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Montag, 18. Februar 2013

Die Banalität des Bösen



Hallo Odin



Ich habe einen Film gesehen, der mich ganz tief bewegt hat. Es war ein Spiel-(Dok)film über die deutsch-jüdische Philosophin Hannah Arendt.





Hannah Arendt war eine hochintelligente Philosophin und engagierte, unbeugsame Kämpferin für Wahrheit und Gerechtigkeit. Im faschistischen Deutschland kämpfte sie für die Rechte der Juden und schloss sich der zionistischen Bewegung an. Schliesslich musste sie aus Deutschland vor den horriblen Uebergriffen der Hitlerdiktatur fliehen. Sie lebte einige Zeit in Frankreich, wurde dann aber als Auslandjüdin vom Vichy-Regime ins berüchtigte französische KZ Grus gesteckt. Aus diesem gelang ihr zum Glück die Flucht. Sie zog nach New York und lebte da mit ihrem zweiten Ehemann.
Arendt war eine unglaublich klar und sachlich argumentierende Philosophin. Sie war eng mit Martin Heidegger befreundet. Von diesem wurde sie unglaublich enttäuscht, als sie erfuhr, dass er der NSDAP beigetreten war.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten (Sprache) lebte sie sich in New York doch gut ein. Sie erhielt einen Lehrauftrag an einer Universität und hatte einen kleinen soliden Freundeskreis. Als Alfred Eichmann in Argentinien von israelischen Geheimdienst entführt wurde, um ihm in Jerusalem einen öffentlichen Prozess zu machen, bat eine bekannte US-Zeitschrift Arendt als Korrespondentin am Prozess teilzunehmen. Sie willigte ein und veröffentlichte mehrere Artikel zum Fall Eichmann. Sie hat darüber auch ein Buch geschrieben mit dem Titel " Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen."




 Das Buch hat mich mehrfach enorm beeindruckt. Arendt, welche vom antisemitischen Regime selber verfolgt wurde, berichte ohne gehässigen moralischen Unterton. Sie bleibt konsequent so gut wie möglich objektiv und in jeder Hinsicht kritisch. Wer die Mechanismen des Holocaust verstehen will, der kann aus diesem Buch extrem viel erfahren.

Die Endlösung der Judenfrage war von Beginn an eine Kernidee Hitlers. Das Ziel sollte sein ein judenfreies Reich zu haben. Eichmann selber verhielt sich als gewissenhafter Bürokrat. Er stellte sich ganz in den Dienst Hitlers. Eichmann war nicht gut ausgebildet, er hatte Mühe in der Schule aber, so berichtet Arendt, er war ein Prahlhans und Phrasendrescher. Er widerholte oft stereotyp inhaltslose Sätze, Redewendungen, welche er irgendwo aufgeschnappt hatte. Arendt war erstaunt über die geistige Leere Eichmanns.
Eichmann berichtet er habe nach dem kategorischen Imperativ Kants gehandelt. "Da verstand ich darunter, dass das Prinzip meines Wollens und meines Strebens so sein muss, dass es jederzeit zu einem Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung erhoben werden könnte". Als 1942 Hitler die physische Vernichtung der Juden befahl, war selbst Eichmann geschockt. Aber nur kurze Zeit, er übernahm den abgeänderten kategorischen Imperativ (Gauleiter Hans Frank kreierte ihn) und FUNKTIONIERTE pedantisch nach diesem:  "Handle so, dass der Führer, wenn er von deinem Handeln Kenntnis, dieses Handeln billigen würde." Du siehst Odin, Eichmann war Zuständig für das Funktionieren der Judentransporte im Reich und in den besetzten Gebieten. Er kam von unten und wollte unbedingt Karriere machen. Er handelte nach äusseren Prinzipien, welche er einfach übernahm. Mehrmals sagte er, dass er niemals einen Menschen ermordet hatte, oder misshandelt hatte. Er sei eine sensible Natur, das hätte er nicht ausgehalten. Arendt kauft ihm dies ab. Erstaunlich  und erschreckend ist aber, dass ein derart korrekter Mensch trotzdem Problemlos hunderttausende Menschen in den sichereren Tod zu schicken vermochte.

Eichmann erledigte pflichtbewusst Führerbefehle. Wie aber stand er selber zur Judenfrage? Eichmann las Theodor Herzels "Judenstaat" und wurde begeisterter Anhänger der Zionisten. Eichmann strebte in den 30er Jahren gemeinsam mit den Zionisten eine politische Lösung der Judenfrage an, die Ausrottung des Volkes war für ihn KEIN Thema. Er klomm sich an den Satz: " Die Juden brauchen festen Grund und Boden unter den Füssen". Er selber hatte die Idee mit den Zionisten und den lokalen Judenräten ein Judenstaat zu gründen. Madagaskar, Kanada oder Südamerika sollte ein solcher geschaffen werden. Doch für die Zionisten gab es nur einen jüdischen Grund und Boden und der hiess Palästina. Dahin sollten Juden auswandern dürfen (dass Palästinenser vertrieben werden mussten und so heimatlos wurden, davon sprach niemand.)

