Zum Haus der gerechten Hoffnung

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Dienstag, 29. April 2014

Ueber das Böse: Hannah Arendt

 
 
 
 
Hallo Odin
 
 
 
 
 
 
Ich bin ein grosser Bewunderer der starken und klaren Gedanken der jüdischen Philosophin Hannah Arendt. Gerade eben habe ich das Buch  "Ueber das Böse (Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik)" von Arendt gelesen. Sie ging, wie bereits in ihrem Buch über den Eichmannprozess, von der Frage aus: Wie konnten die grausamen NS-Verbrechen in Deutschland geschehen, ohne, dass die Masse der Bevölkerung und Opfer sich vehement gegen die Ungerechtigkeiten aufgelehnt haben? Wie konnte es sein, dass eine ganze Bevölkerungsschicht (Juden) enteignet, zusammengetrieben und abtransportiert werden konnte, ohne dass es massive Tumulte gegeben hätte? Insbesondere wenn man weiss, dass die Juden vor dem 2. WK voll in Preussen integriert und geschätzt waren.
 
 
 
Mittels Bezüge auf Sokrates, Platon, Augustinus, Cicero, Meister Eckhardt, Descartes und vor allem Immanuel Kant und durch die eigene Lebenserfahrung kommt Hannah Arendt zu einigen wichtigen Schlüssen.
 
 
 
Der freie Wille, so meint sie, ist das mächtigste Gut, das einen Menschen zum Menschen macht. Der Wille selbständig und unabhängig zu handeln und für die Handlung auch die Konsequenzen (Gewissensbisse//Seelenruhe) zu tragen ist der Kern des Menschseins. Das Böse kann sich dann etablieren, wenn der Mensch nicht GEWILLT ist selber zu nachzudenken und zu einer eigenen Meinung (Urteil) zu kommen.
Sie nennt es Trivialität des Bösen, weil so viele Menschen sich die Mühe nicht machen nachzulesen, zu recherchieren und stets zu prüfen für wen und was sie sich einsetzen. Auch zeigt sie auf, dass die Gier und Furcht den Menschen dazu bringen können Unrecht zu akzeptieren oder gar aktiv zu fördern.
 
 
 
Heute habe ich in den Nachrichten erfahren, dass Israel erneut 15`000 Wohneinheiten bewusst in palästinensischem Gebiet bauen wird. John Kerry ist, um dies zu Verhindern, nach Israel gereist. Er sagte nach den gescheiterten Verhandlungen mit Netanjahu, dass somit eine Zweistaatenlösung in Palästina nicht mehr möglich sei und Israel zu einem Apartheitsstaat verkomme.
 
 
Hätte Hannah Arendt diese Nachricht gehört, sie wäre genauso schockiert gewesen wie damals in Tel Aviv, als sie erfuhr, dass die Zionisten (Aeltestenrat der Juden) mit den Nazis zusammen den Abtransport von 100`000 Juden in Vernichtungslager organisierten.
 
 
 Fazit: Es ist unsere Pflicht als Menschen uns gemäss unserer inneren Stimme (kategorischer Imperativ, Gewissen, Gottes Stimme, Ueber-Ich) für das Rechte (Gerechte, Richtige, Echte) zu entscheiden. Es ist unsere innerste Pflicht, wenn wir Mensch bleiben wollen, uns für Gerechtigkeit einzusetzen. Es ist unsere heilige Pflicht nie und nimmer uns unser inneres Feuer durch äussere Dinge ersticken zu lassen. Die Gefahr aus Angst, Ermattung, Geltungssucht, Sucht im Allgemeinen etc. vom rechten Pfad abzukommen ist gross. Noch nie war die Möglichkeit völlig legal ultrabös zu sein so gross wie heute. Noch nie war es so verbreitet, dass man nur durch Lügen, Drohen, Manipulieren, Rauben Karriere machen kann, wie in unserer kapitalistischen von IWF, Weltbank, BIZ, EU, NATO, FED dominierten Welt. Noch nie war der Mensch dermassen vielen teuflischen Egoisten mit gigantischem Charisma ausgeliefert wie heute. Noch nie war die Versuchung Unrecht zu tun so gross wie in der neuen schönen, Freimaurer geprägten (m. E. überhaupt nicht freien, da extrem materialistischen) Welt.
  Und noch nie hatten die Menschen so sehr Angst vor dem Sterben und dem Tod wie jetzt. Denn der Tod ist die Konfrontation mit dem Ende des Materiellen. Im Angesicht des Todes wird der Zeuge im Menschen (die Seele, das Gewissen) umso wichtiger, weil er das Körperliche (das Leben) transzendiert. Der Mensch kann im Angesicht des Todes nur hoffen, dass das Sein (seine ausserkörperliche Weiterexistenz  (Seele und Geist) überlebt. Wenn er nach dem Leben aber weiter existieren will, wird er es mit dem stillen Zeugen (der inneren Stimme, dem Gewissen) tun müssen. Denn sie wird der alleinige Träger des Geistes sein. Und genau das löst in jenen Menschen, die um egoistisch (bös) zu leben das quälende Gewissen während ihrem irdischen Leben konsequent abgetötet haben, bei der Betrachtung des (eigenen) Todes Panik aus. Denn entweder wird mit dem Tod alles aus sein, oder aber wird der Mensch direkt und unausweichlich mit dem eigenen Gewissen konfrontiert werden.. Die Vorstellung des Nichts ist derart unmöglich, dass sie uns ängstigt, verwirrt und krank macht und die Vorstellung vom Gewissen die Lebenstaten gespiegelt zu erhalten ist für die meisten ebenfalls kein Schleck.
 Memento Mori ist in einer morbiden Kunstwelt leider nicht mehr gewollt. Die Spass und Lustgesellschaft hat den Ausblick auf das einzige sichere (den Tod) konsequent abgeschafft. Man fühlt sich scheinfrei bis zum Tag an dem man von der grossen Lüge der Todesverdrängung abrupt heimgesucht werden wird. In diesem Sinne meine ich, ist es wichtig bereits den Kindern ein Bewusstsein für die Konsequenzen ihres Handelns zu schaffen. Es geht hier nicht um Dogmen, oder um religiöse Wertung, sondern darum einen gesunden Geistes- und Seelenzustand aufzubauen und beizubehalten. Der Körper, mag er noch so schön und fit sein, wird man abtreten müssen, die Taten wird man mitnehmen. Würde der Mensch sein Handeln immer in sich selber, gemäss oben genannten Zusammenhang, reflektieren lebten wir in einer heilen Welt und hätten ein gesundes inneres Universum.
 
