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Sonntag, 11. November 2012

Erich Gyslings arabischer Winterschlaf




Hallo lieber Odin

Um  die Verhältnisse in Persien und Arabien besser verstehen zu können lies meinen Blogeintrag vom 26/27.3.2011. Damals hat Sarkozy Libyen völlig grundlos angegriffen und das UNO-Mandat gebrochen.


Vorgestern bin ich in der Buchmesse Basel bewusst an Erich Gyslings Podiumsdiskussion gegangen . Erich Gyslin gilt in der Schweiz als der Nahostexperte schlechthin. Er spricht arabisch und persisch und berichtet seit Jahren für verschiedene wichtige schweizer Medien aus dem Krisengebiet Nahost.




Erich Gysling hat mich enttäuscht. Nicht schwer, aber doch enttäuscht. Gysling hat ein enormes Wissen, das muss man ihm zu Gute haben. Das will ich hier auch gar nicht wegdiskutieren. Aber, Gysling ist auch ein gefährlicher Mann. Weshalb?? Gysling  hat eine ganz grosse Verantwortung, er ist die graue Eminenz die heute noch in fast jeder schweizer  Nachrichtensendung als Nahostexperte eingeladen wird. Was Gysling über den Nahen Osten berichtet, ist in der Schweiz meinungsbildend.

Gyslin erzählte in Basel vom Syrienkonflikt, vom arabischen Frühling, über den Iran (eines seiner Lieblingsländer) wenig über den Irakkrieg und auf Fragen aus dem Publikum auch etwas über den Libyenkrieg.

Einige Aeusserungen haben mich erschreckt.

Gysling sagte, dass der arabische Frühling keine Aenderung in der arabischen Welt bringen werde. Die Mehrheit der Jugend (das besage eine Statistik) sei extremistisch und absolut autoritätsgläubig. Er sagte, dass sich eine grosse Anzahl der jungen Menschen in arabischen Ländern die Sharia wünschen, mit Steinigung für Ehebrecherinnen, Züchtigung der Ehefrau durch den Ehemann, Polygamie  etc. Ich sah vor meinem inneren Auge die jungen Menschen in Casablanca, Rabat, Kenitra, Oran, Tunis, Kairo, Beirut, Damaskus, Aleppo, ich traute meinen Ohren nicht. Mir war als hätte ein arabischer Schweizexperte das Moutital besucht, die dortige Jugend befragt und die erhaltenen Antworten auf die ganze Schweiz übertragen.
Gysling sagte dies sachlich  jovial,  als 77 jähriger weiser Nahostexperte. Ich sehe in Casablanca, Kenitra, Beirut, Damaskus aber eine andere Jugend heranwachsen. Eine Jugend, welche a) eine Schulausbildung hat (in Marokko fliessend drei Sprachen spricht, im Libanon ebenfalls) und sich b) übers Internet sehr gut und breit informieren kann. Es ist eine Jugend, die sich den Lebensstil, den wir im Westen kennen auch wünscht. Es ist eine Jugend, die sehr wohl im Stande ist differenziert und modern zu denken und zu handeln. Ich sehe Generationen von arabischen Jugendlichen in Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland, Belgien, Grossbritannien, USA, Skandinavien, die sehr wohl modern denken und handeln und ein differenziertes Bild von der westlichen Welt und der eigenen Kultur haben.
Die Aussagen waren falsch, absolut falsch. Bizarrerweise habe ich im Publikum kaum Reaktionen ausmachen können. Die Menschenmasse nahm Gyslings Ausführungen wohl recht und richtig hin, denn wem soll man glauben, wenn nicht dem erfahrenen Nahostexperten Erich Gysing?? Verstehst Du jetzt weshalb ich in der Einleitung gesagt hae, Gysling sei ein gefährlicher Mann. Gefahr besteht immer dann, wenn einer als unangefochtener (Untantastbarer) Experte gilt.
Kleiner Exkurs: Vor einigen Jahren ist vor laufender Kamera eine Frau nach einer Herzstransplantation gestorben. Schweiz Aktuell begleitete die Frau bei der Vorbereitung, während der Operation und nach der Operation. SF-DRS tat dies aus einer heren Ueberlegung, Menschen sollten animiert werden ihre Organe zu spenden. Nun starb aber ausgerechnet diese Patientin wegen einem kapitalen Fehler. Der Herzchirurg (Prof.) übersah, dass das die Blutanalysen des Spenderherz und der Patientin nicht genügend gut übereinstimmten. Eine Abstossung des Spendeherzes war ganz klar vorauszusehen. Und nun musst Du die Ohren gut spitzen. Diverse Aerzte im Team (Assistenten und Oberärzte) wussten, dass es zu einer Abstossung kommen muss, aber sie haben, da der Prof. das OK zur Operation gegeben hat nicht getraut zu intervenieren.
Du siehst, ein Assistent hätte hier intervenieren können. Tat er es nicht a) weil er Angst um seine Karriere hatte b) weil wenn der Prof etwas sagt, dann hat dieser immer recht c) weil er dachte, wenn der Oberarzt nicht insisitiert, darf ich es sicher schon gar nicht tun. d) weil er sich nicht sicher war, ob er wirklich recht hat.
Hier siehst DU wie gross die Verantwortung von Experten ist. Und Du siehst auch wie viel Mut es braucht Experten kritisch zu hinterfragen oder ihnen offen zu widersprechen. Trotzdem es ist stets DEINE PFLICHT (oberstes Prinzip) für die Wahrheit und Gerechtigkeit einzustehen. Es ist DEINE Pflicht Dich vor allem für die Schwächeren einzusetzen.

