


Hier siehst Du den thurgauer SVP-Regierungsrat und Anwalt, welcher die Daten des IT-Spezialisten gegen dessen Willen an Blocher weitergegeben hat.

Verletzung gegen das Anwaltgeheimnisses und Anstiftung zum Bankgeheimnisbruch sind keine Kavaliersdelikte. Wenn es zu keiner Verurteilung kommt, dann verstehe ich unseren Rechtsstaat nicht.





Hier siehst Du, wie Blocher den obersten Währungshüter als schmierigen Zauberer darstellt. Dass ein Nationalrat sich derartige verbale Ausrutscher gegenüber dem Chef der schweizer Nationalbank leisten kann, spricht nicht für die SVP-Politkultur.
Nachtrag 28.7.2012 (Blocher hat seine schmutzigen Schimpftiraden vom Netz genommen). Er ist eben ein Mann der NICHT zu seinem Wort steht.



Noch ein Mitbringsel aus Dublin. Share Happiness......who cares????

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