Ob der Mensch nun dem Freimaurer Marx glaubt, Religion sei Opium fürs Volk, oder ob er der Naturwissenschaft vertraut, welche das Gewissen (die Seele) nicht beweisen kann und deshalb als inexistent bezeichnet, ist egal. Es ist zwar kommod als seelen-/gewissenloser Vampir zu leben, solange man als sterblicher Mensch existiert, aber in den Stunden des Todes kommt dann das Verdrängte mit voller Wucht und aufs Mal aus dem Hinterhalt um ungestüm über uns einzubrechen.
 
 Ohne zerstörtes Gewissen hätte er es nicht aushalten (verantworten)  können derart auf Kosten der Schwachen (3. Weltbauern, Natur, Tier etc. ) zu leben, wie es die heutige Zivilisation abverlangt.
Egal wer die Ausflüchte iniziert hat, wer der grosse Verführer war, der uns verleitet hat Böses zu billigen oder gar selber zu tun, am Ende wird das Gewissen keine kläglichen Entschuldigungsversuche akzeptieren und uns hart mit uns selber konfrontieren.
Am Ende unseres Daseins erfahren wir den Seelenpreis den wir für das Erhalten der materiellen (vergänglichen) Genüsse bezahlt haben. Dazu braucht es keinen Gott, das Gewissen reicht völlig aus.
Der Geist reagiert deshalb oft äusserst chaotisch (Psychotisch) wenn der verdrängte Tod aktiv (Tod eines Mitmenschen, schwere Erkrankung etc. ) und unerwartet ins Leben eines seelisch verkümmerten  Menschen tritt.
Mich wundert es auch nicht, dass Alzheimer, Parkinson, MS und andere Nervenkrankheiten die Menschheit heute heimsuchen wie nie zuvor. Denn der verkümmerte Geist und die abgetötete Seele hinterlassen auch im Körper ihre Spuren. Es geht hier nicht um Strafe, es geht um eine physisch-psychische Interraktion die chronisch (ein Leben lang) falsch gelaufen ist und deshalb in einer irreversiblen Fehlfunktion des Nervensystems oder Immunsystems  enden kann.
 
Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen führt, dann kann und darf es uns, wenn wir seelisch gesund bleiben wollen, nicht egal sein was in Israel und anderswo geschieht.
 
 
 
Ein Mensch mit gesundem, intakten Gewissen müsste stante pede, heftig darauf reagieren.

 Wenn Massen Ungerechtigkeit billigen, hat das Böse eine unglaubliche Macht. Wenn die Mehrheit gemäss dem eigenen Gewissen leben würde, hätte das Böse keine Chance. Die Masse der Menschen ist nicht krankhaft böse, sie billigt aber krankhaft das Böse. Deshalb ist es heute noch so, dass selbst nach dem NSDAP-Holocaust, immer noch Faschismus, Totalitarismus (Lug, Trug, Manipulation etc.) über FED; IWF; NATO; UNO; Zentralbanken, Bank für internationalen Zahlungsausgleich, gekaufte Universitäten, globale Grosskonzerne die Welt beherrschen.
Nur weil wir es billigen, regieren Lug, Trug, Betrug, Drohung, Raub, Mord, Totschlag, Krieg noch heute die Welt. Nur weil wir es alle billigen bestimmen Banker wie viel Wert ein Maiskorn hat und wer es erhält, egal wie viele Menschen deshalb einen Hungertod sterben müssen.
 
 
 
 


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