Zurück zu Gysling:

 Gysling meinte auch, dass die Social Medias zwar eine Bedeutung gehabt hätten bei der Organisation der Manifestationen  auf dem Tahrir Platz, aber dass sie sonst unwesentlich seien. Er behauptete, dass im arabischen Raum vor allem Al Jazeera meinungsbildend sei. Al Jazeera sei sei ein guter und glaubwürdiger Sender. Al arabiya schaue er nicht,

Am liebsten wäre ich aufgesprungen und hätte ihm direkt widersprochen, aber ich musste mit meinen Fragen bis zum Schluss warten.

Lieber Odin, ich mache hier einen kleinen Exkurs. Erich Gysling ist zum zweiten Mal verheiratet. Ich weiss nicht ob er Kinder hat, aber Pflichten hat er ganz sicher, er muss sich und seine Ehefrau materiell sicher über die Runden bringen. So adrett wie Erich Gysling immer gekleidet ist, denke ich, dass er einen gewissen Lebesstil pflegt, und der muss auch berappt sein. Du fragst Dich jetzt sicher, was das mit der Diskussion in Basel zu tun hat.

Lieber Odin, ein Journalist kann nur dann wirklich neutral über ein Thema diskutieren, wenn er nicht ein Leben lang ausschliesslich über dieses Thema schreiben muss, um davon zu leben!!
Falls Du mir nicht glaubst, bitte ich Dich das Buch von Andreas Englisch mit dem Titel "Benedikt XVI. Der deutsche Papst" zu lesen. Englisch ist Vatikanjournalist und lebt seit Jahrzehnten mit seiner Familie in Rom und bereichtet für diverse deutsche Medien aus dem Vatiakn. Als Vatikanjournalist hat er einen direkten Draht zum Papst (via dessen Pressesprecher) und kann auf allen Papstreisen im Papstflugzeug mitfliegen. Englisch hat zur Zeit als Karl Woytila (Johannes Paul II) Papst war sehr kritisch über Kardinal Razinger (den jetzigen Papst Benedikt) geschrieben. Als nun ausgerechnet Razinger zum neuen Papst gewählt wurde, bangte Englisch um seinen Job. Englisch beschreibt, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, wie sehr er die zu harsche Kritik gegenüber Razinger bereute und wie gross die Angst war, dass er nun unter Papst Benedikt nicht mehr als Vatikanjournalist hätte arbeiten können und mit seinem bereits seit Jahren in Rom eingeschulten Sohn und seiner Frau nach Deutschland in eine völlig ungewisse Zukunft hätte reisen müssen . Papst Benedikt hat aber dem Journalisten verziehen und Englisch durfte weiterhin als einziger deutschsprachiger Vatikanjournalist weiterhin alle Papstreisen und grossen Events an vorderster Front miterleben und darüber berichten.

Mit diesem Exkurs wollte ich Dir nur sagen, dass ein Journalist, welcher sich auf ein Fachgebiet spezialisiert hat von diesem Fachgebiet leben muss. Auch Erich Gysling konnte nicht ganz neutral sein. Er konnte es sich schlicht nicht leisten es sich mit den arabischen Herrschern, aber auch den westlichen Kolonialmächten zu verscherzen.

Zurück zum Gespräch in Basel:



Nun zurück zur Diskussion. Gysling sagte in Basel auch, dass er seine Informationen vor allem von Al Jazeera habe. Da sträubten sich mir alle Haare im Nacken. Denn Al Jazeera ist ein Sender, welcher von BBC für den Emir von Katar aufgebaut wurde. Die Moderatoren wurden ebenfalls von BBC Leuten ausgebildet. Und in Katar ( nahe der Hauptstadt Doha) haben die USA die gröste Luftwaffenbasis im nahen Osten. Doha ist ein Steinwurf vom Iran weg.