Jetzt kommt es ganz dick Odin. Eichmann erlaubte den Zionisten, dass ausgewählte reiche und bekannte Juden nach Palästina auswandern durften. Einige tausend Juden konnten so von der deutschen Polizei bewacht ausreisen. Dafür wurden aber 100`000ende arme ungarische Juden ohne, dass sie Gegenwehr leisteten mit falschen Versprechen der Judenräte und jüdischer Polizei nach Auschwitz gefahren. Ausgerechnet Rabbiner und hohe Zionisten organisierten also die Transporte mit. Ich kann die Empörung Arendts hinsichtlich dieses krassen Verrats der jüdischen Führung am eigenen Volk gut verstehen.
 Hätten die jüdische Autoritäten nicht beruhigend auf die jüdische Masse in den Ghettos und Uebergangslagern eingesprochen, hätte die Vernichtungsmaschinerie nie so reibungslos ablaufen können.
Beispiele liefert Arendt. In Bulgarien und Dänemark weigerten sich die Judenräte, Regierung und Bevölkerung Juden an die Nazis auszuliefern. Aus diesen Ländern gab es KEINE Judentransporte. Die Nazis mussten resignieren. Sie waren auf die Mitarbeit der nationalen Regierung und vor allem der Judenräte angewiesen.




 Hier siehst Du den Zionisten Kastzner, der mit den Nazis eng zusammenarbeitete. Kastzner konnte sich und 1684 ausgewählte Juden freikaufen zum Preis von 800`000 unbekannten Nichtzionisten, welche ohne aufzumucksen in den sicheren Tod nach Auschwitz geschickt wurden. Nicht nur in Ungarn sondern auch in Polen, Weissrussland, Böhmen, Mähren, Baltikum organisierte der Judenrat den Abtransport von "zweitklass" Juden. Im Buch "Theresienstadt 41-45" von H.G. Adlers wird beschrieben, wie der Judenrat Transportlisten von Juden zusammenstellte für die Nazis. Die Listen enthielten Namen, Alter, Geschlecht, Beruf und Ursprungsland der Zweitklassjuden. Die Zionisten waren der Meinung, dass jüdische Polizisten "sanfter und hilfreicher" seien und die Qual erträglicher machen würden.
Wie gesagt, ohne die enge Kollaboration der Judenräte mit Eichmann und anderen Nazis hätten nie hunderttausende Juden innerhlab kürzester Zeit derart geordnet über weite Distanzen verschoben werden und ohne Gegenwehr in ein Vernichtungslager geführt werden können.

Eichmann hat die Todesstrafe verdient, meint Arendt. Eichmann war der Bürokrat, welcher die Deportationen mit Akribie organisierte. Eichmann hat den Tod mehrere Millionen Juden mit zu verantworten. Diesem Verdikt kann ich mich gut anschliessen.

Arendt hat aber auch aufgezeigt, wie schwierig es war für die israelischen Richter wirklich neutral und fair zu bleiben. Eindrücklich war auch, dass Eichmann bloss ein Verteidiger gestattet wurde, welcher völlig überfordert war und dass viele Dokumente der Verteidigung vor dem Gericht nicht zugelassen wurde. Arendt sagte ganz klar, mehrmals, dass es sich um einen Showprozess handelte und dass Ben Gurion mit diesem Prozess durchaus auch politische Ziele erreichen wollte. Einerseits sollte so die harte Haltung Israels gegenüber den Palästinensern und Arabern legitimiert werden und andererseits konnte Israel nach diesem Prozess hoffen, dass Deutschland und die USA weiterhin fleissig Geld senden würden.


Fazit: Der Holocaust ist eine grausame Tatsache. Dass ganz normale, biedere deutsche Bürger gnadenloser Teil der grässlichen Vernichtungsmaschinerie waren (viele davon sind nach dem Krieg in Amt und Würden geblieben), zeigt der Fall Eichmann eindrücklich auf. Der Bericht von Hannah Arendt zeigt uns auch, dass ohne die Mithilfe der Zionisten, kaum derart viele Juden hätten vernichtet werden können.

Hannah Arendt wurde nach Herausgabe des Buches von vielen Juden als Nestbeschmutzerin beschimpft. Sie verlor die meisten ihrer jüdischen "Freunde". Trotzdem hielt sie bis zum Schluss an ihren Aeusserungen fest, denn sie sah sich der Wahrheit und Klarheit verpflichtet.

Nochmals Odin----Zionismus hat wenig mit Religion zu tun. Schau Dir unter dem Blogeintrag Haarmann die Freimaurertrinkgläser an. Du wirst darauf den Davidstern erkennen. Der Meister vom Stuhl der hannoverschen Loge sagte mir, das habe nichts mit Religion zu tun, das Hexagramm sei ein uraltes magisches Symbol.


Heute habe ich einer Tageszeitung untenstehendes Bild entnommen. Das Bild wurde von einem israelischen Soldaten (20 jährig) aufgenommen. Es zeigt wie er mit seinem Gewehr auf den Kopf eines palästinensischen Kindes zielt.





Ich begreife einfach nicht, dass Israel heute mit den Palästinensern fast so umgeht, wie mit den Juden im 2 WK umgegangen worden ist. Ghettoisierung, Vertreibung, Einschüchterung war die erste Stufe.
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