HEUTE 22.11. Stand folgende Headline im Tagesanzeiger:
"Demonstranten setzen al-Jazeera-Studio in Brand."

Lieber ERICH GYSLING, DIE JUNGEN ARABISCHEN MENSCHEN LASSEN SICH VON DEN ALTEN JOVIALEN HERRSCHERN UND DEN KOLONIALMAECHTEN NICHT MEHR AN DER NASE HERUMFÜHREN. SIE WOLLEN FREIHEIT (MEINUNGSFREIHEIT-REDEFREIHEIT, RELIGIONSFREIHEIT) und AUSBILDUNG FÜR ALLE. SIE WOLLEN DAS WAS WIR BEI UNS IN DER SCHWEIZ AUCH HABEN, NAEMLICH EINEN FREIEN, PROSPERIERENDEN, DEMOKRATISCHEN STAAT AUF DEN MAN STOLZ SEIN KANN. SIE WOLLEN ABER KEINE FREMDE EINMISCHUNG UND MANIPULATION SONDERN NATIONALE UND PERSOENLICHE SELBSTBESTIMMUNG. DER ARABISCHE FRUEHLING IST NOCH LANGE NICHT VORBEI. ICH WUENSCHE ALLEN JUNGEN MENSCHEN IN ARABIEN (GANZ AFRIKA, SUEDAMERIKA, ASIEN, OSTEUROPA) MUT, KRAFT UND EXTREM VIEL DURCHHALTEWILLEN.


Von Doha aus würde der Iran hauptsächlich angegriffen, wenn es zum Krieg (Israel (USA)-Iran) kommt. Dass es zu diesem Krieg kommt ist nicht abwägig. Netanjahu hat bereits seit Monaten gedroht den Iran anzugreifen. Nur weil Präsident Obama Israel nicht bereitwillig unterstützte wartete Netanjahu die Wahlen ab. Nun nach dem US-Präsidentschaftswahlen ist Obama geblieben. Netanjahu wird eventuell trotzdem einen Krieg vom Zaun reissen. Wenn er Palästina (Gazastreifen) unter einem Vorwand angreift, dann wird Mursi aus Aegypten die Hamas unterstützen. Der Libanon und Jordanien werden womöglich ebenfalls in den Krieg eintreten. Im schlimmsten Fall könnte der Krieg über Syrien die Türkei auch auf den Plan rufen. Dann müssten sich Russland und China überlegen, ob sie nicht gegen die Türkei in den Krieg ziehen würden. Dann wäre die USA, UK, F natürlich auch vor Ort und wir hätten den 3 Weltkrieg.

Zurück zu Gysling und Al Jazeera.  Wenn ein Nahost Experte behauptet Al Jazeera sei ein neutraler Sender, dann kann man den Aussagen dieses "Experten" nicht mehr unkritisch glauben. Denn der Emir von Katar ist nebst der saudischen Königsfamilie die grosse Marionette der westlichen Kolonialmächte. Natürlich gibt er sich prosyrisch, proalkaida etc etc etc. Aber in Tat und Wahrheit liegt die grösste Flugwaffenbasis der USA im nahen Osten in der Hauptstadt Katars (Doha). Der Emir von Katar pflegt sehr enge wirtschaftliche Kontakte zu Grossbritannien und USA, F. Der Sender wurde von BBC aufgestellt, viele der Al Jazeera Angestellten von BBC ausgebildet.

Zurück zum arabischen Frühling. Die Social Medias sind ein ganz wichtiges Mittel, um die jungen Menschen informieren zu können. Von Marokko bis in den Libanon gibt es sehr viele gut ausgebildete junge Menschen, die angeregt auf politischen Foren diskutieren. Sehr viele arabische Menschen sind auch in Europa aufgewachsen, stehen aber in stetem Kontakt zu ihrer Heimat.
Die jungen Menschen wollen Freiheit und Demokratie, wie wir das bei uns auch haben. Viele sind nicht mehr aktiv religiös, die meisten gut angepasst. Millionen Araber leben in Frankreich-Belgien-Deutschland-Italien-Spanien-Holland und sind da bestens integriert. Es ist einfach platt und absolut falsch zu behaupten, dass die grosse Mehrheit der jungen Menschen die Scharia wieder zurückhaben möchten.
Ich bin ganz sicher, dass der arabische Frühling weitergehen wird. Ich bin überzeugt, dass auch im Golf sich die jungen Menschen von den alten jovialen alten Herrschern nicht mehr kleintreten lassen werden. Ein 77 jähriger Schweizer kann das anders sehen. Wer die Dynamik in Marokko-Tunesien-Libanon-Libyen-Aegypten aber selber anschaut, der weiss, dass man das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen kann.

Die Probleme im Levante haben nichts mit Religionen zu tun!! Immer mehr junge Menschen in arabischen Ländern merken, dass der Westen bewusst Hass sät. Es sind nicht die Extremisten, welche den Libyenkrieg, oder auch den Syrienkonflikt angezettelt haben. Es sind geopolitsche Machtinteressen aus dem Westen (Frankreich-Grossbritannien-USA-Italien-Spanien-China-Russland) welche den Nahen Osten von einem Krieg in den nächsten treiben. Es sind schwerreiche Clans aus dem Westen, welche über Grossunternehmen (Oelfirmen-Rüstungsbetriebe etc etc), Weltfinanzpolitik (IWF-Weltbank)-NATO-UNO-die Präsidenten der USA-F-I-E dem nahen Osten die Politik aufzwingen.

Gysling hat aber auch einiges richtig gesagt. Das muss ich hier auch erwähnen. Er sagte, dass er kaum glaube, dass die Menschen im Iran einen Krieg gegen Israel wünschen. Zu sehr seien die Wunden des Iran-Irakkrieges noch sichtbar. Insbesondere wegen den Finanzsanktionen ist der Wiederaufbau nur sehr schleppend vorangegangen. Gysling sagte den Zuhörern in Basel, dass 1 Million Menschen im Irak-Irakkrieg starben. Er sagte am Rande auch, dass UK-USA-F Saddam Hussein zu diesem Krieg angestachelt hätten und ihn mit Waffen ausgerüstet hätten. Gysling sagte aber nicht, wie der Krieg beendet wurde. Er erwähnte nicht, dass die USA von Flugzeuträgern aus 1988 zivile iranische Passagierflugzeuge abschossen. Und nach einigen Treffern der Iran schliesslich kapitulierte.
Gysling sagte hingegen auch, das hat mir extrem gefallen, dass Ahmedinajads Reden bewusst nicht richtig übersetzt würden. Ahmedinejad habe nie gesagt, dass Israel von der Landkarte verschwinden müsse.
Er stellte auch die richtige und wichtige rhetorisch Frage weshalb Israel 200 Atomsprenkörper besitzen dürfe, der Iran aber nicht einmal eine? Er sagte auch, dass der Iran von Atomarmächten umgeben sei (Pakistan-Indien-China-Russland-Israel-USA (zig Sprengkörper auf ihren Basen, welche den Iran umzingeln) und es durchaus verständlich sei, wenn er sich auch mit Nuklearwaffen schützen möchte.
Leider hat Gisyling hingegen nicht gesagt wie stark die USA mit der Türkei zusammenarbeite. Und dass ein Konflikt Syrien-Türkei  sehr wohl leicht in einen Weltkrieg ausarten könnte.

Fazit: Gysling ist sicher ein Kenner des Nahen Ostens. Aber er ist nicht unfehlbar.

 Ich wünsche mir in Zukunft mehr Diskussionen über den Nahen Osten. Ich wünsche mir, dass aber über die Zukunft des Nahen Ostens nicht 77jährige Journalisten, welche jahrzehntelang um die Gunst der Mächtigen in Arabien buhlen mussten alleine darüber sprechen, sondern, dass wir intelligente junge arabische-persische-jüdische Menschen  (Libanon, Syrien, Aegypten, Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Iran, Pakistan, Afghanistan), welche in der Schweiz leben zu Wort kommen lassen.
Mir sind die Husarenstreiche, welche Gysling vor Jahren gelangen (Interview mit Mubarak) weniger wichtig, als eine stabile Zukunft im Nahen Osten. Ich will, dass die Jugend die Zukunft des Levante mutig gestaltet. Die dreckigen Spiele der alten Clans müssen von sehr klugen Aufdeckungsjournalisten an den Pranger gestellt werden. Blogger-Twitterer-und andere alternative Medien sind ein wichtiges Mittel dazu. Das Volk kann, wenn es wirklich will, viel verändern. Der arabische Frühling hat meines Erachtens noch nicht einmal richtig begonnen. Frühling wird es nur, wenn die Bäume auch wirklich ausschlagen.


Hier siehst Du einen Platz in Beirut. Könnte der nicht irgendwo in Italien sein?? Nein die Zeit der Extremisten und Autokraten ist vorbei. Die Jungend lässt sich das nicht mehr gefallen.


Für Gysling und alle ehrlichen Nahost-Investigativjournalisten will ich ein Zitat aus einem Reisebuch von Roger Willemsen " Die Enden der Welt" anfügen.

Es handelt sich um eine Szene, welche sich an einem Grenzfluss zwischen Afghanistan und Tadschikistan fern jeglicher Zivilisation abspielen.

"Und wer blickt nicht nach dort, wo flussabwärts noch karge Goldvorkommen die Wäscher anziehen oder wo das Rohopium verarbeitet wird, das allein durch die Ueberquerung des Flusses ein Mehrfaches seines Wertes gewinnt? Dreitausend DOLLAR kostet ein Kilo auf dieser, der afghanischen Seite des Amu-Darja, zehntausend auf der dort drüben, die kaum fünfhundert Meter entfernt liegt, und niemand soll glauben, Tadschiken und Afghanen machten diesen Handel unter sich aus. Einer der Einflussreichsten hier ist ein amerikanischer Staatsbürger. Genaueres will keiner wissen oder sagen. Nur seinen Spitznamen geben zwei Einheimische preis: " Der weisse Ibrahim". Einer der Afghanen, die sich uns angeschlossen haben, erzählt mir von einem deutschen Diplomaten, der in seinem Gepäck unentdeckt siebzehn Kilogramm Opium schmuggelte, besprücht mit einem bestimmenm den Drogenhunden unerträglichen Parfüm. "Woher wissen sie das?" "Weil ich der Verkäufer war".

FAZIT der GESCHICHTE im entlegensten ORIENT wird mit DOLLAR bezahlt und die grossen Geschäfte werden von Westlern gemacht, welche die volle Immunität geniessen, oder aber einer kriminellen Organisation angehören.
Balkankriege, Türkenkriege, Israelisch-Aegyptische Kriege, Libyen-Italienkrieg (Kolonialisierung), Algerienkriege-Frankreich, Marokko-Spanien-Frankreich-Portugal-Nordafrikakriege, Rommelkriege, US-Golfkriege, Irak-Irankrieg wurden mit Westgeld bezahlt und im Interesse des Westens (F-UK-I-E-USA) durchgezogen. Jeder Krieg der Moderne ist ein REINER WIRTSCHAFTSKRIEG MIT ANDEREN MITTELN.

PS: Während dem Gadhafiregime herrschte in Libyen 40 jahre Lang Ruhe, Sicherheit und ein beachtlicher Wohlstand. Was Sarkozy nach seinem völlig irren Eingreifen hinterlassen hat, ist Bürgerkrieg, Zerstörung der Infrastrukturen (Spitäler-Wohnungen-Schulen-Universitäten etc) und eine instabile Lage in der Sahlezone. Darüber hätte Gyling sprechen müssen, leider sagte er nichts. Der Krieg bracht für die libysche Bevölkerung eine massive Verschlechterung und für ganz Nordafrika eine Destabilisierung und für Europa massenhaft Flüchtlinge. Aber die Grosskonzerne der reichen westlichen Clans (Bush-Oelfirmen etc) konnten die libyschen Oelfelder unter sich aufteilen. NUR DESWEGEN IST DIESER KRIEG GEFUEHRT WORDEN. Es gab 30`000 Tote, das wird notorisch in unseren Medien verschwiegen.


ERICH GYSLING NICHT DIE ARABISCHEN STAATEN SIND DAS PROBLEM, sondern die jovialen Club-Herren, welche die Wallstreet-LondonCity-Paris-Rom-Frankfurt beherrschen. Nun gut ich verstehe, dass sie vielleicht gerade in Basel (z.B. Sitz der Bank für internationalen Zahlungsausgleich) und auch aus Respekt gegenüber den vielen jüdischen Zuhörern mit angezogener Handbremse sprechen mussten.

Ich wünsche Erich Gysling gute Gesundheit, Mut die Wahrheit zu sagen und hoffe, dass auch er noch miterlebt, dass die Levante der Jugend gehören muss.


Gesterrn im Tagesanzeiger 18.11.2012: Demonstration in Kuwait. " Der nächste Akt des arabischen Frühlings spielt im Golf"
"Israel schiesst zum ersten mal seit dem Jom Kippur Krieg gegen Syrien".
Heute: "Die syrische Opposition vereint sich und trifft sich in Doha (Katar)." Cave: Katar ist ein Ausenposten der USA (grösste Luftwaffenbasis). Von Doha, Türkei und Saudiarabien aus würden vor allem Angriffe geflogen.






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